“Wie eine fein abgestimmte Maschine”

War was?

Donald Trump ist mit seinen ersten vier Wochen als US-Präsident durchweg zufrieden. Vermutlich sei noch nie ein US-Präsident in so kurzer Zeit so erfolgreich gewesen wie er, sagte der 70-Jährige während einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Er warf, na klar, den Medien vor, seine Erfolge zu verschwiegen. Trump: “Diese Regierung arbeitet wie eine fein abgestimmte Maschine.”

Hier das Video der gesamten Pressekonferenz:

“Quartz” hat die neun “verrücktesten” Momente von Trumps Auftritt zusammengefasst. Der Kommentar von “Spiegel Online”: “Einen Arzt, bitte!”

Wir schließen uns an.

“Das normale Tagesgeschäft ist vorbei”

140 Twitter-Zeichen reichen Donald Trump oft aus (Bild: Flickr/Gage Skidmore)

Donald Trump nutzt Twitter auf beinahe fanatische Art und Weise. Oft wird der designierte US-Präsident für seine teils kruden Nachrichten verspottet. Doch Trump hat sich mit seinen Tweets einen beeindruckenden Kommunikationskanal geschaffen.

Und nun steht fest: Der 70-Jährige will auch nach seinem Amtsantritt weiter auf Twitter und in den sozialen Netzwerken aktiv bleiben. Das sagte Sean Spicer, der künftige Sprecher des Weißen Hauses, dem Sender ABC.

“Es macht die etablierten Medien verrückt, dass ihm (Trump) mehr als 45 Millionen Menschen in den sozialen Netzwerken folgen und dass sie eine direkte Konversationen haben können. Sie müssen sie nicht durch die Medien filtern. Das normale Tagesgeschäft ist damit vorbei”, so Spicer.

Spicer: “Wenn er (Trump) twittert, dann gibt es Ergebnisse, das ist eine Tatsache. Egal ob auf Twitter, bei einer Pressekonferenz, in einem Anruf oder bei einem Treffen, er wird sicherstellen, dass er jeden Tag für das amerikanische Volk kämpft.”

Vor Amtsübergabe – Trump liefert sich Machtkampf mit Obama

Abwarten ist nicht Donald Trumps Stärke (Bild: Flickr/Gage Skidmore)

Es ist politische Tradition: Hat eine US-Wahl einen Wechsel im Weißen Haus zur Folge, führt trotzdem nur der Präsident (“the sitting president”) das Land. Der Sieger hält sich solange bedeckt, bis er den Amtseid abgelegt hat. So soll sichergestellt werden, dass es einen reibungslosen Übergang gibt. Das sorgt für Entspannung in den USA – und auf der Welt. Eine konfus agierende Supermacht? Dazu ein politischer Machtkampf? Das dürfte vielen Staats- und Regierungschefs den Schlaf rauben.

Es gibt nur ein Problem: Donald Trump schert sich um all das wenig. Dabei versuchte das Weiße Haus, die Wogen nach dem brutalen Wahlkampf zu glätten. Barack Obama und Trump trafen sich am 10. November, seitdem telefonieren sie regelmäßig. Obama will eine friedliche und zivilisierte Machtübergabe. So erlebte es der Demokrat 2009, als sein republikanischer Vorgänger George W. Bush das Weiße Haus verließ.

Trump hat erkennbar andere Prioritäten. Der 70-Jährige betreibt eine Neben-Außenpolitik. Wo? Natürlich bei Twitter. Er verurteilte die Enthaltung Washingtons bei einer Israel-Resolution im UN-Sicherheitsrat, er lobte Kremlchef Wladmir Putin für dessen zurückhaltende Reaktion auf die Ausweisung 35 russischer Diplomaten, er forderte eine Atomaufrüstung der USA und kommentierte den Anschlag von Berlin auf verstörend-aggressive Art.

“In mancherlei Hinsicht kastriert Trump die Regierung Obamas”, sagte der Historiker Douglas G. Brinkley der “New York Times”. “Sie vermeiden persönliche Attacken aufeinander, aber hinter den Kulissen graben sie sich das Wasser ab. Ich weiß nicht genau, inwiefern das amerikanische Volk davon profitieren soll.”

Trumps bizarrer Silvester-Tweet

Vor der Übergabe der Macht spitzt sich die Situation zu. Denn Obama wehrt sich. Nach der Israel-Abstimmung bei den UN sagte Sprecher Ben Rhodes. ”Dem gewählten Präsidenten möchte ich sagen, dass es nur jeweils einen Präsidenten gibt. Präsident Obama ist der Präsident bis zum 20. Januar, und wir ergreifen diese Maßnahme, selbstverständlich, als Teil der US-Politik.” Sean Spicer, künftiger Sprecher des Weißen Hauses, antwortete bei CNN: “Er (Donald Trump) ist keiner, der sich zurücklehnt und abwartet.”

Trump schimpft und wütet, als ob er sich noch immer im Wahlkampf befinden würde. Sein Silvester-Tweet, insbesondere der Gruß an seine “vielen Feinde“, denen er “Liebe“ für 2017 wünschte, wirkt da wie ein bizarrer Ausrutscher. Zwei Tage zuvor hatte der Republikaner folgende Nachricht verschickt: ”Tue mein Bestes, die vielen aufrührerischen Aussagen und Hindernisse von Präsident O(bama) zu ignorieren. Dachte, das würde eine reibungslose Amtsübergabe werden – NICHT!”

All das lässt Böses für das neue Jahr – für die kommenden vier Jahre – erahnen.

Trump-Berater sagt Trump ab

Familie geht vor: Jason Miller will nicht ins Weiße Haus wechseln. (Bild: YouTube/Fox News)

Jason Miller war Donald Trumps Wahlkampfberater und dessen Sprecher – keine ganz einfachen Aufgaben. Als Kommunikationsdirektor sollte Miller die Medienstrategie des künftigen Präsidenten ausarbeiten. Das Amt hat er jedoch abgelehnt. Es sei nicht der “richtige Zeitpunkt”, erklärte der 41-Jährige. Er wolle mehr Zeit mit seiner Familie verbringen.

Nun übernimmt Sean Spicer den Posten. Spicer war bisher das Sprachrohr der Republikaner und soll Sprecher des Weißen Hauses und der neuen US-Regierung werden. Weitere Mitglieder des Kommunikationsteam sind Hope Hicks und Dan Scavino: Hicks wird Leiter der strategischen Kommunikation, Scavino soll die Social-Media Strategie verantworten.

Trump stellt derzeit sein Regierungsteam zusammen. Der umstrittene Milliardär löst den aktuellen Staatschef Barack Obama am 20. Januar ab.

“Ich trete 2020 an. Als Präsident”

Verbündete und Freunde: US-Präsident Barack Obama und sein Vize Joe Biden (r.).

US-Vizepräsident Joe Biden erwägt offenbar eine Bewerbung ums Weiße Haus. “Ich trete 2020 an. Als Präsident. Und das wisst ihr sowieso, also was zur Hölle”, sagte Biden lächelnd vor Reportern. Diese hakten nach, ob der Demokrat einen Witz gemacht habe.

Der 74-Jährige ruderte daraufhin zurück. “Ich lege mich nicht darauf fest, anzutreten. Ich lege mich auf gar nichts fest.” Er habe gelernt, dass das Schicksal auf merkwürdige Weise ins Leben eingreife. 2008 unterlag Biden im Vorwahlkampf dem aktuellen Amtsinhaber Barack Obama. Ihr Verhältnis gilt als ausgesprochen eng.

Nach der Wahl 2020 wäre Biden 78 Jahre alt. Ex-Präsident Ronald Reagan verließ im Januar 1989 kurz vor seinem 78. Geburtstag das Weiße Haus.

Cheerleader-in-Chief

“Ich glaube an sie”: Barack Obama und Hillary Clinton in Charlotte.

Hillary Clinton hat im Wahlkampf auf fulminante Art Unterstützung von US-Präsident Barack Obama bekommen. “Ich bin heute hier, weil ich an Hillary Clinton glaube”, sagte Obama bei seiner ersten Kundgebung mit der designierten Präsidentschaftsbewerberin der Demokraten in Charlotte, North Carolina. Nie habe es jemanden gegeben, die für das höchste Staatsamt der USA qualifizierter wäre. Auf Clintons E-Mail-Affäre ging Obama nicht ein.

Clintons Kampagnenteam nutze den Auftritt, um die Webseite der Kandidatin mit einem großen “He’s with her!” (“Er unterstützt sie!”) aufzufrischen. Auch so kann man Erleichterung ausdrücken.

Der Präsident nahm auch Donald Trump, den potenziellen republikanischen Rivalen von Clinton, ins Visier. “Jeder kann twittern, aber niemand weiß, was es tatsächlich erfordert, Präsident zu sein”, sagte Obama. “Selbst die Republikaner wissen nicht, worüber er redet.” Das Publikum jubelte.

Obama zog während seiner Rede rhetorisch alle Register: Als Cheerleader-in-Chief feuerte er das Publikum zu Jubelrufen an und lobte unter anderem Clintons Vertrauenswürdigkeit. Obama weiß: Das ist Clintons größte Schwäche. Umfragen zeigen, dass viele Wähler die Politikerin schlicht für unehrlich halten.

Unser letzter Post in 2015. Guten Rutsch!

Ausnahmsweise nicht im “Beast”: US-Präsident Barack Obama (l.) und Jerry Seinfeld.

Mit der TV-Serie “Seinfeld” (1989 bis 1998) wurde Jerry Seinfeld zum bestbezahlten TV-Comedian der Welt. 2012 begann Seinfeld mit der Web-Serie “Comedians in Cars getting Coffee“. Der Titel verrät dabei das Programm: Der 61-Jährige holt prominente Zeitgenossen vor die Kamera, fährt mit ihnen in schönen Autos durch die Gegend und trinkt mit ihnen einen Kaffee.

Für den Auftakt der siebten Staffel (Link zum Video) konnte Seinfeld einen ganz besonderen Gast gewinnen: US-Präsident Barack Obama. In dem rund 20-minütigen Video beweist Obama wieder einmal, dass er als Politiker in Sachen Lässigkeit und Schlagfertigkeit kaum zu schlagen ist. Warum er mitmacht? ”Ich wollte immer mal Teil einer Show sein, in der es um absolut nichts geht. Hier bin ich”, so Obama

Mit diesem Post verabschiedet sich “Amerika wählt” vom Jahr 2015. Wir wünschen einen guten Rutsch – und viel Erfolg im neuen Jahr!

Auf der dunklen Seite der Macht

Willkommen im Weißen Haus: R2D2, Stormtrooper und Josh Earnest.

Die Welt ist im kollektiven “Star Wars”-Fieber. Kein Wunder, dass der Hype um die Sternensaga auch Auswirkungen auf US-Präsident Barack Obama hat. Am Freitag, kurz vor dem Start seines Weihnachtsurlaubs, kündigte er zu Beginn einer Pressekonferenz an: “Dies ist nicht die wichtigste Veranstaltung heute.” Hintergrund: Wenig später fand eine Sonderaufführung des siebten “Star-Wars“-Films “Das Erwachen der Macht” im Weißen Haus für Angehörige gefallener Soldaten statt.

Kaum hatte Obama den Saal verlassen, eroberten zwei Stormtrooper und Regierungssprecher Josh Earnest die Bühne. R2D2 dagegen schaffte es kaum in den Raum – machte aber akustisch auf sich aufmerksam.

Stormtrooper im US-Machtzentrum? Die dunkle Seite der Macht (Disney?) ist offenbar weitaus einflussreicher als bislang angenommen.

Den Film schauen wir uns natürlich trotzdem an.

Obamas Kampfansage an die Kohlekraft

Barack Obama will den Klimaschutz zu einem Markenzeichen seiner Präsidentschaft machen.

Es geht um sein politisches Erbe. US-Präsident Barack Obama will die Ziele zur Bekämpfung des Klimawandels verschärfen. Das kündigte er in einem auf Facebook veröffentlichen Video an. Obamas Plan zufolge müssten Kraftwerke ihren Schadstoffausstoß bis 2030 um 32 Prozent (im Vergleich zu 2005) verringern, berichtete die “New York Times“. Obama sprach vom größten Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels, den die USA je gemacht hätten.

Die Sache hat jedoch einen Haken: Die Republikaner kündigten bereits Widerstand an. Gleichzeitig dürften sich auch zahlreiche Bundesstaaten querstellen. Mit großer Wahrscheinlichkeit muss sich am Ende der Supreme Court mit dem Streit beschäftigen.

Bereits in Obamas Wahlkampf 2008 hatte der Klimaschutz eine wichtige Rolle gespielt. Als Staatschef konzentrierte sich der Demokrat zunächst auf die Verabschiedung der Gesundheitsreform. Nun soll der Klimaschutz zum weiteren Markenzeichen seiner Präsidentschaft werden. Diese endet im Januar 2017.

Ted Cruz, Han Solo und Spider-Man

Ist also mehr ein Spider-Man-Typ: Ted Cruz im US-Senat.

Ted Cruz will für die US-Republikaner als Präsident ins Weiße Haus einziehen. Die Chancen dafür sind eher gering. Der Webseite “Realclearpolitics” zufolge liegt er in aktuellen Umfragen abgeschlagen hinter der Spitze. (Also dort, wo zurzeit erstaunlicherweise Donald Trump liegt.) Cruz geht nun mit einem neuen Buch in die Offensive. Der Titel lautet: “A Time for Truth: Reigniting the Promise of America”. Übersetzt heißt das in etwa: “Zeit für die Wahrheit: Das Versprechen Amerikas erneuern”. Im Interview mit der “New York Times” hat der texanische Senator erklärt, wie er das machen will.

Erstaunlicherweise ist das Interview äußerst unterhaltsam. Das liegt weniger am politischen Inhalt, vielmehr erzählt Cruz viel über seine Jugend und seine popkulturellen Idole. Wer wissen will, was Cruz mit der “Star Wars”-Legende Han Solo und dem Comic-Held Spier-Man zu tun hat, der findet die Antwort hier. Und wer wissen will, warum der US-Blog “The Verge” ziemlich wenig von dem Interview hält, der sollte hier klicken.

“Hallo Twitter! Hier ist Barack. Wirklich!”

Gelungener Einstand: Ab sofort twittert US-Präsident Barack Obama persönlich.

Drei Tweets, zwei Millionen Follower: Mit seinem neuen Twitter-Account hat US-Präsident Barack Obama (@POTUS) einen rekordverdächtigen Start hingelegt. Am Montagmorgen erklärte der 53-Jährige: ”Hallo Twitter! Hier ist Barack. Wirklich! Sechs Jahre dabei, und schließlich geben sie mir meinen eigenen Account.” Dieser erste Tweet wurde bislang rund 260.000 Mal weitergeleitet und über 360.000 Mal favorisiert.

Das Weiße Haus nutzt Twitter bereits seit 2009 für Mitteilungen (@WhiteHouse), Obama selbst hatte hin und wieder Nachrichten mit dem Kürzel “-bo” verschickt. Dazu benutzt Organizing for Action, die Nachfolgeorganisation von Obamas Wahlplattform aus dem Jahr 2008, den Account @BarackObama. Rund 60 Millionen Nutzer sind dort Follower.

Ex-Präsident Bill Clinton ließ es sich nicht nehmen, nachzufragen, ob Obamas neuer Account auch nach dessen Amtszeit zur Verfügung stehe. Clinton frage für einen Freund nach – eine Anspielung auf seine Frau Hillary, die jüngst ankündigte, im kommenden Jahr als demokratische Präsidentschaftskandidatin antreten zu wollen. Obama antwortete, dass die Nutzung mit dem Amt verbunden sei. Im Anschluss fragte er: “Eine Ahnung, ob jemand Interesse an @FLOTUS hat?” Dahinter verbirgt sich der Twitter-Account von Obamas Frau Michelle.

Obama wiederum spielte damit auf Bill Clintons (noch unklare) Rolle während einer möglichen Präsidentschaft seiner Frau an. Flotus ist die Abkürzung für “First Lady of the United States”.

“Buzzfeed” zieht ins Weiße Haus ein

Mächtige Kästchen: die neue Sitzstruktur im Briefing Room des Weißen Hauses.

Es sind, zumindest aus journalistischer Sicht, 49 legendäre Plätze. So viele Sitzmöglichkeiten gibt es im Briefing Room des Weißen Hauses. Dort informiert der Sprecher des US-Präsidenten die Medienvertreter fast täglich über die wichtigsten Ereignisse und die Ansichten der Regierung. Auf den Sitzen stehen die Namensschilder der wichtigsten US-Medien – mit einer Ausnahme. Der Platz in der vierten Reihe links außen ist für die ausländischen Korrespondenten („Foreign Press Group“) reserviert. Lange gab es für Ausländer nur Stehplätze. Erst 2011 änderte die “White House Correspondents’ Association” diese Regel.

Nun hat es erneut eine Veränderung der Sitzstruktur gegeben. Die Tageszeitung “USA Today” und das Internetportal “Politico” berichteten, dass die Webseite “Buzzfeed” und der arabische Nachrichtensender Al Jazeera ab sofort Plätze haben. Jedoch müssen sie diese mit dem Medienkonzern Scripps (“Buzzfeed”) und der Tageszeitung “Chicago Sun-Times” (Al Jazeera) teilen. Gleichzeitig rückt die politische Webseite “The Hill” eine Reihe nach vorn, die Zeitung “The New York Daily News” hat das Nachsehen.

Erst vor Kurzem hatte “Buzzfeed” Präsident Barack Obama für ein Interview und einen viel beachteten viralen Clip gewinnen können.

Mit Grüßen an Obamas erste Frau

GloZell Greens Mimik drückt es aus: Irgendetwas ist im Obama-Interview schiefgelaufen. 

Eigentlich war das Geschenk für Michelle Obama gedacht, die First Lady der USA. Doch dann geriet GloZell Green, die Präsident Barack Obama gemeinsam mit zwei anderen YouTube-Stars im Weißen Haus befragen durfte, durcheinander. Die Folge war ein peinlicher, aber durchaus amüsanter Fehler.

“Für Ihre erste Frau”, sagte Green, als sie Obama drei Tuben mit grünem Lipgloss gab; die Comedy-Frau ist im Netz auch wegen ihrer grell bemalten Lippen bekannt. “Meine erste Frau?”, fragte Obama irritiert. “Wissen Sie etwas, das ich nicht weiß?”

Green hatte “First Lady” und “First Wife” verwechselt. “Ich werde Michelle bitten, ihn auszuprobieren, vielleicht heute Abend”, fing Obama den Versprecher auf. Der Fauxpas war Green sichtlich unangenehm. Sie entschuldigte sich mehrmals bei Obama.

Nach den von Google und YouTube organisierten Interviews hatte der Demokrat sogar noch Zeit für ein Selfie mit Green, Bethany Mota und Hank Green. Die drei YouTuber befragten Obama zu Themen wie Bildung, Homo-Ehe und dem Anti-Terror-Kampf. Auf der Videoplattform wurde der rund 47 Minuten lange Clip bereits über 700.000 angesehen. Zahlreiche US-amerikanische und internationale Medien griffen die Gespräche auf.

Die Webseite “Vox” sah in der Kooperation sogar mehr: eine Verbindung zwischen Obamas Präsidentschaft und einer potenziellen Kampagne von Ex-Außernministerin Hillary Clinton.

Zwei zu Null für Obama

Erkennbar zufrieden: US-Präsident Barack Obama während seiner Rede zur Lage der Nation.

Barack Obamas Rede zur Lage der Nation machte eines klar: Dem US-Präsident geht es mittlerweile auch um sein Vermächtnis. Selten sah man Obama so angriffslustig und selbstbewusst. An manchen Stellen wirkte er beinahe abgehoben. ”Ich habe keinen Wahlkampf mehr zu führen”, sagte der 53-Jährige gegen Ende der Rede. Die Republikaner im Kongress johlten. Obama wich von seinem Manuskript ab und sagte: “Ich habe beide {Kampagnen} gewonnen.” Auf einmal jubelten die Demokraten. Und Obama lächelte zufrieden. Reden kann er nun mal.

Das Weiße Haus hat die komplette Rede zur Lage der Nation auf YouTube veröffentlicht. Obamas hier beschriebene verbale Retourkutsche kann man ab Minute 57 nachverfolgen. Die liberale Webseite “Think Progress” veröffentlichte die Szene als kurzen TV-Mitschnitt im Internet.