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Donald Trump wagt den Neustart – nach einem halben Jahr als US-Präsident. Ex-General John Kelly soll als Stabschef Ordnung ins Weiße Haus bringen und die chaotischen Zustände beenden. Kelly, bisheriger Heimatschutzminister, löst den glücklosen Reince Priebus ab, der den Machtkampf mit dem neuen Kommunikationschef Anthony Scaramucci verlor.

Scaramucci dagegen musste nach nur zehn Tagen im Amt seinen Posten wieder räumen. Das bestätigte das Weiße Haus. Scaramucci wolle damit Kelly einen unbelasteten Start ermöglichen, hieß es. Der „Washington Post“ zufolge war die Entlassung des Kommunikationschefs Kellys ausdrücklicher Wunsch.

Die Erwartungen an den 67-Jährigen sind gering. Die „New York Times“ schrieb: „Kellys größte Herausforderung ist, den Präsidenten zu disziplinieren. Mit ihm fängt das Chaos ja an.“ Für die „Washington Post“ steht fest, dass das Weiße Haus „implodiert“. Ein neuer Stabschef werde daran nichts ändern.

Trump hatte Kellys Ernennung auf, na klar, Twitter verkündet. Der gedemütigte Priebus sagte im Anschluss zu CNN (!), er unterstütze den politischen Neustart im Weißen Haus. „Ich werde immer Trump-Fan bleiben.“

In der Hauptstadt Washington gibt es Spekulationen, dass es in den kommenden Wochen zu weiteren Umbesetzungen im Kabinett kommen könne. So schrieb beispielsweise die Politik-Webseite „Axios“, dass Trump mit Kellys Ernennung einen größeren Plan verfolge.

Unter anderem könnte der Staatschef den von ihm zuletzt häufig kritisierten Justizminister und Chefankläger Jeff Sessions an die Spitze des Heimatschutzministeriums beordern. Ein neuer Chefankläger, so der kolportierte Plan, könnte dann FBI-Sonderermittler Robert Mueller entlassen, der Trump in der Russland-Affäre unter Druck setzt.

Auch um Trumps erst im Februar berufenen Sicherheitsberater H.R. McMaster ranken sich Gerüchte: Trump soll bereits den Glauben an McMaster verloren haben. CIA-Direktor Mike Pompeo gilt als möglicher Nachfolger.

So oder so: Die Trump-Show im Weißen Haus geht weiter.

Credit: Gage Skidmore/Flickr

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