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„Offensichtlich gibt es da ein wenig Frustration“

Mitch McConnell Gage Skidmore/Flickr

Donald Trump und die Republikaner: Das ist und bleibt eine merkwürdige Kombination. Mit Regierungssprecher Sean Spicer und Stabschef Reine Priebus mussten jüngst zwei prominente Vertreter des Parteiestablishments ihre Posten im Weißen Haus räumen. Nun hat der Präsident öffentlich die Möglichkeit eines Rücktritts des republikanischen Mehrheitsführers im Senat, Mitch McConnell, ins Spiel gebracht.

Wenn dieser es nicht fertigbringe, einen Plan zur Krankenversicherungsreform und andere Projekte der Regierung durchzubringen, dann könne man ihm – Trump – die Frage stellen, ob McConnell sein Amt weiter ausüben solle, so der Staatschef während seines Urlaubs in New Jersey. Damit attackiert Trump ausgerechnet den Mann, der die größte Macht hat, die Agenda des Weißes Hauses im Senat umzusetzen.

Offenbar ist Trump immer noch sauer über die Abstimmungsniederlagen zur Krankenversicherungsreform. Es sei unglaublich, dass McConnell sich im Senat sieben Jahre über „Obamacare“ beklagt habe und es jetzt doch nicht ersetzen könne, schrieb Trump auf Twitter. Er fügte an: „Senator Mitch McConnell sagte, ich hätte ‚übertriebene Erwartungen‘ gehabt, aber ich glaube das nicht.“

„Offensichtlich gibt es da ein wenig Frustration“, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Huckabee Sanders, über die Tweets.

Der Präsident hat seit seinem Amtsantritt im Januar häufig republikanische Politiker und sogar Kabinettsmitglieder kritisiert. Zuletzt war Justizminister Jeff Sessions regelmäßig Ziel von Trumps Attacken.

Credit: Gage Skidmore/Flickr