2016 Democrats Wahlkampf

Hillary Clinton, „too big to fail“

Mit aller Macht ruft sich Hillary Clinton ins Gedächtnis der Öffentlichkeit zurück. Nachdem sich Clinton im Februar aus dem US-Außenministerium verabschiedete, wurde es erst einmal ruhig um die Demokratin. Ende April dann der erste Auftritt als gut bezahlte Rednerin beim National Multi Housing Council, einer Vereinigung von Immobilienbesitzern. Vor wenigen Tagen dann der lang erwartete Start ihres Twitter-Kanals, der ein breites Medienecho fand.

Nun gab die 65-Jährige den Startschuss für die Initiative „Too small to fail“ (Zu klein, um zu scheitern). Dabei handelt es sich um eine Bildungsoffensive für Kleinkinder. Hinter „Too small too fail“ steht die Stiftung von Ex-Präsident Bill Clinton und die liberale Organisation „The next generation„. Von Präsidentengattin Michelle Obama gab es zusätzliche Unterstützung auf Twitter.

Der Text für das rund viereinhalb Minuten lange Video wird von Hillary Clinton eingesprochen, am Ende ist sie dann auch persönlich zu sehen. Der Clip als solcher besticht durch Sachlichkeit und durch wissenschaftliche Aussagen. Und doch verrät er mehr: Das Video zeigt ein Thema, mit denen sich Clinton auf eine mögliche Präsidentschaftskandidatur im Jahr 2016 vorbereiten will: Bildungspolitik. Clinton zielt damit auf Personengruppen, die nicht erst seit ihrem berühmt gewordenen „3 a.m.“-Video aus dem Jahr 2008  als ihre Basis gelten: Frauen und Familien.

Auch die Unterzeile auf der „Too small too fail“-Webseite („Weil wir große Dinge für unsere Kinder wollen – und für unser Land“)  gibt einen Hinweis, dass sich Clinton hier ein Politikfeld herausgesucht hat, zu dem sie sich in Zukunft noch häufiger äußern dürfte. Schon jetzt, rund drei Jahre vor der nächsten US-Präsidentschaftswahl, ist klar: Der Kampf um die Kandidatur bei den Demokraten hat begonnen, und Clinton ist – im Gegensatz zum Motto ihrer neuen Initiative – längst „too big, too fail“, zu groß, um zu scheitern.

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