Rubio kandidiert – und attackiert Clinton

“Gestern ist vorüber”: Marco Rubio während seiner Rede in Miami.

Der Republikaner Marco Rubio hat angekündigt, im kommenden Jahr bei der US-Präsidentschaftswahl antreten zu wollen. “Ich kann als Präsident einen Unterschied machen”, sagte der Senator aus Florida in Miami. Der 43-Jährige versprach, als Staatschef ein “neues amerikanisches Jahrhundert” einzuläuten. Rubio ist nach Ted Cruz und Rand Paul der dritte Konservative, der sich das Ticket der Konservativen sichern will.

Am Sonntag hatte Ex-Außenministerin Hillary Clinton angekündigt, für die Demokraten zur Wahl 2016 antreten zu wollen. Rubio nannte sie in Miami vor einer jubelnden Menge eine “gestrige Politikerin” mit veralteten Ansichten. “Gestern ist vorüber – und wir gehen nicht zurück.”

Zehn Fakten zu Clintons Kampagne

Pfeil nach rechts: So sieht die Facebook-Seite von Hillary Clintons Kampagne aus.

Nun kann der Wahlkampf beginnen. Hillary Clinton hat entschieden, es noch einmal zu wagen. Die Ex-Außenministerin will erste US-Präsidentin werden. Mit einem YouTube-Video verkündete Clinton ihre Kandidatur, wenig später folgten Nachrichten auf Twitter (auch von Tochter Chelsea) und auf Facebook. Mittlerweile ist Clinton in den Bundesstaat Iowa unterwegs, wo Anfang 2016 die erste Vorwahl stattfindet.

Hier die zehn wichtigsten Fakten zur Kampagne:

1. Das veröffentlichte YouTube-Video (“Getting Started”) gilt als Startschuss der Kampagne. Kurz vorher verschickte John Podest, der Chef von Clintons Wahlkampfteam, eine E-Mail an potenzielle Spender und Unterstützer.

2. Der Clip ist 2 Minuten und 19 Sekunden lang. Es dauert jedoch eine Minute und 31 Sekunden, bis Clinton zum ersten Mal ins Bild kommt. Der Unterschied zum Kampagnenstart im Jahr 2007 könnte nicht größer sein.

3. Eine große Rede zum Wahlkampfauftakt hat Clinton wohl erst im Mai geplant. Der Tageszeitung “Washington Post” zufolge will sich die Demokratin in Iowa vor allem in kleinen Runden mit Wählern unterhalten.

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4. Mit dieser Zurückhaltung will Clinton aus den Fehlern bei ihrer gescheiterten Präsidentschaftskandidatur im Jahr 2008 lernen. Damals vermittelte sie den Eindruck, dass ihr als “unvermeidbare Kandidatin” die Nominierung zustehe. Der damalige Senator Barack Obama nutzte das aus und zog im parteiinternen Vorwahlkampf an Clinton vorbei.

5. Das Online-Magazin “Politico” berichtete, dass Clinton ihre Kampagne auf die wirtschaftlichen Sorgen der Mittelschicht und ihre Rolle als Vorkämpferin für die Sache der Frauen zuschneiden will.

6. Neben Iowa dürfte Clinton in der kommende Woche auch den Bundesstaat New Hampshire besuchen. Dort findet traditionell ebenfalls eine frühe Vorwahl abhält.

7. Clintons Wahlkampfmanager heißt Robby Mook. Der 35-Jährige ist die Nummer zwei der Kampagne – hinter Podesta. Mook gilt als Datenexperte. Er ist der britischen Tageszeitung “The Guardian” zufolge der erste offen schwule Wahlkampfmanager in der US-Geschichte. Sein mutmaßlicher Twitter-Kanal gilt als ausbaufähig.

8. Clintons Mitarbeiter haben ihr Kampagnenhauptquartier im New Yorker Stadtteil Brooklyn bezogen.

9. Die “New York Times” bezifferte die anvisierten Kosten von Clintons Wahlkampf unter Berufung aus das Umfeld der Politikerin auf über 2,5 Milliarden Dollar (2,3 Milliarden Euro).

10. Clintons offizieller Kampagnenstart bedeutet das Ende des Super-PAC “Ready for Hillary“. Von nun an gilt es, die Öffentlichkeit mit einer einheitlichen Botschaft zu überzeugen.

Republikaner starten “Stop Hillary”-Kampagne

Wenig überraschend: Die Republikaner nehmen Hillary Clinton ins Visier.

Die Republikaner haben mit scharfen Attacken auf die beginnende Präsidentschaftskampagne von Hillary Clinton reagiert. Potenzielle Rivalen der Konservativen im Rennen um das Weiße Haus nahmen die Ex-Außenministerin ins Visier. Jeb Bush schrieb der “Washington Post” zufolge in einer E-Mail an Spender: “Es ist an uns, sie zu stoppen.” Zuvor hatte er bereits Clintons Außenpolitik kritisiert. Ted Cruz sprach von einer “verfehlten Politik der Vergangenheit”, Rand Paul bezeichnete Clinton als “schlimmsten Teil der Washington-Maschine”.

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Im Internet starteten die Konservativen eine “Stop Hillary”-Kampagne. Die Partei sucht auf ihrer Webseite GOP.com 100.000 Anhänger, die sich im Wahlkampf gegen Clinton engagieren. In einem entsprechenden YouTube-Video wird unter anderem ihre jüngste E-Mail-Affäre thematisiert. Parteichef Reince Priebus stellte Clinton in der Tageszeitung “USA Today” als nicht vertrauenswürdig dar.

“I’m Ted Cruz and I approve this message”

Republikanisches Familienidyll: Szene aus dem Spot “Blessing”.

Der Republikaner Ted Cruz hat die Saison der Kampagnen-Spots für die Präsidentschaftswahl 2016 eingeläutet. Es scheint so, als ob sich der erzkonservative Senator aus Texas mit dem YouTube-Clip “Blessing” früh die Aufmerksamkeit von Anhängern des rechten Flügels seiner Partei sichern will.

Tanzkurs mit Michelle Obama, Teil zwei

Eingespieltes Duo: Jimmy Fallon tanzt “den Barack Obama”, Ehefrau Michelle ist ungehalten.

Mittlerweile wurde das Video auf YouTube fast 22 Millionen Mal angeklickt: Im Februar 2013 ließ es sich First Lady Michelle Obama nicht nehmen, mit einem Tanzduell (“The Evolution Of Mom Dancing”) in der damaligen NBC-Sendung “Late Night with Jimmy Fallon” auf ihre Bewegungsinitiative “Let’s move!” hinzuweisen.

Nun haben sich Fallon, seit Februar 2014 Gastgeber der “Tonight Show”, und Amerikas ”Mom in Chief” erneut auf dem Parkett getroffen. Sie brauchen noch Tanzideen für die nächste Party? Wie wäre es mit der ”Zieh eine Tüte aus der Sammlung von Plastiktüten unter der Spüle”-Bewegung?

“West Wing Week” feiert Geburtstag

Vor fünf Jahren begann das Weiße Haus damit, die wöchentlichen Aktivitäten von Präsident Barack Obama in einem Video-Blog festzuhalten. Die YouTube-Serie “West Wing Week”, erzählt von Obamas Sprecher Josh Earnest, hat sich zu einem beachtlichen Erfolg im Internet entwickelt. Zum fünften Geburtstag blicken Obama und die “West Wing Week”-Macher zurück.

“Buzzfeed” zieht ins Weiße Haus ein

Mächtige Kästchen: die neue Sitzstruktur im Briefing Room des Weißen Hauses.

Es sind, zumindest aus journalistischer Sicht, 49 legendäre Plätze. So viele Sitzmöglichkeiten gibt es im Briefing Room des Weißen Hauses. Dort informiert der Sprecher des US-Präsidenten die Medienvertreter fast täglich über die wichtigsten Ereignisse und die Ansichten der Regierung. Auf den Sitzen stehen die Namensschilder der wichtigsten US-Medien – mit einer Ausnahme. Der Platz in der vierten Reihe links außen ist für die ausländischen Korrespondenten („Foreign Press Group“) reserviert. Lange gab es für Ausländer nur Stehplätze. Erst 2011 änderte die “White House Correspondents’ Association” diese Regel.

Nun hat es erneut eine Veränderung der Sitzstruktur gegeben. Die Tageszeitung “USA Today” und das Internetportal “Politico” berichteten, dass die Webseite “Buzzfeed” und der arabische Nachrichtensender Al Jazeera ab sofort Plätze haben. Jedoch müssen sie diese mit dem Medienkonzern Scripps (“Buzzfeed”) und der Tageszeitung “Chicago Sun-Times” (Al Jazeera) teilen. Gleichzeitig rückt die politische Webseite “The Hill” eine Reihe nach vorn, die Zeitung “The New York Daily News” hat das Nachsehen.

Erst vor Kurzem hatte “Buzzfeed” Präsident Barack Obama für ein Interview und einen viel beachteten viralen Clip gewinnen können.

Strg + A + Entf

Kein Geheimnis mehr: Hillary Clinton würde gern Barack Obamas Nachfolgerin werden.

In Hillary Clintons E-Mail-Affäre gibt es neue Vorwürfe. Anscheinend hat die Ex-Außenministerin und potenzielle Präsidentschaftskandidatin der Demokraten alle Korrespondenz auf ihrem persönlichen Rechner gelöscht.

Das zumindest teilte der Republikaner Trey Gowdy mit. Der Vorsitzende eines Kongress-Ausschusses berief sich auf Angaben von Clintons Anwalt David Kendall. Der “New York Times” zufolge verteidigte dieser das Vorgehen der ehemaligen Außenministerin aber als  legitim. Gowdy dagegen sprach von einem bisher beispiellosen Vorgang.

Jüngst war bekannt geworden, dass Clinton als Chefdiplomatin der Vereinigten Staaten ausschließlich eine private E-Mail-Adresse für ihre dienstlichen Korrespondenzen benutzte. Nach öffentlichem Druck gab Clinton schließlich 30.000 Korrespondenzen heraus – die jedoch von Mitarbeitern aussortiert waren. Gowdy zufolge löschte Clinton im Anschluss den Rest.

“The Rock Obama” räumt auf

Ziemlich wütend: “SNL”-Darsteller Jay Pharoah als Barack Obama.

Für den Schauspieler Dwayne Johnson ist es längst zu einer Art Kultrolle geworden. In der Comedy-Sendung “Saturday Night Live” (“SNL”) tritt der Ex-Wrestler regelmäßig als muskelbepacktes Ebenbild von Präsident Barack Obama auf. In der jüngsten Ausgabe der legendären NBC-Show zeigte Johnson erneut, was passiert, wenn man Obama “sehr wütend macht”.

Hier das Video:

“Obamacare”-Protest wird zum Fiasko

“Erzählen Sie Ihre Geschichte”: Webseite von Cathy McMorris Rodgers.

Die US-Republikaner verachten die Gesundheitsreform. Für die Konservativen ist das wohl wichtigste innenpolitische Projekt von Präsident Barack Obama eine Beschneidung bürgerlicher Freiheitsrechte und eine Belastung der Wirtschaft. Obama, der den Affordable Care Act vor fünf Jahren unterzeichnete, sieht das naturgemäß anders. “Familien und Unternehmen sparen mit diesem Gesetz Geld”, sagte der Staatschef jüngst. Außerdem rette die Reform Leben. Das Gesetz “funktioniert”, befand Obama, trotz der “unzähligen Versuche” der Republikaner, es “zu diffamieren”.

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Die Kongressabgeordnete Cathy McMorris Rodgers ist eine besonders erbitterte Gegnerin von “Obamacare”. Als Vorsitzende der House Republican Conference ist die evanglikale Christin zurzeit die mächtigste Republikanerin im Kongress. Nun wollte Rodgers einen Online-Protest gegen die Reform entfachen. Das Gesetz sei ”zerstörerisch”, so Rodgers. “Erzählen Sie Ihre Geschichte, damit ich besser verstehen kann, wie groß Ihre Probleme sind”, schrieb die 45-Jährige auf ihrer Webseite und auf Facebook. Doch der Aufruf entwickelte sich zum Fiasko.

Es dauerte nicht lange, bis auch die Befürworter der Reform auf den Aufruf aufmerksam wurde. Viele Nutzer beschrieben die positiven Auswirkungen des Gesetzes. Familienangehörige seien endlich versichert und könnten nun ein besseres Leben führen. Gleichzeitig wurde massive Kritik an Rodgers und ihrer Partei laut. Die Webseite “Vox.com” schrieb: “Das ist ein Lehrstück in der Nutzung sozialer Medien.”

Supreme Court prüft “Obamacare” noch immer

Der Affordable Care Act hatte den Kongress im März 2010 nach heftigem politischen Streit passiert und trat im Oktober 2013 in Kraft. Im Zentrum steht die Pflicht aller Bürger, sich bei einer Krankenkasse zu versichern – sonst droht eine Strafzahlung. Geringverdiener erhalten staatliche Zuschüsse für den Kauf einer Versicherung. Die Folgen: Die Zahl der Amerikaner ohne Krankenversicherung sank um 16,4 Millionen. Der Anteil der Unversicherten ging von 20,3 auf 13,2 Prozent zurück.

Der Oberste Gerichtshof erklärte die Versicherungspflicht im Juni 2012 zwar für verfassungskonform. Derzeit prüft der Supreme Court jedoch, ob die staatlichen Beihilfen für Versicherte rechtlich gedeckt sind. Im Juni wird mit einer Entscheidung gerechnet.

Ted Cruz und der falsche Geburtsort

War da was? Seine kanadische Vergangenheit ist Ted Cruz eher unangenehm.

Als erster Republikaner hat Ted Cruz seine Kandidatur für das Präsidentenamt bei den Wahlen 2016 bekanntgegeben. Via Twitter veröffentlichte der texanische Senator eine kurze Botschaft und ein erstes Kampagnenvideo.

Der 44-Jährige sagte, er wolle den Respekt der Wähler verdienen. Nun drängt sich eine Frage auf: Darf der Erzkonservative überhaupt antreten? Schließlich wurde Cruz am 22. Dezember 1970 im kanadischen Calgary geboren. Sein Vater arbeitete dort für die Ölindustrie. Der US-Verfassung zufolge muss ein Präsidentschaftskandidat jedoch ein “Bürger von Geburt an” sein.

Für Cruz stellt sein Geburtsort kein politisches Problem da. Bereits 2013 sagte er zur Tageszeitung “The Dallas Morning News”, dass er gar nicht gewusst habe, eine kanadische Staatsbürgerschaft zu haben. Vorsichtshalber gab er diese im vergangenen Jahr zurück.

Der Tea-Party-Liebling, dessen vollständiger Name Rafael Edward Cruz lautet, wuchs in Texas auf, erlangte seinen College-Abschluss in Princeton und studierte anschließend Jura in Harvard. Cruz leitet die Berechtigung für seine Kandidatur vor allem von seiner in Amerika geborenen Mutter ab.

Aus rechtlicher Sicht ist Cruz’ Kandidatur wohl nicht zu beanstanden. Gibt es trotzdem einen Rest Unsicherheit? Ja, den gibt es. Denn der US-Verfassung zufolge muss jeder Kandidat für das Präsidentenamt 35 Jahre alt, seit 14 Jahren in den Vereinigten Staaten wohnhaft und ein “natural born citizen” sein, also ein Bürger von Geburt an.

Bereits 2008 war der Geburtsort ein heiß diskutiertes politisches Thema in den USA. Vor allem die – teils von den Konservativen instrumentalisierten – Diskussionen über die Geburtsurkunde des damaligen demokratischen Kandidaten Barack Obama sorgten für erbitterten Streit zwischen den Parteien. Der heutige Staatschef wurde 1961 in Honolulu (Bundesstaat Hawaii) geboren, seine Mutter war US-Bürgerin, sein Vater stammte aus Kenia.

Supreme Court muss noch entscheiden

Auch Obamas damaliger Gegner John McCain musste sich Fragen über seinen Geburtsort gefallen lassen. Der republikanische Senator kam 1936 auf einer US-Militärbasis in der Panamakanalzone zur Welt. Erst eine Senatsresolution stellte im April 2008 fest, dass McCain ein US-Bürger von Geburt an sei und zur Wahl antreten dürfe.

Die damaligen und aktuellen Diskussionen haben einen gemeinsame Kern. Die US-Verfassung gibt nur eine vage Definition eines “natural born citizen”. 2008 einigten sich amerikanische Rechtsexperten deshalb auf Folgendes: Die US-Staatszugehörigkeit muss mit der Geburt erfolgen und darf nicht erst über eine Einbürgerung erlangt werden. Cruz ist dieser Definition zufolge in der Lage, als Präsident zu kandidieren – seiner Mutter sei Dank.

Trotzdem bleiben Zweifel. Und das liegt am Supreme Court. Als letzte Instanz in Verfassungsfragen ist es dem Obersten Gerichtshof überlassen, einen Schlussstrich unter die Diskussion um die US-Staatsbürgerschaft qua Geburt zu ziehen.

Ex-Außenministerin Hillary Clinton, die der “New York Times” zufolge ihre Kandidatur für die Demokraten im April bekanntgeben will, kann die Debatten sorgenfrei verfolgen. Sie erblickte im Oktober 1947 in Chicago im Bundesstaat Illinois das Licht der Welt.

“Time” zeigt Hillary Clinton als Teufelin

Wirklich nur ein M? Das aktuelle “Time”-Cover.

Für viele Republikaner dürfte es schlicht die Wahrheit über Hillary Clinton sein. Das Cover der neuen Ausgabe des US-Magazins “Time” lässt bei der wahrscheinlichen Präsidentschaftsbewerberin der Demokraten für die Wahl 2016 vermeintliche Teufelshörner erkennen. Zu sehen ist eine schwarze Silhouette der Ex-Außenministerin, darüber prangt der “Time”-Schriftzug. Die beiden Bogen des Buchstaben M bilden dabei zwei kleine Hörner.

“Fällt Ihnen irgendetwas Komisches am neuen ‘Time’-Cover auf?”, schrieb das konservative Magazin “National Review” auf Twitter. Die Frage sei nun, ob es sich um eine ”Entgleisung von Photoshop” oder eine “subtile Erklärung der Redaktion” handele. Auch andere Medien diskutieren über das Cover.

Doch “Time” hielt dagegen. Das Magazin veröffentlichte eine Übersicht mit über 30 weiteren Cover-Aufnahmen der vergangenen Jahre. Dort sind auch Papst Franziskus, Microsoft-Gründer Bill Gates und Ex-Präsident Bill Clinton mit vermeintlichen Teufelshörnern zu sehen.

In seiner neuesten Ausgabe analysiert “Time” die Auswirkungen von Hillary Clintons jüngster E-Mail-Affäre. Dabei geht es um die Verwendung eines privaten E-Mail-Kontos für dienstliche Zwecke während ihrer Zeit als Außenministerin. Clinton erklärte jüngst, dass die Nutzung des privaten Kontos ein Fehler gewesen sei. Das Außenministerium verfüge über rund 55.000 ausgedruckte Seiten mit Mail-Nachrichten. Es gehe nun darum, diese schnellstmöglich zu veröffentlichen.

“Wie bringt man Obamas Augen zum Leuchten?”

Entspannter US-Präsident: Barack Obama scheint keine Probleme mit fiesen Tweets zu haben.

Barack Obama weiß, wie man sich als Prominenter im Internet präsentieren muss. Zuletzt bewies der US-Präsident das mit einem Clip für die Webseite “Buzzfeed”, der auf Facebook eine enorme virale Verbreitung erfuhr. Rund 50 Millionen Mal wurde das Video dort aufgerufen. Nun hat der 52-Jährige bewiesen, dass er auch über Sticheleien in fiesen Twitter-Nachrichten lachen kann – sogar wenn es um sein Äußeres geht. Obama machte bei der auf YouTube populären Kategorie “Mean Tweets” der US-Talkshow von Moderator Jimmy Kimmel mit.

Bei “Mean Tweets” lesen Prominente gehässige Nachrichten über sich selbst vor. “Gibt es irgendeine Möglichkeit, Obama zu einem Golfplatz um die halbe Welt zu fliegen und ihn einfach dort zu lassen?”, heißt es in einem Tweet, den der Demokrat vorlas. “Ich denke, das ist eine großartige Idee”, sagte der passionierte Golfer.

Ein anderer Nutzer schrieb: “Wie bringt man Obamas Augen zum Leuchten? Scheine mit einer Taschenlampe in seine Ohren.” Da musste sogar Obama lachen. “Ich finde, der ist ziemlich gut”, sagte der 52-Jährige.

Seit geraumer Zeit wird Obama wegen vermeintlich schlecht sitzender Jeans (“dad jeans”) aufgezogen – auch dazu gab es einen Tweet: ”Ich finde es ok, wenn der Präsident Jeans trägt. Aber ich finde es nicht ok, wenn der Präsident SOLCHE Jeans trägt”, las Obama vor. Moderator Jimmy Kimmel ließ es sich nicht nehmen, den Clip in einer typischen “Obama-Jeans” zu beenden.

Auf YouTube wurde die Obama-Ausgabe von “Mean Tweets” innerhalb eines Tages rund 3,1 Millionen Mal angesehen.