Pence ist Trumps Running Mate

Donald Trump will im kommenden Jahr ins Weiße Haus einziehen.

Nun also doch: Donald Trump, designierter Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner, hat Mike Pence, Gouverneur von Indiana, als seinen Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten bestätigt. Das schrieb Trump auf Twitter.

Cheerleader-in-Chief

“Ich glaube an sie”: Barack Obama und Hillary Clinton in Charlotte.

Hillary Clinton hat im Wahlkampf auf fulminante Art Unterstützung von US-Präsident Barack Obama bekommen. “Ich bin heute hier, weil ich an Hillary Clinton glaube”, sagte Obama bei seiner ersten Kundgebung mit der designierten Präsidentschaftsbewerberin der Demokraten in Charlotte, North Carolina. Nie habe es jemanden gegeben, die für das höchste Staatsamt der USA qualifizierter wäre. Auf Clintons E-Mail-Affäre ging Obama nicht ein.

Clintons Kampagnenteam nutze den Auftritt, um die Webseite der Kandidatin mit einem großen “He’s with her!” (“Er unterstützt sie!”) aufzufrischen. Auch so kann man Erleichterung ausdrücken.

Der Präsident nahm auch Donald Trump, den potenziellen republikanischen Rivalen von Clinton, ins Visier. “Jeder kann twittern, aber niemand weiß, was es tatsächlich erfordert, Präsident zu sein”, sagte Obama. “Selbst die Republikaner wissen nicht, worüber er redet.” Das Publikum jubelte.

Obama zog während seiner Rede rhetorisch alle Register: Als Cheerleader-in-Chief feuerte er das Publikum zu Jubelrufen an und lobte unter anderem Clintons Vertrauenswürdigkeit. Obama weiß: Das ist Clintons größte Schwäche. Umfragen zeigen, dass viele Wähler die Politikerin schlicht für unehrlich halten.

Obama und die sieben Mandeln

Scheidender US-Präsident: Im Januar 2017 endet Barack Obamas Amtszeit.

Eines ist klar: Als US-Präsident kann man reguläre Arbeitszeiten getrost vergessen. Ein Nine-to-Five-Job im Oval Office? Eher nicht. Für den aktuellen Amtsinhaber Barack Obama gilt das offenbar ganz besonders. Denn für den im Januar 2017 scheidenden Staatschef endet der Arbeitstag nicht am frühen Abend, wenn er mit seiner Familie meist gegen halb sieben zu Abend isst.

Einem Bericht der “New York Times” (NYT) zufolge arbeitet Obama oft bis tief in die Nacht. Der 54-Jährige sehe diese Zeitspanne, die oft erst gegen 2 Uhr morgens endet, als essentiell für seine politisches Schaffen an.

Der Artikel, verfasst von Michael D. Shear, dem NYT-Korrespondenten im Weißen Haus, beschreibt ausführlich, was Obama in den vergangenen siebeneinhalb Jahren nachts im Weißen Haus getan hat. Shear streift dabei auch Obamas Ernährungsgewohnheiten. Dieser gönne sich abends als Abwechslung exakt sieben leicht gesalzene Mandeln. Als Quelle fungiert der ehemalige Koch der Obamas, Sam Kass.

“Die Nacht hat etwas Spezielles”

Obama schätze die Einsamkeit der Nacht und unterscheide sich damit von seinen Amtsvorgängern. George W. Bush machte nie einen Hehl daraus, bereits um 22 Uhr ins Bett zu gehen. Bill Clinton dagegen nutzte die späten Stunden um, na klar, lange Telefongespräche zu führen.

Neben dem Lesen von Papieren und Briefen sei es für Obama besonders wichtig, Reden vorzubereiten. Shear zufolge verbringt der Demokrat regelmäßig Stunden mit seinen Beratern, um wichtige Auftritte vorzubereiten. Diese Treffen endeten oft am frühen Morgen. ”Die Nacht hat etwas Spezielles”, sagte Obamas Chefredenschreiber Cody Keenan der NYT. Das Weiße Haus sei dann kleiner und lasse einen besser denken.

Doch offenbar hat selbst der ansonsten so strebsame Obama ab und an Lust auf Ablenkung. Und dann? Dann tut er Dinge, die viele andere auch tun. Hoch im Kurs stehen offenbar Spiele auf dem iPad und Sport im Fernsehen. Herrlich normal.