LLAP – Live Long and Political

Vulcanology--Not Just For Volcanoes Anymore!  Pres. Obama and Lt. Uhura

RIP Mr. Spock . “Amerika wählt” gedenkt dem Allvater aller Nerds & Wonks mit ein paar Nuggets zum politisch denkenden Menschen Leonard Nimoy.

Spock und die Raumschiffe
Logisch. Leonard Nimoy warb für Raumschiffe. 1976 liess er sich bereitwillig von der NASA einspannen lassen, um für das US-Raumfahrtprogramm zu trommeln und damit ein Kernstück der (bereits unter Kennedy begonnenen) Prestigepolitik von Präsident Johnson im Kalten Krieg zu unterstützen. Seine Popularität und die thematische Nähe zu seiner Rolle als Vulkanier an Bord der Enterprise machten ihn dazu bestens geeignet. Wie dankbar ihm die NASA dafür bis heute ist sieht man hier https://twitter.com/NASA/status/571365324781543425/photo/1

Spock und die Bombe
Nimoy war aber schon 14 Jahre früher politisch aktiv geworden. Zusammen mit seiner ersten Frau schickte er ein Telegramm an Präsident Kennedy. Darin forderten die beiden Kennedy auf, von einem Test einer Wasserstoffbombe im Weltraum abzusehen, um die Erde vor den ökologischen Folgen zu bewahren.

Spock und der Umgang mit dem (politischen) Gegner
Dieses Bild sagt doch eigentlich schon alles. Cool! https://twitter.com/TheRealNimoy/status/509385902829748224

Spock und die Politicos
Zuletzt verliess Nimoy aber die Coolness seines Alter Ego Spock. In einem sichtlich genervten Tweet vom vergangenen November stellte er der Politik kein gutes Zeugnis aus. Sie kümmere sich nicht genug um die Menschen. Wenn ein Vulkanier darauf hinweisen muss, sieht es tatsächlich nicht so gut aus.

Image courtesy of Supremecourtjester.

Co-Latterell Damage

Badlands National Park

Meet Isaac Latterell. Isaac runs a small business in Sioux Falls, South Dakota. He fixes computers for other small business owners. And he is a State Representative for District 6. As a Republican he supports some very common principles such as limited government, balanced budget and low taxes. It is fair to say that in many ways Isaac Latterell is a politically engaged citizen with roots in his community. That is a good thing.

Here comes the great however: Isaac Latterell, his position on abortion and the way he shares it with the world is also a striking example for everything that is wrong with (parts of) the Republican Party and more general with the political culture in the oldest democracy on the planet.

Abortion is a very complex issue that touches on medical, moral and religious aspects. Abortion is an integral part of the debate about women’s rights and gender relations. There are no easy answers. There are many arguments to support the right to have an abortion. There are also valid arguments to debate the conditions for an abortion.

Having said that, comparing abortion to beheadings by ISIS is definitely not an acceptable position. In fact, it is among the most moronic things that can be said for a myriad of reasons. Unfortunately, Isaac Latterell has done exactly that. On his website, he published a blog post under the title “Planned Parenthood worse than ISIS and lying about it” in which he wrote:

“No state, no religion, and no organization should ever be allowed to use this unspeakably horrifying method. While we rightly take the speck out of our neighbor’s eye by holding ISIS accountable, let us be sure to take the plank out of our own eye by holding Planned Parenthood accountable.”

He has also introduced a bill to the South Dakota House of Representatives under the title “The preborn infant beheading ban 2015″.

Isaac Latterell’s musings have generated some negative coverage. I can only assume that this prompted him to change the title of the blog to “Planned Parenthood beheading children and lying about it”. Remarkably enough for a guy who makes a living from working with and fixing computers, the URL remained unchanged by the time of this writing. http://www.isaaclatterell.com/2015/02/17/planned-parenthood-worse-than-isis-and-lying-about-it/ (as of February 19, 1800 CET).

UPDATE: The reactions from Planned Parenthood and especially its president Cecile Richards came prompt and with a vengeance.

Picture (c) Jim Bauer, Badlands National Park, South Dakota

Welchen Präsident Clinton meinen Sie denn?

Wahlen kosten Geld, viel Geld. Das gilt besonders in den USA und bei keiner Wahl so sehr wie der Präsidentschaftwahl. Eine Chance auf den Sieg in den Vorwahlen und letzlich auch der eigentlichen Wahl haben Kandidaten, die sich darauf verstehen, Spenden einzuwerben. In der Vergangenheit wurden den Republikanern leichte Vorteile zugesprochen. Aufgrund ihrer Wirtschaftsnähe konnten sie mit mehr Großspenden rechnen. Bill Clintons legendäre Spenden(raub)züge und Barack Obamas Erfolg, massenhaft Klein- und Kleinstspenden einzutreiben, haben diese Einschätzung ad acta gelegt.

Auch im Vorfeld der Wahlen 2016 liegen wieder leichte Vorteile bei den Demokraten: Während sich mit Jeb Bush, Marco Rubio, Rand Paul, Scott Walker, Ted Cruz und Chris Christie eine ganze Reihe von ernstzunehmenden Kandidaten um die republikanische Nominierung bewerben oder es zumindest in Betracht ziehen, kann Hillary Clinton als nahezu unangefochtene Kandidatin der Demokraten schon Geld für die Präsidentschaftswahlen einsammeln.

Das tut sie auf unterschiedlichsten Wegen, vor allem aber durch ihren Super-PAC “Ready for Hillary”.

Der wartet pünktlich zum President’s Day mit einer neuen Aktion auf: wer 20,16 Dollar spendet erhält ein Plakat, dass Hillary schon im Amt sieht. Es ziert die Aufschrift “Looking forward to having to ask which President Clinton you mean”.

Dass die Frage für den aussichtsreichsten der republikanischen Kandidaten, Jeb Bush, mindestens ebenso berechtigt wäre, ist dabei Fussnote. Denn der dürfte sich kaum darum bemühen, allzu große Nähe zum letzten Präsidenten seines Namens zu erreichen.

Obama, “Buzzfeed” und der PR-Coup

Beruhigend: Auch Barack Obama schneidet anscheinend gern Grimassen vor dem Spiegel.

Das kann man wohl getrost unter Coup verzeichnen. Die US-Webseite “Buzzfeed” hat US-Präsident Barack Obama für sich gewinnen können. Dabei ist nicht nur ein Interview herausgekommen. “Buzzfeed” und Obama konnten auch etwas schaffen, was in der heutigen Zeit viel wertvoller ist: ein für die sozialen Medien perfekt produziertes Video.

In dem knapp zwei Minuten langen Clip sieht man Obama und den “Buzzfeed”-Redakteur Andrew Ilnyckyj Dinge tun, “die jeder macht, über die aber niemand spricht”. Beide Männer schneiden Grimassen, üben Sätze vor dem Spiegel und machen Selfies. Obama sogar mit einem “Selfie-Stick”.

Und warum all das? Das Video – rund 5,5 Millionen Aufrufe auf Facebook – ist eine perfekte Kombination aus viraler Form und politischem Inhalt. “Buzzfeed” darf sich mit Obama schmücken, dieser gibt sich ziemlich lässig und macht nebenbei auch noch Werbung für seine Gesundheitsreform.

Politische PR in idealer Form: Wir verbeugen uns, Mr. President.

Genug gelacht: Jon Stewart geht von Bord

Jon Stewart

Die Nachricht war noch kaum über die Ticker gelaufen, da wurde sie schon zum “trending topic” auf twitter: die Comedy-Legende und das Gesicht der erfolgreichsten Fake-Nachrichten der Welt (nein, nicht FOX News), Jon Stewart, verlässt nach über 15 Jahren die Daily Show.

Noch ist nicht bekannt, wohin es Stewart verschlagen wird, aber eines ist jetzt schon sicher: die Präsidentschaftswahlen 2016 werden ohne seine bissigen Kommentare ein Stück an Attraktivität für die Fans politischer Comedy verlieren.

Während Fans sich betrübt zeigten, nahm Jon selbst derweil seinen Anschied mit Humor. “Wenigstens heute solltet ihr mal bis zum Ende des Interviews eingeschaltet bleiben” twitterte er.

SPD holt Obamas Wahlkampfleiter

Jim Messina (OBAMA 2012)

Genosse Messina soll es richten: Nach Informationen des Spiegel verhandelt die SPD derzeit mit Jim Messina, um sich dessen Unterstützung für die nächste Bundestagswahl zu sichern. Messina war von 2009 bis 2011 Stellvertretender Stabschef im Weißen Haus und hat als Wahlkampfmanager 2012 maßgeblich zur Wiederwahl Präsident Obamas beigetragen. Der Kontakt zur SPD bestehe schon seit letztem Jahre, berichtet das Nachrichtenmagazin.

Jim Messina gründete 2013 die “Messina Group” eine Lobbying- und Beratungsfirma, die sehr stark auf die Verquickung von Technologie und Politik setzt. Sie unterhält Büros in Washington, San Francisco, New York City und London. Seine Expertise in den Disziplinen Social Media, Graswurzel-Kampagnen und Big Data-Anwendungen zur Wählerananlyse haben sich auch schon die Britischen Konservativen gesichert.

Zum Personal der Firma gehören unter anderem auch ausgewiesene Experten für Negative Campaigning, wie zum Beispiel Public Affiars-Chef Brennan Bilberry. Er gilt als Mastermind hinter den Attack Ads, die Mitt Romney als kaltherzigen Milliardär darstellen sollten.

Auch Messina selbst ist kein Kind von Traurigkeit. Ihm wird vorgeworfen, die Homophobie weiter Teile des konservativen Lagers ausgenutzt zu haben, um in Montana mit Hilfe eines TV-Werbespot den republikanischen Kandidaten Mike Taylor aus dem Rennen zu werfen. Der homophobe Ansatz mit dem Slogan: “Not the way we do Business in Montana” hatte Erfolg. Taylor stieg seinerzeit unter dem entstandenen Druck aus dem Wahlkampf aus.

Man darf gespannt sein, wie sich Messina in den deutschen Wahlkampf einbringen wird.

Vegane Feminazis im McDrive – Ein modernes Märchen

Untitled

BILD-Kolumnist und Rotweinkenner Franz-Josef Wagner hat 2011 in einem seiner Briefe (“Post von Wagner”) den folgenden Satz geprägt: “Ich wiederhole mich, das größte Wunder ist für mich der Mensch. Aus einem Molch wird ein Schiller, aus einer Kröte Goethe.” Aus welchem Tier der rechtspopulistische Radiokommentator Rush Limbaugh hervorgegangen ist, war bis Redaktionsschluss nicht zu klären. Evolutionäre Zusammenhänge sind rechts der politischen Mitte in den USA ja bekanntlich umstritten. Fest steht aber, dass Limbaugh einmal mehr in seiner Sendung am Montag, den 2. Februar die Sau rausgelassen hat.

Seine neueste These besagt, dass die Republikanische Partei und die Fastfood-Kette McDonalds beide den selben Fehler machten. Sie reagierten auf Kritiker!

Wer jetzt dachte, ein offenes Ohr für Kritik zeichne moderne Unternehmen und politische Parteien aus, sieht sich eines Besseren belehrt. Limbaugh hat den aktuellen Rauswurf des McDonald-Geschäftsführers Don Thompson zum Anlass genommen, um mit dieser Mär ein für allemal aufzuräumen. Ganz gleich ob Burgerbräter oder Republikaner: Wer Kompromisse eingeht, ist schon so gut wie erledigt. Wer “den Linken” entgegenkommt, hat schon verloren. Klingt konfus? Ist es auch:

Militant vegans, militant vegetarians, are attempting not to get McDonald’s to serve food they want to eat because they’re never gonna go to McDonald’s. They’re trying to shut McDonald’s down just like they tried to shut Burger King down in Berkeley by making ‘em sell veggie burgers out there in the fast-food lane or whatever. You start appeasing the left… I don’t care if you’re the Republican Party or if you’re McDonald’s.

Jetzt wird alles klar. Wer den linken militanten Veganern erst mal die Apfeltasche reicht, der verliert bald den ganzen McRib. Rush Limbaugh hat zudem herausgefunden, dass der Aktienkurs von McDonalds nicht auf Talfahrt gegangen ist, weil die Kette diverse Trends verschlafen hat und gegenüber der Konkurrenz etwa von Shake Shack an Boden verliert, sondern weil zwölf Aktivisten mit Hilfe von perfiden Twitter-Algorithmen den Eindruck erweckt haben, das ganze Land wolle plötzlich nicht mehr so ungesund essen.

If you start appeasing them, you try to make them happy… One of the things they do… They’ve perfected this. McDonald’s ended up thinking that half the country was ticked off at ‘em for serving unhealthy food, and it was probably 12 people. Twelve people making themselves look like they were 300,000 people with weird Twitter algorithms and whatever other kinds of abuses they engage in, and we know this because they do it to us.

Diese zwölf linken Veganer (beliebig zu ersetzen durch: Umweltschützer, Feminazis, Vegetarier) hätten nur eines im Sinn: das Ende von McDonalds. Oder der Republikanischen Partei. Und das macht sie irgendwie auch zum amtierenden Präsidenten der USA. Da kannste mal sehen.

The cure for McDonald’s, just like the cure for the Republican Party and the cure for anybody, is to stand up to these people on the left and not be bullied by ‘em, ’cause that’s all they are. [...] militant left — I don’t care if it’s vegans, if it’s vegetarians, if it’s environmentalist wackos, if it’s feminazis — there is no desire to work together to compromise to take their enemies or their opponents and straighten ‘em out and make ‘em right. They want to shut everybody down. It’s like Obama.

Spätestens jetzt sollten die republikanischen Kandidaten hellhörig werden, denn auch der Präsidentschaftswahlkampf ist kein Happy Meal:

Whenever you hear the Republicans say, “Yeah, well, you know, we gotta meet the Democrats halfway on amnesty.” No, you don’t! That’s not the answer. You’re not gonna be loved and adored by people that hate you if you go halfway in on amnesty. It doesn’t work that way. They’re trying to eliminate you. They’re trying to get you to destroy yourself by supporting things your supporters are never gonna support you on. This is why it’s such a mystery.

Yep. Und ein Mystery wird es wohl auch bleiben, Rush. Egal, I’m lovin it.

Chris Christie am Boden

Missgeschick vor laufender Kamera: der gefallene Chris Christie.

Das Internet vergisst nicht. Für Politiker ist das ein oft ärgerlicher Fakt. Doch auch US-Radiosender scheinen ein langes Gedächtnis zu haben. Der Sportsender 94WIP aus Philadelphia (Bundesstaat Pennsylvania) hat nun ein ziemlich unvorteilhaftes Video des Gouverneurs von New Jersey, Chris Christie, veröffentlicht. Es zeigt, wie der Republikaner vor einem Interview mit Moderator Angelo Cataldi im Juni 2014 von einem Stuhl fällt und auf dem Boden landet. Die Tatsache als solche ist unspektakulär, als GIF ist der fallende Christie aber durchaus lustig:

Das Wochenmagazin “New York” fragte recht süffisant: “Ganz ehrlich, wenn er nicht auf einem Stuhl sitzen kann, kann er dann eine Nation führen?” Bei den Republikanern werden Christie Ambitionen auf das Präsidentenamt nachgesagt.

Ohne Mitt – Romney tritt nicht an

Mitt Romney at Caster Concepts

Mitt Romney hat heute vor Unterstützern bekannt gegeben, dass er sich nicht erneut um die Kandidatur seiner Partei für das Präsidentenamt bewerben will. Der ehemalige Governeur von Massachusetts verzichtet damit auf den dritten Versuch, doch noch ins White House einzuziehen. Der Verzicht kommt insofern überraschend, als dass Romney erst am 10. Januar angekündigt hatte, eine Kandidatur zu prüfen. Laut einem Bericht von AP fand Romney aber schnell heraus, dass sich zahlreiche seiner früheren Spender auf die Seite seines Rivalen Jeb Bush geschlagen hatten.

Den vollen Text seiner Erklärung kann man hier nachlesen.

Bei aller Kritik an Romneys früheren Kampagnen, seinen politischen Positionen und seinem Umgang mit Hunden, sei der Fairness halber angemerkt, dass er in einem Punkt recht hatte: Russland hat sich in der Tat als grösster geopolitischer Gegenspieler der USA zurückgemeldet.

Mit Grüßen an Obamas erste Frau

GloZell Greens Mimik drückt es aus: Irgendetwas ist im Obama-Interview schiefgelaufen. 

Eigentlich war das Geschenk für Michelle Obama gedacht, die First Lady der USA. Doch dann geriet GloZell Green, die Präsident Barack Obama gemeinsam mit zwei anderen YouTube-Stars im Weißen Haus befragen durfte, durcheinander. Die Folge war ein peinlicher, aber durchaus amüsanter Fehler.

“Für Ihre erste Frau”, sagte Green, als sie Obama drei Tuben mit grünem Lipgloss gab; die Comedy-Frau ist im Netz auch wegen ihrer grell bemalten Lippen bekannt. “Meine erste Frau?”, fragte Obama irritiert. “Wissen Sie etwas, das ich nicht weiß?”

Green hatte “First Lady” und “First Wife” verwechselt. “Ich werde Michelle bitten, ihn auszuprobieren, vielleicht heute Abend”, fing Obama den Versprecher auf. Der Fauxpas war Green sichtlich unangenehm. Sie entschuldigte sich mehrmals bei Obama.

Nach den von Google und YouTube organisierten Interviews hatte der Demokrat sogar noch Zeit für ein Selfie mit Green, Bethany Mota und Hank Green. Die drei YouTuber befragten Obama zu Themen wie Bildung, Homo-Ehe und dem Anti-Terror-Kampf. Auf der Videoplattform wurde der rund 47 Minuten lange Clip bereits über 700.000 angesehen. Zahlreiche US-amerikanische und internationale Medien griffen die Gespräche auf.

Die Webseite “Vox” sah in der Kooperation sogar mehr: eine Verbindung zwischen Obamas Präsidentschaft und einer potenziellen Kampagne von Ex-Außernministerin Hillary Clinton.

Obamas Rede in Emoticons :)

Alles klar? Barack Obamas Regierungserklärung in Emoticon-Form.

Sie finden Reden zur Lage der Nation langweilig? Das können wir verstehen. Die britische Tageszeitung “The Guardian” anscheinend auch. Die Journalisten haben eine Emoticon-Version von Barack Obamas Regierungserklärung angefertigt. Vielen Dank.

Zwei zu Null für Obama

Erkennbar zufrieden: US-Präsident Barack Obama während seiner Rede zur Lage der Nation.

Barack Obamas Rede zur Lage der Nation machte eines klar: Dem US-Präsident geht es mittlerweile auch um sein Vermächtnis. Selten sah man Obama so angriffslustig und selbstbewusst. An manchen Stellen wirkte er beinahe abgehoben. ”Ich habe keinen Wahlkampf mehr zu führen”, sagte der 53-Jährige gegen Ende der Rede. Die Republikaner im Kongress johlten. Obama wich von seinem Manuskript ab und sagte: “Ich habe beide {Kampagnen} gewonnen.” Auf einmal jubelten die Demokraten. Und Obama lächelte zufrieden. Reden kann er nun mal.

Das Weiße Haus hat die komplette Rede zur Lage der Nation auf YouTube veröffentlicht. Obamas hier beschriebene verbale Retourkutsche kann man ab Minute 57 nachverfolgen. Die liberale Webseite “Think Progress” veröffentlichte die Szene als kurzen TV-Mitschnitt im Internet.

Glückwunsch, Präsident Biden!

So schnell kann es gehen. In den USA hat es einen Machtwechsel gegeben. Joe Biden regiert nun als Präsident im Weißen Haus; Barack Obama war einmal. Der Nachrichtenagentur AFP zufolge hat Bidens Präsidentschaft jedoch mit einem Schockmoment begonnen:

Alles Quatsch, oder? Richtig. Amüsant ist es trotzdem. Es ist halt so eine Sache mit automatisiert veröffentlichten Ticker-Meldungen. Wer übrigens mehr über die Schüsse in der Nähe des Hauses von US-Vizepräsident Joe Biden erfahren möchte, kann sich unter anderem auf der CNN-Webseite informieren.

Romney plant wohl dritte Kandidatur

Im Jahr 2012 verlor Mitt Romney (l.) die Präsidentschaftswahl gegen Barack Obama.

Er will es wohl noch einmal wissen. Mitt Romney erwägt einen dritten Anlauf auf das Weiße Haus. CNN zufolge sagte der Ex-Gouverneur von Massachusetts zu republikanischen Abgeordneten in San Diego, dass er “ernsthaft” über eine Kandidatur nachdenke. ”Was ich weiß, ist, dass unsere Partei 2016 das Abgeordnetenhaus, den Senat und das Weiße Haus gewinnen kann, wenn es uns gelingt, eine klare Vision zu vermitteln, wo wir dieses Land hinführen wollen”, sagte Romney.

Zuletzt hatte der 67-Jährige mehrfach betont, keine Präsidentschaftsambitionen mehr zu haben. Romney kämpfte zwei Mal um den Einzug ins Weiße Haus. Vor der Wahl im Jahr 2008 scheiterte er bei den republikanischen Vorwahlen gegen John McCain. Vier Jahre später wurde Romney zwar nominiert, verlor die Präsidentschaftswahl jedoch gegen Barack Obama. Nach zwei Amtszeiten darf der Demokrat  2016 nicht erneut antreten.

Der Republikaner Jason Chaffetz sagte zu CNN, dass es Romney ernst mit seinen Plänen sei. Romney habe bereits 2012 verstanden, wichtige internationale Themen wie Russlands machtpolitische Ambitionen oder den Krieg gegen den Terrorismus richtig einzuschätzen. Außerdem verfüge Romney über ein breites Netz an finanziellen Helfern.

Entscheidet sich Romney für ein politisches Comeback, könnte er es im parteiinternen Duell um die Spitzenkandidatur mit dem Ex-Gouverneur von Florida, Jeb Bush, zu tun bekommen. Der Bruder des ehemaligen Präsidenten George W. Bush und Sohn von Ex-Präsident George Bush hatte Anfang Januar mitgeteilt, eine Kandidatur zu prüfen. Bei den Demokraten gilt als wahrscheinlich, dass sich die frühere Außenministerin Hillary Clinton bewerben wird.

John Podesta ist “Ready for Hillary”

Hillary Clinton at Las Vegas Presidential Forum

John Podesta, ein politischer Berater aus dem White House, wird nach Berichten des Wall Street Journal seinen Job aufgeben, um sich der Kampagnenorganisation von Hillary Clinton, Ready for Hillary, anzuschliessen.

Podesta, der bereits für Präsident Bill Clinton tätig war, beriet Präsident Obama unter anderem zu den Themen Ebola, Einwanderung und Klimawandel. Sein Wechsel gilt als weiteres Zeichen dafür, dass Hillary Clinton in kürze ihre Bereitschaft verkünden wird, in das Rennen um das Präsidentenamt einzusteigen. Auf republikanischer Seite haben sich bereits Mitt Romney und Jebb Bush “geoutet”.