Michelle Obama bringt Rap-Album heraus

Lust auf Bewegung: Michelle Obama (l.) und TV-Talkerin Ellen DeGeneres

Das Leben im Weißen Haus kann ermüdend sein. Das weiß auch Michelle Obama. Längst hat sich die First Lady mit ihrer Gesundheitskampagne “Let’s Move” ein politisches Thema ausgesucht, bei dem sie auch einmal die politische Etikette durchbrechen kann. Gartenarbeit, Sportübungen, TV-Auftritte: Obama ist im medialen Dauereinsatz, um die Kinder in den USA von gesunder Ernährung und sportlichem Einsatz zu überzeugen. Im Jahr 2009 verschlug es Ehefrau von Präsident Barack Obama sogar in die “Sesamstraße“.

Nun berichtet die US-Webseite “Politico”, dass die 49-Jährige zurzeit an einem Rap-Album für “Let’s Move” mitarbeitet. Titel: “Songs for a Healthier America” (Lieder für ein gesünderes Amerika). Neben Obama, die selbst jedoch nicht singt, machen auch Musiker wie Run DMC, Monifah und Ashanti bei dem Album mit.

Ein erstes Video (“Everybody”) gibt es bereits:

Die CD soll zunächst an Schulen in New York verteilt werden. Im Anschluss folgen andere US-Metropolen. Das Album umfasst insgesamt 19 Lieder. ”Amerika wählt” freut sich vor allem auf die potenziellen Hits “U R What You Eat” (Du bist, was Du isst) und “Veggie Luv” (Veggie-Liebe).

Hillary Clinton heizt Spekulationen an

Bleibt im Rampenlicht: Ex-Außenministerin Hillary Clinton (Archivbild)

Die Anzeichen für eine Präsidentschaftskandidatur im Jahr 2016 verdichten sich: Ex-Außenministerin Hillary Clinton hat eine Redereihe zu wichtigen politischen Themen Angekündigt. Clintons erste Ansprache fand am Montag in San Francisco bei dem jährlichen Treffen der American Bar Association statt. “Unsere politischen Anführer auszusuchen, ist für unsere Bürger eine der direktesten und konkretesten Möglichkeiten, ihre Rechte auszuüben. Es liegt unserem demokratischen Experiment zugrunde”, sagte die 65-Jährige zu den Mitgliedern der Anwaltsvereinigung. “Wir haben zu viele Wege gefunden, die Bürger von diesem Recht auszuschließen.”

Die Demokratin kritisierte damit ein umstrittenes Urteil des Supreme Courts. Mitte Juni kippte das Oberste Gericht einen Teil des Wahlrechtsgesetzes von 1965. Dabei ging es um eine staatliche Überwachung der Wahlabläufe in bestimmten südlichen Bundesstaaten und Bezirken. Präsident Barack Obama und Justizminister Eric Holder zeigten sich enttäuscht.

Im September will sich Clinton CNN zufolge in Philadelphia zu den Themen nationale Sicherheit und Transparenz äußern. Es könnten Clintons erste Äußerungen zum NSA-Skandal und Whistleblower Edward Snowden werden.

“Carlos Danger” greift an

Der Demokrat Anthony Weiner, im Netz auch als “Carlos Danger” bekannt, will mit einem neuer TV-Werbung punkten – seinem ersten Kampagnen-Spot. Weiner bewirbt sich als Nachfolger von New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg. Der 48-Jährige liegt in Umfragen jedoch nur auf dem vierten Platz. Die Diskussionen um seine Sexaffären im Internet haben seiner Kampagne schweren Schaden zugefügt. In dem Spot sagt Weiner: ” Einflussreiche Stimmen haben seit Anfang an klargemacht, dass sie mich nicht gewinnen sehen wollen. Aber hier geht es nicht darum, was sie wollen.” Dies sei bereits viel zu lang der Fall.

In vier Wochen entscheiden die Anhänger der Demokraten, wer für die Partei zur Wahl am 5. November antreten soll. Der mittlerweile parteilose Bloomberg steht New York seit dem Jahr 2001 als Bürgermeister vor.

Kalter Krieg zur späten Stunde

Die Talkshow-Diplomatie ist eine spezielle Form der US-Politik. Präsident Barack Obama beherrscht den TV-Auftritt zur späten Stunde besonders gut. David Letterman, Conan O’Brien, Jon Stewart: Obama war bereits bei zahlreichen Late-Night-Talkern zu Gast – oder hat sich von diesen bespaßen lassen. Besonders gern geht Obama jedoch in Jay Lenos “Tonight Show“. Am vergangenen Dienstag war der Demokrat bereits zum sechsten Mal bei Leno.

Eines der wichtigsten Themen: das Verhältnis zu Russland. ”Es hat Zeiten gegeben, in denen sie in die Denkweise des Kalten Krieges und eine Kalte-Kriegs-Mentalität zurückgefallen sind”, sagte Obama. Es waren seine ersten öffentlichen Äußerungen zur Entscheidung Moskaus, dem NSA-Whistleblower Edward Snwoden für ein Jahr Asyl zu gewähren.

Hier das Interview in voller Länge. Teil eins:

Teil zwei:

Teil drei:

Teil vier:

Teil fünf:

Teil sechs:

In einem halben Jahr muss sich Obama übrigens einen neuen Lieblings-Talker suchen. Am 6. Februar läuft Lenos letzte Show. Aber auch dessen Nachfolger, Jimmy Fallon, kennt der Präsident gut. Im April vergangenen Jahres traf er sich mit Fallon zum “Slow-Jammen“.

Digital als Infrastruktur oder was die Amerikaner besser machen als wir

Vor knapp drei Wochen fand die dritte Runde der Berliner Hinterhofgespräche statt. Die von politik-digital.de organisierte Talkrunde in Form von Google Hangouts behandelt aktuelle politische Themen. Dieses Mal mit dem Titel: “Auf Stimmenfang im #Neuland – Die Online-Kampagnen zur Bundestagswahl”.

Teilnehmer waren

Wir haben die wichtigsten Aussagen (mit USA-Bezug) zusammengefasst:

1. Deutsche Parteien haben keine gute digitale Infrastruktur. Die Synchronisation von On- und Offline wird hierdurch erschwert. Die SPD mit ihrer neuen Mitmachplattform macht hier einen großen Schritt in die richtige Richtung. Tools und Strukturen sind allerdings das eine, das andere Mitarbeiter, die damit umgehen können. Hieran mangelt es in Deutschland. Die wichtigste Aufgabe ist daher die Schulung von Mitarbeitern..

2. Die sinnvolle Nutzung von Big Data ist auch in Deutschland möglich. Zwar ist der Datenschutz hierzulande strenger als in den USA, aber 90% der von Obama genutzten Daten wurden von den Menschen freiwillig an die Organisation übergeben. Beispielsweise über die Registrierung auf der Website. Die Annahme, dass in den USA Daten einfach gekauft und zusammengeführt werden, ist also nicht ganz korrekt.

Der Unterschied zwischen den USA und Deutschland ist, dass es in den USA a) eine funktionierende Infrastruktur gab, um die Daten zu nutzen und b) genügend Personal vorhanden war, die mit den Daten umgehen konnten. Nicht die Daten an sich sind das Entscheidende sondern die Menschen die damit umgehen können. Dies fehlt in Deutschland.

3. Ausprobieren geht über Studieren. Die deutsche Politik ist zu zurückhaltend im Umgang mit Social Media. In der Regel muss es bereits ein Erfolgsfall gegeben haben, bevor etwas ausprobiert wird. Dies ist in den USA anders. Fehler machen ist gewollt und kein Verbrechen.

4. Digital wird als Tool begriffen und nicht als langfristiger Kommunikationskanal. Nach wie vor werden digitale Kanäle wie Twitter als kurzfristiges Mittel eingesetzt, um meist kurze Aufmerksamkeit in der klassischen Presse zu erhalten.

5. In der digitalen Kommunikation in Deutschland fehlt es an Emotion. Die Mobilisierung von Wählern wird hierdurch erschwert.

6. Das Internet wird die Bundestagswahl 2013 nicht entscheidend beeinflussen, aber es wird gelingen, einige gute Geschichten zu erzählen und mit bestehenden Wählern zu kommunizieren. Die Gewinnung von neuen Stimmen wird aber nur im geringen Maße stattfinden.

Der Hangout in voller Länge:

http://www.youtube.com/watch?v=Fe0pI4YYQU4&feature=c4-overview-vl&list=PLxRsKyODYBMU1BYKwcrn3Gy61q53eeuwk

“Happy Birthday, Barack!”

Michelle und Barack Obama im Weißen Haus

So sieht ein modernes Ehepaar aus: Per Twitter hat Michelle Obama ihrem Ehemann Barack zum Geburtstag gratuliert. Die First Lady ließ sich eine kleine Stichelei gegen den US-Präsidenten nicht nehmen. ”Happy Birthday, Barack!” schrieb sie – und fügte an: “Dein Haar ist zwar etwas grauer, aber ich liebe Dich mehr als je zuvor.” Der Botschaft war ein Foto der Obamas als deutlich jüngeres Paar angehängt.

London setzt auf Obama-Helfer

Briten-Premier David Cameron (l.) und US-Präsident Barack Obama

Das dürfte ein spannendes Duell werden. Wie die BBC berichtet, haben die britischen Konservativen einen engen Vertrauten von US-Präsident Barack Obama als Berater für die Parlamentswahlen 2015 verpflichtet. Jim Messina, Obamas Ex-Wahlkampfchef und aktueller Leiter von Organizing for Action, soll die Tories im Umgang mit den sozialen Netzwerken schulen. Er bewundere den britischen Premierminister David Cameron schon lange, sagte Messina, der für seine neue Aufgabe nach London ziehen wird.

Auch die Labour-Partei vertraut auf Experten aus den beiden erfolgreichen Obama-Kampagnen. “Techpresident.comberichtet, dass die Partei von Oppositionsführer Ed Miliband ihren digitalen Wahlkampf von Blue State Digital steuern lassen wird. Messina gegen Blue State Digital: Man darf gespannt sein, wer am Ende auf der Seite des Siegers stehen wird.