Kann es ein Selfie geben, das noch inszenierter ist als das Oscar-Selfie?

Liebe Hillary,

wir können nur mutmaßen, wieviele Social Media-Berater hier involviert waren und was das Ganze gekostet hat. Dieser Tipp ist aber kostenlos: Wenn ein Videoteam Dich dabei filmt, wie Du ein Familienselfie machst, ist es kein Familienselfie mehr. Sondern eine Inszenierung.

Liebe Grüße,
Dein “Amerika wählt”-Team

PS: Man sagt nur “My dad has longer arms” wenn man die Kamera anspricht. Niemand spricht so mit seinem Vater.

PS: Genau wegen sowas spenden soviele Leute Geld für den zornigen Opa aus Vermont.

Kevin Spacey und die Wahrheit über House of Cards (Video)

An Insight, An Idea with Kevin Spacey: Kevin Spacey

Kevin Spacey hat letzte Woche am Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums teilgenommen. Für die Serie “An Insight, an Idea” wurde er unter anderem zu seiner Rolle als US-Politiker Frank Underwood befragt. Hier seine Antwort:

What I love about House of Cards is that I’ve talked to politicians who will say ‘on the one hand they’ll say, well, it’s completely fictional, your show, It’s not like that at all and then others who will say to me, oh, it’s closer to the truth than anyone would like to know.

Die Highlights des Gesprächs gibt es hier zu sehen:

Nicht mit Politikbezug, aber dennoch sehenswert ist sein Engagement für die Kevin Spacey Foundation.

Bernie Sanders – Liebling der Jugend

Bei der letzten öffentliche Debatte vor den ersten Vorwahlen in Iowa legten auch die demokratischen Kandidaten die Samthandschuhe ab und begannen sich gegenseitig zu attackieren. Hillary Clinton, Bernie Sanders und ein wenig zu Wort kommender Martin O’Malley stritten leidenschaftlich über Health Care, Waffengesetze und Steuern. Besonders Clinton wirkte dabei nicht immer so souverän, wie man es von ihr gewohnt ist. Vor allem eines kann sie sich anscheinend nicht erklären: Warum bekommt Bernie Sanders, der “Großvater” der Kandidaten, besonders von den jungen Wählern so einen großen Zuspruch? Auch blieb unklar was Clinton selbst für die junge Bevölkerung tun will.

Der Zuspruch für Sanders unter den jungen Wählern, der Generation der Millenials, nimmt seit Monaten zu. Laut einer aktuellen Umfrage würden sich 46 Prozent der jungen Wähler  für Sanders aussprechen. Hillary Clinton kommt in dieser Gruppe auf 36 Prozent. Und das obwohl Sanders die Namen der Stars dieser Generation nicht auswendig kennt, wie etwa Präsident Obama.

Was macht Sanders nun so besonders für junge Wähler? Viele sehen ihn als authentisch an. Endlich ein Kandidat, dessen Leidenschaft echt ist. Zudem seien Sanders Ansichten klar zuzuordnen und gleichzeitig sei er ein angenehmer Zeitgenosse. Manchmal sei er zwar engstirnig, aber dass dürfen Großväter sein. Sie erzählen einem immerhin die Wahrheit und man vertraut ihnen.

Neben dem Großvater-Image macht Sanders aber auch inhaltlich Punktgewinne bei jungen Wählern. Er will die Börsengeschäfte an der Wall Street besteuern und mit den Einnahmen Schulgelder an öffentlichen Colleges und Universitäten abschaffen. Zudem will er die Zinssätze für Studienkredite herabsetzen. Aus Sicht vieler ist er damit der einzige, der die Sorgen der Millienials ernst nimmt.

Auch beim Thema Drogen setzt Sanders auf eine weichere Linie als seine Kontrahenten und spricht sich für die Entkriminalisierung des Besitzes von Marihuana aus.

Damit es wirklich ein spannendes Rennen wird, muss das Kampagnenteam von Sanders nun sicherstellen, dass diese jungen Wähler am Wahltag auch zur Abstimmung gehen. Bei den Republikanern erhält übrigens Donald Trump den größten Zuspruch junger Wähler. Warum das der Fall ist, bedarf sicher einer tiefergehenden Analyse…

Wer darf überhaupt Präsident werden? Der Streit um den Status von Senator Ted Cruz

Nicht mal mehr einen Monat bis zur den ersten Vorwahlen. Alles beginnt in Iowa. Im Dezember 2015 hat hier Ted Cruz in den Umfragen für die Wahl des GOP-Kandidaten  deutlich zugelegt und sogar Donald Trump klar überholt. Seit einer Woche sinken seine Umfragewerte wieder. Da begann Trump seinen Kontrahenten anzugreifen und in Frage zu stellen, ob Cruz formell überhaupt US-Präsident werden kann.

Die Diskussion um den Status der Staatsbürgerschaft von Cruz wird seit Beginn des Wahlkampfes geführt. Durch den Angriff von Trump sowie einen Beitrag einer Rechtswissenschaftlerin in der Washington Post erhält die Diskussion jedoch neuen Aufwind.

Was steckt dahinter?

Die US-Verfassung verlangt formell, dass zum US-Präsidenten gewählt werden kann, wer ein „natural-born“ US-Bürger ist. Bedeutet: innerhalb der USA geboren, oder außerhalb, wenn beide Elternteile US-Bürger sind. Ted Cruz wurde jedoch in Kanada geboren. Seine Mutter ist US-Amerikanerin, sein Vater Kubaner. Als Cruz vier Jahre alt war zog die Familie nach Texas. Diesen Hintergrund nutzt Donald Trump nun aus, um Stimmung gegen seinen Kontrahenten zu machen. Unterstützung erhält Trump aktuell von der Verfassungsrechtlerin Mary Brigid McManamon von der Widener University’s Delaware Law School. In einem Gastbeitrag für die Washington Post kommt sie zu dem Schluss, dass Cruz nicht berechtigt ist zum US-Präsidenten gewählt zu werden. Aus ihrer Sicht sei es bei Cruz ein klarer Fall, wie auch bei Präsident Obama. Dieser sei natürlich berechtigt gewesen Präsident zu werden, weil er auf US-Boden geboren wurden.

Unterstützung erhält Cruz jetzt aus der Tea-Party-Bewegung, jener Gruppe, die die Staatsangehörigkeit von Präsident Obama öffentlich angezweifelt hat. Aber manchmal muss man eben beide Auge zudrücken, wenn es der eigenen Sache dienlich ist. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Diskussion weiter negativ auf die Umfragewerte von Cruz auswirken wird. Derzeit wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen von Cruz und Trump in Iowa erwartet.

USA mit Rekord-Delegation in Davos vertreten

Special Address: John F. Kerry
Die US-Regierung, aber auch Senat und Repräsentatenhaus, sind in diesem Jahr mit Rekordbeteiligung am Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums in Davos vertreten. Angeführt wird die Delegation von Vize-Präsident Joe Biden und dem langjährigen Davos-Teilnehmer John Kerry.

Bei den Vertretern aus dem Repräsentantenhaus hat die GOP leicht die Oberhand: zwei demokratischen Senatoren und zwei Abgeordneten stehen drei republikanische Senatoren und sechs Abgeordneten gegenüber.

Hier die vollständige Liste:

Joe Biden Vice President of the United States
John Kerry US Secretary of State
Ashton Carter US Secretary of Defense
Jacob Lew US Secretary of the Treasury
Penny Pritzker US Secretary of Commerce
Michael Froman US Trade Representative
Loretta Lynch US Attorney General
Sylvia Matthews Burwell US Secretary of Health and Human Services
Gayle Smith Administrator of USAID

Senat
Christopher Coons Senator from Delaware (Democrat), USA
Bob Corker Senator from Tennessee (Republican); Chairman of the Senate Committee on Foreign Relations, USA
Lindsey O. Graham Senator from South Carolina (Republican), USA
John R. Thune Senator from South Dakota (Republican), USA
Mark R. Warner Senator from Virginia (Democrat), USA

Repräsentantenhaus
Kevin McCarthy Majority Leader and Congressman from California (Republican), 23rd District, USA
Donald S. Beyer Jr Congressman from Virginia (Democrat), 8th District, USA
John K. Delaney Congressman from Maryland (Democrat), 6th District, USA
Kay Granger Congresswoman from Texas (Republican), 12th District, USA
George Holding Congressman from North Carolina (Republican), 13th District, USA
Darrell E. Issa Congressman from California (Republican), 49th District, USA
Patrick McHenry Congressman from North Carolina (Republican), 10th District, USA
Mac Thornberry Congressman from Texas (Republican), 13th District, USA

Gouverneure
Gregory W. Abbott Governor of Texas, USA
John W. Hickenlooper Governor of Colorado, USA
Gina Raimondo Governor of Rhode Island, USA

Disclaimer: Der Autor arbeitet im Medienteam des Weltwirtschaftsforums.

Light bulbs, micro beads, and the battle for the soul of the Republican Party

Guest Commentary by Deonte Jones.

In 2006, after the Iraq War had turned sour, the Democrats won control of both houses on Congress. One of the bills they passed was the ‘Energy Independence and Security Act of 2007.’ It did some boring but important things like improving fuel economy and making building more energy efficient. It also banned light bulbs.

Well, it planned to phase incandescent bulbs out by 2014. It was probably a good idea — they’re more expensive and less energy efficient than those swirling halogen ones. Plus, all the cool European countries were doing it it. The bill passed with 86 votes in the Senate and 310 in the House — bipartisan support!

The Death and Life of Incandescent Light bulbs

Little did the Democrats know that this little provision was an attack on the nation’s moral core. In 2010, the GOP came back into power in the House on the back of the Tea Party. One of things Tea Party voters didn’t like was government meddling. Forcing people to live under the federally mandated white glare of fluorescents sure felt like government meddling.

The following year, Michelle Bachmann led the crusade. While campaigning for the GOP presidential nomination in 2011, she said, “I think Thomas Edison did a pretty patriotic thing for this country by inventing the lightbulb.” She even introduced the ‘Lightbulb Freedom of Choice Act’ and promised that a “President Bachmann will allow you to buy any light bulb you want.”

America did not get a President Bachmann. But, in 2014 it did get the ban partially repealed. One government intrusion into everyday products defeated, sort of.

Will No One Speak for the Microbead?

Microbeads are tiny plastic beads. They’re in acne wash and make you feel like you’re washing your face with soap mixed with gravel. I don’t like how the beads sometimes get into your mouth.
Democrats next to states with lakes really didn’t like them either. They are bad for the environment: they get into lakes where fish eat them because they look like fish eggs and they die.
This year a bill to ban microbeads by 2018 passed both the House and Senate with unanimous consent.
Why did Republicans not revolt? After all, wasn’t this a government intrusion into our boudoirs? Do we not deserve a ‘Facewash Freedom Act’?
A missed opportunity in my view. Yes, Donald Trump is leading in the polls and Ted Cruz is running a close second. But are the Republicans losing their edge?

Why I Think GOP Caved
1. Republicans don’t think teens should be coddled with acne treatment.
2. No Republicans who called their Congresspeople to complain about lightbulbs ever actually like washing their face with Neutrogena Deep Clean Gentle Scrub.
3. An American hero didn’t invent the microbead. This Norwegian did.