2017 Donald Trump

Trumps attackieren Comey – Sohn macht Fehler

US-Präsident Donald Trump hat, nicht ganz überraschend, einen neuen Erzfeind: James Comey.

Der von Trump geschasste FBI-Chef hatte am Donnerstag vor dem Geheimdienstausschuss des Senats ausgesagt und den Staatschef als Lügner dargestellt. Dabei untermauerte Comey Vorwürfe einer Einflussnahme Trumps auf die Russland-Ermittlungen des FBI. Die Behörde untersucht potenzielle Verbindungen zwischen Trumps Wahlkampfteam und Moskau.

Hier Comeys Aussagen in voller Länge:

Via Twitter schlug Trump nun zurück. Er schrieb: „Ich denke, dass die Leaks von James Comey eine noch viel grössere Bedeutung bekommen, als alle sich jemals vorstellen konnten. Vollkommen illegal? Sehr ‚feige!'“

Bereits am Samstag hatte Sohn Donald jr. den Ex-FBI-Chef attackiert. Im Interview mit dem Fernsehsender Fox News sagte er: „Ich denke, er {James Comey} hat sich als Lügner in all dem zu erkennen gegeben. Ich denke, er hat sich als unehrlicher Mann mit einem schlechten Charakter zu erkennen gegeben.“

Doch Trump, der erkennbar wütend war, könnte während des Interviews ein schwerwiegender Fehler unterlaufen sein. Wie unter anderem die Politik-Webseite „Axios“ und das „New York Magazine“ berichten, bestätigte der 39-Jährige scheinbar einen Teil von Comeys Aussage.

Trump sagte: „Wenn mein Vater dir sagt, etwas zu tun, gibt es keine Doppeldeutigkeit. Kein ‚Hey, ich hoffe, wir sind Freunde. Ich hoffe, das passiert, aber du musst deinen Job erledigen.‘ Das sagte er zu Comey.“

Das Problem: Comey zufolge bat Trump ihn darum, die Ermittlungen des FBI gegen Flynn einzustellen. Trumps Anwalt Marc Kasowitz wies die Vorwürfe umgehend zurück. Trump habe Comey nie, in welcher Art auch immer, angewiesen, Ermittlungen gegen den ehemaligen Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn oder andere einzustellen, sagte er.

Die Aussage von Donald Trump jr. könnten ein (juristisches) Nachspiel haben.

Credit: CC BY-SA 2.0

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