Viel Lärm um die Noch-Nicht-Kandidatin

 

Wir haben es getan. Wir werden es wieder tun. Viel wichtiger ist aber, dass nahezu alle US-Medien es auch tun. Nämlich über jeden Auftritt von Hillary Clinton zu berichten und sei der Nachrichtenwert auch noch so gering.

Peter Hamby, langjähriger Politikjournalist in Diensten von CNN, hat sich jetzt mit diesem Phänomen auseinandergesetzt. Er beschreibt Szenen aus Iowa, wo Hillary und Bill Clinton zum Steak essen zu Gast waren. Über 200 Journalisten seien über Tage vor Ort gewesen, um alle die selben O-Töne und Bilder einzufangen, während zahllose politische Themen von Immigration bis Ebola kaum Aufmerksamkeit fanden.

Hamby, der schon mit seiner Frage “Did Twitter kill the Boys on the Bus” eine Diskussion um professionelles journalistisches Arbeiten während der Präsidentschaftswahlen auslöste, spricht von einem “Madcap Media Mob”, also einer verrückten Medienmeute.

Es hat schon Züge von Slapstick, wenn Fotografen von Leitern fallen und Reporter von schwenkenden TV-Kameras von den Füßen geholt werden. Vor allem aber ist es eine Herausforderung sowohl für die Journalisten als auch für die Wahlkampfmanager.

Wie kann man eine Kampagne organisieren, die schon 2 Jahre vor den Wahlen einen derartigen medialen Rummel auslöst. Wie kann man ausreichend handfesten “content” anbieten, der die immer hungrige Meute in diesem “atomized and hyperactive social news environment” zufriedenstellt?  Zur Erinnerung: Hillary Clinton hat noch nicht einmal offiziell bekannt gegeben, dass sie antreten wird. Wie kann man andererseits über eine Kampagne mit der nötigen Distanz berichten, wenn der Konkurrenzdruck um Soundbites und Interviews so groß ist?

Peter Hamby eine Idee. Er will seine nächste Recherchereise an einen Ort unternehmen, an dem ganz gewiss keine anderer Journalist ist.

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Der engagierte Mr. McAvoy

I only seem liberal because I believe that hurricanes are caused by high barometric pressure and not gay marriage.

(Will McAvoy, ACN Newsnight)

Will McAvoy ist erfolgreicher Anchorman im US-amerikanischen Nachrichtengeschäft. Will ist der vielleicht engagierteste Nachrichtensprecher des gesamten Kabelfernsehens. Will ist bekennender Republikaner. Will ist scharfer Kritiker der Tea Party. Und Will McAvoy existiert nicht.

Besser gesagt: die Kunstfigur WillMcAvoy existierte bislang nur in der HBO Serie “The Newsroom” – überzeugend dargestellt von Jeff Daniels. Der spielt einen frustrierten Vollblut-Fernsehjournalisten, der es – nach einigen privaten und beruflichen Turbulenzen – nochmal wissen will. Kann Fernsehen im 21. Jahrhundert bei all den Zwängen aus Konkurrenz, Digitalisierung und sich wandelnden Sehgewohnheiten den Anspruch haben, möglichst objektive Nachrichten zu liefern? Sein Versuch ist grundsympatisch, stößt aber auf massive Widerstände.

Auf dem Kurznachrichtendienst twitter hat Will McAvoy seit Juni 2012 ein Eigenleben entwickelt. Dort wird unter seinem Namen versucht, den hehren Anspruch des Serienhelden in die Wirklichkeit der amerikanischen Politik zu tragen. Das wird umso spannender je näher die Midterms rücken und damit zwangsläufig auch das Schaulaufen der Kandidaten für 2016.

Denn Will McAvoy ist für Republikaner sowohl in der Serie als auch offenbar im richtigen Leben ein rotes Tuch. Entsprechend geht es auf seinem Twitter-Account hoch her.

Ganz aktuell lässt sich sehr schön nachverfolgen, wie sich Will mit großer Hartnäckigkeit dagegen sträubt, dass die GOP Hillary Clinton die Zwischenfälle in Bengazi 2012 als Mühlstein für den kommenden Wahlkampf um den Hals hängt. Die vehemente Gegenrede, die er dabei bekommt, zeigt, das die Idee einer faktenbasierten Berichterstattung und politischen Diskussion auch außerhalb der Serie auf gehörige Widerstände stößt.

 

 

Hillary Clinton: “I’m baaaaack!”

Am Sonntag steigerte sich die politische Spannung in Indianola (US-Bundesstaat Iowa) ins schier Unermessliche. Rund 10.000 Zuschauer waren gekommen, dazu 200 Pressevertreter. Warum? Bill und Hillary Clinton drehten Steaks um und aßen diese anschließend. US-Politik kann faszinierend sein.

Ach so: Bei der vom demokratischen Senator Tom Harkin veranstalteten Brutzel-Party begrüßte Hillary Clinton das Publikum nicht nur mit den verheißungsvollen Worten “I’m baaaaack!”. Sie sagte auch, dass sie in der Tat über eine erneute Kandidatur für das Weiße Haus im Jahr 2016 nachdenke. ”Heute bin ich aber wegen den Steaks hier.” Die Menge jubelte frenetisch, Clinton lachte. Unsicherheit sieht anders aus.

Hier gibt es das passende Video dazu.

Die schrecklich netten Palins

Bleibt eine streitbare Politikerin: Sarah Palin

Es begann als eine Geburtstagsfeier für Schneemobilfahrer – und endete   in einer Schlägerei mit Mitgliedern der Familie von Sarah Palin. Die Polizei untersucht noch, wie es zu dem Vorfall am Samstag in Anchorage (Alaska) gekommen ist, so oder so steht aber fest: Der Vorfall lässt die ehemalige Gouverneurin des nördlichsten US-Bundesstaats und republikanische Vizepräsidentschaftskandidatin von 2008 erneut in einem schlechten Licht erscheinen.

Wie kam es zu der Schlägerei? Der “New York Times” zufolge begann das Fest als eine Geburtstagsfeier für die Zwillingsbrüder Matt und Marc McKenna; letzterer ist ein bekannter Schneemobilrennfahrer. Die Gäste tanzten, eine Live-Band spielte, die Stimmung war ausgelassen. Das änderte sich, als die Palin-Familie mit einer Hummer-Limousine aufkreuzte.

Augenzeugen zufolge stieg Palins bereits betrunkener Sohn Track aus dem Geländewagen und stürzte sich auf einen ehemaligen Freund seiner Schwester Willow, der ebenfalls zu der Party eingeladen war. Ein Streit brach aus, es folgte ein wüstes Handgemenge, bei dem Palin-Tochter Bristol und auch Ehemann Todd mitmischten. Die Schlägerei endete erst, als der Palin-Clan das Gelände verlassen musste.

Der “New York Times” zufolge ließ Sarah Palin vom Auto aus wüste Beschimpfungen los und schrie: “Wisst Ihr nicht, wer ich bin?” Einer der Gäste konterte mit dem Satz: ”Das hier ist keine verdammte Hillbilly-Reality-Show!” Palin hat sich bislang nicht zu dem Vorfall geäußert.

Was Du über die “Midterms” wissen musst

Während wir uns vom Schock der zweistelligen AfD-Ergebnisse erholen und gespannt nach Schottland schauen, laufen in den USA die Wahlkampfmaschinen der Republikaner und Demokraten heiß. Am 4. November sind Halbzeitwahlen, kurz “the Midterms”.

Viel steht auf dem Spiel: ein Drittel (36) der 100 Sitze im Senat wird möglicherweise neu besetzt. Gleichzeitig werden alle 435 Abgeordneten des Repräsentantenhauses (neu?) gewählt. Satte 36 von 50 Governeursposten werden vergeben. Im Vergleich dazu klein, aber fein: auch die Bürgermeister von Washington DC, San Diego, Newark und New Orleans stehen zur Wahl.

Die meiste Aufmerksamkeit richtet sich in den US Medien auf den Senat. Von den umkämpften Sitzen halten derzeit die Demokraten 21, die Republikaner 15. Wo sonst im bipolaren Parteiensystem in den USA selten Einigkeit herrscht, gehen Beobachter beider Seiten davon aus, dass die Demokraten mit herben Verlusten rechnen müssen. Die Republikaner haben dagegen gute Chancen, die Mehrheit im Oberhaus des Kongresses zu erobern und damit beide Häuser zu kontrollieren.

Die erste – innerparteiliche – Hürde hat die GOP dabei schon genommen: in allen 13 Staaten, in denen sich republikanische Amtsinhaber Herausforderern der Tea Party gegenüber sahen, konnten sich die Senatoren durchsetzen. Der gemäßigte Flügel der Partei geht damit gestärkt in die Wahlen.

Wie stark die Republikaner wirklich sind, kann natürlich niemand voraussagen. Nate Silver wäre aber nicht Nate Silver, wenn er es nicht versuchen würde. Seine Zahlen lassen die Demokraten hoffen. Zwar sieht auch er die Republikaner durch die Bank in allen Umfragen vorne. In den umkämpften Staaten (“purple states”) stellt er aber leichte Vorteile für die demokratischen Kandidaten fest.

Photo Credit: VJnet via Compfight cc

“Ich dachte, es wäre Beyoncé”

“Ich verstehe das”: US-Präsident Barack Obama und Beyoncé-Fan Madison.

Kinder bleiben für US-Präsidenten immer eine Herausforderung. In der US-Hauptstadt Washington zeigte sich das bei einem Schulbesuch von Barack Obama. Als er mit einem jungen Mädchen namens Madison einige Rucksäcke für obdachlose Kinder bestückte, verriet sie ihm, wen sie sich eigentlich als Spezialgast gewünscht hatte: Popsängerin Beyoncé. Obama gab sich verständnisvoll. “Ich verstehe das.” Bei seinen Töchtern wäre das sicherlich genauso gewesen.

Doch Madison legte nach. “Dann wurde mir klar, dass Sie es sein würden – und das war noch besser.” Auch dieses Mal reagierte der Demokrat auf humorvolle Art. “Ich rechne es Dir hoch an, dass Du das vor der Presse sagst. Ich weiß aber, dass es nicht stimmt”, sagte er augenzwinkernd zu Madison.

Der eigentliche Rückschlag für den Staatschef kam jedoch von First Lady Michelle Obama, die wenige Meter von ihrem Ehemann entfernt stand. Sie sagte lapidar: “Ich würde auch lieber Beyoncé sehen.”

Wir fühlen mit Ihnen, Mr. President.

Carney und McCain zoffen sich bei CNN

Bleiben wohl Gegner: Jay Carney (l.) und John McCain.

Im Juni teilte Jay Carney mit, sein Amt als Sprecher von US-Präsident Barack Obama aufzugeben. Nun ist der ehemalige “Time”-Journalist zurück in der politischen Arena. CNN gab bekannt, dass Carney zukünftig als Kommentator für den TV-Sender arbeiten werde. ”Ich bin begeistert, mich CNN in einer Zeit anschließen zu können, in der in der Nation und in der Welt so viel passiert”, teilte der 49-Jährige mit. Seinen ersten Auftritt hatte Carney am Mittwochabend (Ortszeit), als er Obamas Rede an die Nation analysierte.

Der zugeschaltete Senator John McCain ist von Carneys Seitenwechsel wohl nicht überzeugt. Der Republikaner lieferte sich mit dem einstigen Regierungssprecher ein aggressives Wortduell. Hier das Video:

“Wie cool ist das denn!”

US-Präsident Barack Obama im Stonehenge-Steinkreis

Politische Entzauberung trifft auf historische Entzauberung: Nach dem Ende des Nato-Gipfels im walisischen Newport machte US-Präsident Barack Obama einen Ausflug zum Steinkreis Stonehenge in Südwestengland. Obamas Kommentar: “Wie cool ist das denn!”. Nun könne er Stonehenge endlich von seiner Lebensliste streichen.

Cantor wechselt an die Wall Street

Eric Cantor fällt nach dem Verlust seiner Spitzenposition im US-Kongress weich. Der zurückgetretene Mehrheitsführer der Republikaner im Repräsentantenhaus wechselt an die Wall Street in New York. Bei der Investmentbank Moelis & Company dürfte den 51-Jährigen ein stattliches Gehalt erwarten. Cantor soll Vizechef und Mitglied des Verwaltungsrats werden sowie die Großkunden der Bank “strategisch beraten”.

Obamas Anzug twittert jetzt

Es ist eine Nachricht, die wir nicht unter den Tisch fallen lassen wollen. US-Präsident Barack Obama hat jetzt einen twitternden Anzug. Ja, richtig gelesen. Obama, Anzug, auf Twitter. Am Donnerstag beantwortete Obama in einem braungrauen Anzug die Fragen der Reporter im Weißen Haus zu den Konflikten in der Welt. In den sozialen Medien gab es jedoch nur ein Thema: den “Tan Suit”. Darunter versteht man in den USA einen taupefarbenen Sommeranzug.

Auf Twitter gab es bereits während der Pressekonferenz zahlreiche spöttische Kommentare. ”Taupe und Change”, hieß es etwa in Anlehnung an Obamas Wahlkampfslogan “Hope and Change” (Hoffnung und Wandel) aus dem Jahr 2008. Kurze Zeit später verfügte der Anzug gar über einen eigenen Twitter-Kanal.

Maya Rhodan vom “Time”-Magazin schrieb beispielsweise: “Obama ist angezogen wie mein Großvater am Sonntag in der Kirche.” Jenni Avins von der Webseite “Quartz” fragte: “Ist Obama auf dem Weg zu einer Sommerhochzeit?”

Obama trägt in der Regel dunkle Anzüge, taupefarbene Sommeranzüge fallen daher stets auf. Dass er auf diese von nun an verzichtet, ist unwahrscheinlich. Ein Obama-Berater sagte nach der Pressekonferenz zur “USA Today”-Journalistin Susan Page: “Er liebt diesen Anzug.”

Vox.com – die abgebrochene Revolution?

Kaputt. Langweilig. Veraltet. Wenn es um den aktuellen Zustand des Journalismus geht, greifen Kritiker gerne in die Vollen. In vielen Diskussionen in Deutschland finden sich Verweise auf die Situation der US-Medien. Zwei Namen fallen dann besonders häufig: Ezra Klein und Nate Silver. Klein gelang mit politischen Kolumnen für die “Washington Post” ein erstaunlicher Aufstieg. Silver ist der wohl bekannteste Statistiker und Wahlforscher der USA. Dem langjährigen “New York Times”-Blogger Silver gelang des Kunststück, bei der Präsidentschaftswahl 2012 in allen fünfzig Bundesstaaten die Ergebnisse richtig vorauszusagen.

Mittlerweile haben sich beide von ihren jeweiligen Verlagen gelöst und versuchen, mit eigenen Webseiten erfolgreich zu sein. Der US-Sender ESPN übernahm im Juli 2013 Silvers Blog “Five Thirty Eight” (“538″) und machte den Mittdreißiger zum Chefredakteur.

Klein gründete - begleitet von regem Medieninteresse – vor rund fünf Monaten Vox.com. Die mit großen Ambitionen gestartete Webseite liegt zwar bei den Klickzahlen vor “538″, sie leidet aber noch immer unter Startschwierigkeiten. “Vielen Journalisten und Nachrichtenchefs fehlen die Gründe, um zu verstehen, was ‘Vox’ von anderen Webseiten unterscheiden soll”, schreibt “Politico” in einer lesenswerten Analyse.

Der ehemalige “New York Times”-Journalist Bill Keller, der mittlerweile die journalistische Organisation “The Marshall Project” leitet, sagte zu “Politico”: “Ich weiß, warum mich NYTimes.com (für Nachrichten und Meinungsbeiträge) [...] oder ‘Politico’ (Politik) interessieren. Bei ‘Vox’ und ’538′ [...] geht es nicht um Themen, es geht darum, wie man auf die Themen blickt. Der Grund für die Wirkung [der beiden Webseiten] ist nicht so klar.” Nun gehe es darum herauszufinden, wie die Nutzer am ehesten zu binden seien: durch eine Verbreitung in den sozialen Netzwerken oder durch eine starke Marke.

“‘Vox’ existiert seit ungefähr fünf Minuten”, sagte Keller zu “Politico”. “Ezra Klein ist ein kluger Typ, der von anderen klugen Leuten umgeben ist. Es ist noch zu früh, sie abzuschreiben.”

 

Bitte lächeln!

“Glaube an die Herrschaft des Rechts”: Rick Perrys Polizeifoto.

Ein “Mugshot” von einem US-Gouverneur, das sieht man nicht alle Tage. Es scheint so, als ob der Republikaner Rick Perry das bekannte Polizeiprozedere ziemlich gelassen hingenommen hat. Nachdem der texanische Regierungschef in der vergangenen Woche wegen Amtsmissbrauch angeklagt wurde, kündigte er an, sich der Polizei zu stellen. Er tat dies am Freitag in der Hauptstadt Austin. “Ich bin heute hier, weil ich an die Herrschaft des Rechts glaube”, sagte Perry der “Los Angeles Times” zufolge vor dem Betreten des Polizeigebäudes.

Die Anklage ist in den USA umstritten. Die “New York Times” bezeichnete sie als falsch, David Axelrod, ein enger Vertrauter von US-Präsidenten Barack Obama, nannte sie auf Twitter “dürftig”.

Nach Anklage: Rick Perry stellt sich

Der Druck auf Rick Perry wächst. Wegen Amtsmissbrauchs und Nötigung ist der texanische Gouverneur angeklagt worden. Der Republikaner, der als möglicher Präsidentschaftsbewerber 2016 zählt, soll versucht haben, mit einer Veto-Drohung die demokratische Staatsanwältin Rosemary Lehmberg zum Rücktritt zu zwingen. Nun berichtet der TC-Sender CBS, dass sich Perry der Polizei stellen will.

Konkret heißt das, dass Perry zur formellen Bearbeitung der Anklage durch die Behörden seine persönliche Informationen angeben muss. Dabei werden auch seine Fingerabdrücke genommen und Fotos (“Mugshots”) gemacht. Die Gegner des Republikaners dürften sich bereits die Hände reiben.

Die Anklage ist in den USA umstritten. Die “New York Times” bezeichnete sie als falsch, David Axelrod, ein enger Vertrauter von US-Präsidenten Barack Obama, nannte sie auf Twitter “dürftig”. Perry selbst wies die Anschuldigungen zurück. “Diese Anklage läuft auf nichts anderes hinaus als Machtmissbrauch und ich kann und werde nicht zulassen, dass so etwas passiert”, sagte er auf einer Pressekonferenz.

Obama: “Ich muss sehr vorsichtig sein”

Die Krawalle in der Stadt Ferguson nach den tödlichen Schüssen eines Polizisten auf den schwarzen Teenager Michael Brown sind ein Symbol für das bis heute wohl größte Reizthema der USA: die Hautfarbe. Präsident Barack Obama hat in dem Konflikt offensive Worte bislang vermieden. Während einer Pressekonferenz im Weißen Haus sagte er: “Ich muss sehr vorsichtig sein, die Geschehnisse [in Ferguson] vor dem Abschluss der Untersuchungen nicht vorschnell zu beurteilen.”

So bewerten die Medien Obamas Rolle in dem Konflikt:

Die “L.A. Times” analysiert die Hintergründe von Obamas Ferguson-Strategie.

Das “Time“-Magazin vermutet, dass der Präsident versuchen wird, eine Reise nach Ferguson zu verhindern.

Die “New York Times” geht auf die vergleichbare Tragödie um den 2012 in Florida erschossenen Trayvon Martin ein.

Die Nachrichten-Webseite “The Daily Beast” ordnet die zögerliche Reaktion des Demokraten in einen historischen Kontext ein.

Die Politik-Webseite “Politico” erläutert die politischen Motive hinter der Reaktion des Weißen Hauses.

Ebenfalls auf “The Daily Beast” ist ein lesenswerter Artikel zu finden, der erklärt, wie sich Obama – allen aktuellen Annahmen zum Trotz – um junge Afroamerikaner kümmert.

Der TV-Sender “Fox News” kritisiert Obama dafür, die Gewalt in Ferguson nicht explizit verurteilt zu haben.

Für die “Süddeutsche Zeitung” ist Obama im Ferguson-Konflikt ein “farbloser Präsident”. (Eine verunglückte Überschrift für einen ansonsten ausgewogenen Text.)