Ted Cruz, Han Solo und Spider-Man

Ist also mehr ein Spider-Man-Typ: Ted Cruz im US-Senat.

Ted Cruz will für die US-Republikaner als Präsident ins Weiße Haus einziehen. Die Chancen dafür sind eher gering. Der Webseite “Realclearpolitics” zufolge liegt er in aktuellen Umfragen abgeschlagen hinter der Spitze. (Also dort, wo zurzeit erstaunlicherweise Donald Trump liegt.) Cruz geht nun mit einem neuen Buch in die Offensive. Der Titel lautet: “A Time for Truth: Reigniting the Promise of America”. Übersetzt heißt das in etwa: “Zeit für die Wahrheit: Das Versprechen Amerikas erneuern”. Im Interview mit der “New York Times” hat der texanische Senator erklärt, wie er das machen will.

Erstaunlicherweise ist das Interview äußerst unterhaltsam. Das liegt weniger am politischen Inhalt, vielmehr erzählt Cruz viel über seine Jugend und seine popkulturellen Idole. Wer wissen will, was Cruz mit der “Star Wars”-Legende Han Solo und dem Comic-Held Spier-Man zu tun hat, der findet die Antwort hier. Und wer wissen will, warum der US-Blog “The Verge” ziemlich wenig von dem Interview hält, der sollte hier klicken.

US-Republikaner: Scott Walker verkündet Kandidatur

“Ich bin dabei”: Scott Walker will für die Republikaner ins Weiße Haus einziehen.

Er ist Nummer 15: Der US-Republikaner Scott Walker hat seine Präsidentschaftsbewerbung verkündet. “Ich bin dabei. Ich bewerbe mich als Präsident, weil die Amerikaner einen Anführer verdienen, der für sie kämpft und gewinnt”, schrieb der Gouverneur des Bundesstaats Wisconsin bei Twitter. Der 47-Jährige liegt in Umfragen derzeit in der Spitzengruppe.

Haariges Video: Wenn Homer auf “The Donald” trifft

Siegertypen unter sich: Donald Trump (l.) und Homer Simpson. 

Er will den “Niedergang Amerikas” aufhalten: Mitte Juni gab Donald Trump seine Kandidatur um das Amt des US-Präsidenten bei der Wahl 2016 bekannt. „Wir werden unser Land wieder zu alter Größe führen“, sagte der 69-jährige Milliardär (“The Donald”) im Trump Tower in New York. Der bizarre Auftritt sorgte für reichlich Wirbel, Jon Stewart, scheidender Moderator der Satiresendung “The Daily Show”, bedankte sich aufgrund der Fülle an brauchbarem Material gar bei dem Immobilienmogul.

Auch die Macher der “Simpsons” scheinen Trumps Ambitionen nicht wirklich ernst zu nehmen. In einem kurzen Video schicken sie Homer Simpson auf eine verrückte Reise durch Trumps legendäre Haarpracht.

Wir wünschen viel Spaß.

Christie will US-Präsident werden

“Ich bin bereit”: Chris Christie in New Jersey.

Das Feld der republikanischen Bewerber um die US-Präsidentschaft ist erneut größer geworden. Mit New Jerseys Gouverneur Chris Christie stieg der 14. Kandidat ins Rennen um die Nominierung bei den Vorwahlen ein. “Ich bin bereit, für die Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika zu kämpfen“, sagte der 52-Jährige bei der Verkündung in einer High School in New Jersey.

Obama singt “Amazing Grace”

Mehr “Reverend” als Präsident: Barack Obama in Charleston.

Nach dem Anschlag auf eine von Schwarzen besuchte Kirche hat US-Präsident Barack Obama bei einer Trauerfeier eine viel beachtete Rede gehalten. Obama würdigte in Charleston den ermordeten Pastor Clementa Pinckney und forderte erneut eine Verschärfung der Waffengesetze. Zum Abschluss seiner Rede stimmte der Präsident die Kirchenhymne “Amazing Grace” an. Ein Geistlicher bedankte sich nach der Ansprache bei “Reverend” Obama.

Vor Kandidatur: Jeb Bush zeigt Wahlkampf-Logo

Wer braucht schon einen Nachnamen: Jeb Bushs neues Titelbild bei Facebook.

Die Zeit der Spekulationen neigt sich dem Ende zu. Morgen dürfte der US-Republikaner Jeb Bush seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2016 bekannt geben. Der Ex-Gouverneur von Florida will sich während einer Großkundgebung in einem College in Miami äußern. Die Ankündigung einer solchen Kandidatur ist ein exakt durchgeplantes Politmanöver, das möglichst viel Aufmerksamkeit erregen soll.

Ein Blick auf Bushs Facebook-Seite zeigt jedoch: Dort ist die Kandidatur längst Realität. Ein aktualisiertes Titelbild zeigt Bush mit dem Slogan “Jeb 2016!”, dazu kommt ein frisches Kampagnenvideo. Das entsprechende Logo hatte Bush bereits via Twitter veröffentlicht. Nun fehlt nur noch die Kampagnen-Webseite. Ein wenig Spannung bleibt also.

Jeb Bushs Wahlkampf-Logo

Das ist Hillary Clintons erster Instagram-Post

Hillary Clinton will sich 2016 zur ersten US-Präsidentin wählen lassen. 

Kanzlerin Angela Merkel hat es vorgemacht: Nun verfügt auch Hillary Clinton, favorisierte Präsidentschaftskandidatin der Demokraten für die Wahl 2016, über einen eigenen Instagram-Account. Dieser zieht viel Aufmerksamkeit auf sich: Kurz nach dem Start hat der Kanal bereits über 25.000 Abonnenten.

Das erste Foto zeigt eine patriotisch zusammengestellte Auswahl an Kleidern. Der dazugehörige Kommentar lautet: “Hard choices”. Es ist eine Anspielung auf Clintons im Juni vergangenen Jahres erschienenen Buchs “Entscheidungen“.

Patriotischer Start: Hillary Clintons erster Instagram-Post.

“Hallo Twitter! Hier ist Barack. Wirklich!”

Gelungener Einstand: Ab sofort twittert US-Präsident Barack Obama persönlich.

Drei Tweets, zwei Millionen Follower: Mit seinem neuen Twitter-Account hat US-Präsident Barack Obama (@POTUS) einen rekordverdächtigen Start hingelegt. Am Montagmorgen erklärte der 53-Jährige: ”Hallo Twitter! Hier ist Barack. Wirklich! Sechs Jahre dabei, und schließlich geben sie mir meinen eigenen Account.” Dieser erste Tweet wurde bislang rund 260.000 Mal weitergeleitet und über 360.000 Mal favorisiert.

Das Weiße Haus nutzt Twitter bereits seit 2009 für Mitteilungen (@WhiteHouse), Obama selbst hatte hin und wieder Nachrichten mit dem Kürzel “-bo” verschickt. Dazu benutzt Organizing for Action, die Nachfolgeorganisation von Obamas Wahlplattform aus dem Jahr 2008, den Account @BarackObama. Rund 60 Millionen Nutzer sind dort Follower.

Ex-Präsident Bill Clinton ließ es sich nicht nehmen, nachzufragen, ob Obamas neuer Account auch nach dessen Amtszeit zur Verfügung stehe. Clinton frage für einen Freund nach – eine Anspielung auf seine Frau Hillary, die jüngst ankündigte, im kommenden Jahr als demokratische Präsidentschaftskandidatin antreten zu wollen. Obama antwortete, dass die Nutzung mit dem Amt verbunden sei. Im Anschluss fragte er: “Eine Ahnung, ob jemand Interesse an @FLOTUS hat?” Dahinter verbirgt sich der Twitter-Account von Obamas Frau Michelle.

Obama wiederum spielte damit auf Bill Clintons (noch unklare) Rolle während einer möglichen Präsidentschaft seiner Frau an. Flotus ist die Abkürzung für “First Lady of the United States”.

Was sich hinter CarlyFiorina.org verbirgt

Trauriger Anblick: Screenshot der Webseite CarlyFiorina.org.

Carly Fiorina, ehemalige Chefin von Hewlett Packard, steigt ins Rennen um das US-Präsidentenamt ein. ”Ich denke, ich bin die Beste für den Job, weil ich verstehe, wie die Wirtschaft funktioniert”, sagte die 60-Jährige dem TV-Sender ABC. Die aus Texas stammende Fiorina bewirbt sich bei den Republikanern um das Ticket für die Wahl 2016. Umfragen zufolge ist sie chancenlos – im Gegensatz zu den Senatoren Rand Paul und Marco Rubio sowie dem ehemaligen Gouverneur von Florida, Jeb Bush.

Die US-Webseite “Mashable” hat bereits auf eine amüsante Begebenheit im Internet hingewiesen. Während CarlyFiorina.com auf die offizielle Kampagnen-Webseite CarlyforPresident.com weiterleitet, ist dies bei CarlyFiorina.org nicht der Fall. Dort wird stattdessen auf die rund 30.000 HP-Mitarbeiter hingewiesen, die Fiorina als Konzernchefin zwischen 1999 und 2005 entließ. Jeder dieser Angestellten wird auf der Webseite mit einem Emoticon dargestellt.

Nutzer sollten übrigens bis ganz ans Ende der Seite scrollen.

Obama-Bibliothek – Zuschlag für Chicago

Heimat und Rückzugsort: die Obamas vor der Skyline von Chicago. 

Die Entscheidung ist gefallen: Die US-Metropole Chicago (Bundesstaat Illinois) darf nach dem Ende der Amtszeit von Staatschef Barack Obama im Januar 2017 dessen Präsidentenbibliothek bauen. Das berichtete der TV-Sender NBC. Unklar ist noch der finale Standort. Zu Auswahl stehen die Universität von Chicago und die Universität von Illinois. Vor dem Einzug ins Weiße Haus lebten die Obamas in Chicago. Dort begann in den 1990er Jahren der politische Aufstieg des späteren Senators und heutigen Präsidenten; bis 2004 lehrte er Verfassungsrecht an der Universität von Chicago.

Die Universität von Hawaii und die Columbia-Universität in New York City hatten sich ebenfalls beworben. Honolulu ist Obamas Geburtsort, an der Columbia-Universität machte er seinen Abschluss in Politikwissenschaft.

Wenn ein Sechstklässler ungeduldig wird

“Machen wir einfach weiter”: US-Präsident Barack Obama (r.) mit Osman Yaya.

Gute Reden sind eine Stärke von Barack Obama, das ist hinlänglich bekannt. Trotzdem passiert es auch dem US-Präsidenten hin und wieder, dass er zu lange an einem Gedanken festhält. In der Regel redet Obama dann einfach weiter – welcher Moderator fällt dem mächtigsten Mann der Welt schon gerne ins Wort? Osman Yaya tickt da anders. Der Sechstklässler der Bennett Middle School in Salisbury (Bundesstaat Maryland) durfte in der vergangenen Woche eine Fragerunde mit Obama in der Hauptstadt Washington moderieren.

Gegen Ende der Diskussion sprach Obama über Problemlösungen. Er bezog sich dabei auf das Verfassen von Texten in der Schule. Der 53-Jährige sagte, dass es nicht schlimm sei, von ersten Entwürfen enttäuscht zu sein. Man müsse dann einfach weiterarbeiten. Obama holte weit aus, um seinen Punkt klarzumachen. Zu weit für Yaya. Er unterbrach den Staatschef und sagte: “Ich denke, dass Sie jetzt alle Aspekte dieser Frage beleuchtet haben.” Obama zeigte sich beeindruckt. “Osman denkt, dass ich zu lange geredet habe”, sagte er und lachte. “Machen wir einfach weiter.”

Für das “Time”-Magazin steht fest: “Jemand sollte diesem Kind eine Talkshow geben.”

Hier ist das Video der gesamten Diskussion mit Obama. Yayas energisches Einschreiten ist ab Minute 27 zu sehen:

White House Correspondents Dinner: Obama teilt aus

US-Präsident Barack Obama (r.) mit seinem “Wut-Übersetzer”.

Beim traditionellen White House Correspondents Dinner hat sich US-Präsident Barack Obama wieder einmal über die Medien, die politischen Gegner und sich selbst lustig gemacht. Ein besonderer Höhepunkt war der Auftritt seines “Wut-Übersetzers” im Washington Hilton Hotel. Den leicht aufbrausenden Herrn mit dem Namen “Luther” gibt es natürlich nicht wirklich. Hinter ihm verbirgt sich der Comedian Keegan-Michael Key (“Kay & Peele”). “Luther” wurde bereits im Jahr 2012 einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Mehr Informationen zu dem Gala-Dinner gibt es auf der Webseite des Weißen Hauses.

Rubio kandidiert – und attackiert Clinton

“Gestern ist vorüber”: Marco Rubio während seiner Rede in Miami.

Der Republikaner Marco Rubio hat angekündigt, im kommenden Jahr bei der US-Präsidentschaftswahl antreten zu wollen. “Ich kann als Präsident einen Unterschied machen”, sagte der Senator aus Florida in Miami. Der 43-Jährige versprach, als Staatschef ein “neues amerikanisches Jahrhundert” einzuläuten. Rubio ist nach Ted Cruz und Rand Paul der dritte Konservative, der sich das Ticket der Konservativen sichern will.

Am Sonntag hatte Ex-Außenministerin Hillary Clinton angekündigt, für die Demokraten zur Wahl 2016 antreten zu wollen. Rubio nannte sie in Miami vor einer jubelnden Menge eine “gestrige Politikerin” mit veralteten Ansichten. “Gestern ist vorüber – und wir gehen nicht zurück.”

Zehn Fakten zu Clintons Kampagne

Pfeil nach rechts: So sieht die Facebook-Seite von Hillary Clintons Kampagne aus.

Nun kann der Wahlkampf beginnen. Hillary Clinton hat entschieden, es noch einmal zu wagen. Die Ex-Außenministerin will erste US-Präsidentin werden. Mit einem YouTube-Video verkündete Clinton ihre Kandidatur, wenig später folgten Nachrichten auf Twitter (auch von Tochter Chelsea) und auf Facebook. Mittlerweile ist Clinton in den Bundesstaat Iowa unterwegs, wo Anfang 2016 die erste Vorwahl stattfindet.

Hier die zehn wichtigsten Fakten zur Kampagne:

1. Das veröffentlichte YouTube-Video (“Getting Started”) gilt als Startschuss der Kampagne. Kurz vorher verschickte John Podest, der Chef von Clintons Wahlkampfteam, eine E-Mail an potenzielle Spender und Unterstützer.

2. Der Clip ist 2 Minuten und 19 Sekunden lang. Es dauert jedoch eine Minute und 31 Sekunden, bis Clinton zum ersten Mal ins Bild kommt. Der Unterschied zum Kampagnenstart im Jahr 2007 könnte nicht größer sein.

3. Eine große Rede zum Wahlkampfauftakt hat Clinton wohl erst im Mai geplant. Der Tageszeitung “Washington Post” zufolge will sich die Demokratin in Iowa vor allem in kleinen Runden mit Wählern unterhalten.

Mehr: Clintons Wahlkampflogo: Wikileaks ist sauer

4. Mit dieser Zurückhaltung will Clinton aus den Fehlern bei ihrer gescheiterten Präsidentschaftskandidatur im Jahr 2008 lernen. Damals vermittelte sie den Eindruck, dass ihr als “unvermeidbare Kandidatin” die Nominierung zustehe. Der damalige Senator Barack Obama nutzte das aus und zog im parteiinternen Vorwahlkampf an Clinton vorbei.

5. Das Online-Magazin “Politico” berichtete, dass Clinton ihre Kampagne auf die wirtschaftlichen Sorgen der Mittelschicht und ihre Rolle als Vorkämpferin für die Sache der Frauen zuschneiden will.

6. Neben Iowa dürfte Clinton in der kommende Woche auch den Bundesstaat New Hampshire besuchen. Dort findet traditionell ebenfalls eine frühe Vorwahl abhält.

7. Clintons Wahlkampfmanager heißt Robby Mook. Der 35-Jährige ist die Nummer zwei der Kampagne – hinter Podesta. Mook gilt als Datenexperte. Er ist der britischen Tageszeitung “The Guardian” zufolge der erste offen schwule Wahlkampfmanager in der US-Geschichte. Sein mutmaßlicher Twitter-Kanal gilt als ausbaufähig.

8. Clintons Mitarbeiter haben ihr Kampagnenhauptquartier im New Yorker Stadtteil Brooklyn bezogen.

9. Die “New York Times” bezifferte die anvisierten Kosten von Clintons Wahlkampf unter Berufung aus das Umfeld der Politikerin auf über 2,5 Milliarden Dollar (2,3 Milliarden Euro).

10. Clintons offizieller Kampagnenstart bedeutet das Ende des Super-PAC “Ready for Hillary“. Von nun an gilt es, die Öffentlichkeit mit einer einheitlichen Botschaft zu überzeugen.