Darauf ein Bier!

Logo des Fake News Ale (Bild: Northern Maverick)

Haben Sie auch gefastet? 40 Tage lang? Auf Zigaretten verzichtet? Schokolade? Smartphone? Oder Bier? Wer durchgehalten hat, dem gratulieren wir an dieser Stelle.

Und zwar mit einem Gif von, na klar, Barack Obama:

via Giphy.com

 

Aber Obama ist ja nicht mehr US-Präsident. Donald Trump trifft jetzt die Entscheidungen in Mar-a-Lago im Weißen Haus. Ende April steht sein 100. Tag als Staatschef an. It’s true.

Wir hier bei “Amerika wählt” haben uns mit Trumps Wahl lange schwer getan. Aber es muss ja weitergehen. (Fünf Euro ins Phrasenschwein!)

Von daher widmen wir diesen Post gleich zwei Ereignissen: dem Ende der Fastenzeit und dem langen Kampf gegen Trumps oft unverschämter Faktenverdrehung. Bier ist dafür ein gutes Symbol, oder?

Clevere PR-Aktion

Wir wissen es ehrlich gesagt nicht. Aber folgende Nachricht war einfach zu gut, um sie nicht aufzugreifen: Die kanadische Craft-Beer-Brauerei Northern Maverick hat angekündigt, ein Fake News Ale zu verkaufen.

Leider wird es das Getränk ab Sommer nur in Ontario geben. Aber: Die Folgen der Aktion könnten gravierend sein. Denn die Brauerei will von jeder verkauften Dose fünf Prozent des Preises spenden, um eine “fragwürdige” politische Entscheidung zu revidieren.

Ob sich das Northern-Maverick-Angebot nur auf das eigene Land oder auch den Rest der Welt bezieht, ist offen. Aber die Idee an sich ist gut. Und das Logo auch.

Von daher steuern wir unseren Teil dazu bei, die clevere PR-Aktion in die unendlichen Weiten des Internets zu tragen.

In diesem Sinne: frohe Ostertage.

Das Fake News Ale gibt es ab Sommer in Ontario (Bild: Northern Maverick)

“Schadenfreude therapy”

Designierter US-Präsident: Donald Trump will im Januar ins Weiße Haus einziehen.

So, wir hier bei “Amerika wählt” mussten den Schock nach der US-Wahl erst einmal verarbeiten. Das hat einige Tage gedauert. Fakt ist: Donald Trump hat die Wahl gewonnen und ist designierter US-Präsident. Am 20. Januar, um 12 Uhr, leistet Trump den Amtseid und wird Nachfolger von Barack Obama. Der 70-Jährige wird dann 45. Staatschef der USA sein. So weit, so unerfreulich.

Erstaunlich: Bei Trumps Anhängern hat die Euphorie nicht sonderlich lange angehalten. Ein Tumblr (“Trumpgrets – schadenfreude therapy”) sammelt die Reaktionen der enttäuschten Wähler. Mehr Trost können wir zurzeit auch nicht spenden. Wobei …

Für seinen Deal zum Erhalt von Arbeitsplätzen eines Klimaanlagenherstellers hat Trump ausgerechnet Kritik von Sarah Palin bekommen. Die Ex-Gouverneurin von Alaska warnte in einem Beitrag für die Website “Young Conservatives“ (You betcha!) vor “kapitalistischer Vetternwirtschaft”.

Ob Palin jetzt noch den Sprung ins Kabinett schafft?

Auf der dunklen Seite der Macht

Willkommen im Weißen Haus: R2D2, Stormtrooper und Josh Earnest.

Die Welt ist im kollektiven “Star Wars”-Fieber. Kein Wunder, dass der Hype um die Sternensaga auch Auswirkungen auf US-Präsident Barack Obama hat. Am Freitag, kurz vor dem Start seines Weihnachtsurlaubs, kündigte er zu Beginn einer Pressekonferenz an: “Dies ist nicht die wichtigste Veranstaltung heute.” Hintergrund: Wenig später fand eine Sonderaufführung des siebten “Star-Wars“-Films “Das Erwachen der Macht” im Weißen Haus für Angehörige gefallener Soldaten statt.

Kaum hatte Obama den Saal verlassen, eroberten zwei Stormtrooper und Regierungssprecher Josh Earnest die Bühne. R2D2 dagegen schaffte es kaum in den Raum – machte aber akustisch auf sich aufmerksam.

Stormtrooper im US-Machtzentrum? Die dunkle Seite der Macht (Disney?) ist offenbar weitaus einflussreicher als bislang angenommen.

Den Film schauen wir uns natürlich trotzdem an.