Donald Trump startet Wahlkampf 2020

Donald Trump ist erst seit vier Wochen US-Präsident. (It’s true.) Trotzdem befindet sich der Milliardär schon wieder im Wahlkampfmodus. In einer Rede vor Unterstützern in Melbourne (Bundesstaat Florida) hat Trump erneut gegen die Medien ausgeteilt. Sie seien Teil des korrupten Systems, kritisierte er.

Erstaunlich: Die Versammlung wurde von Trumps Walkampfteam organisiert und nicht vom Weißen Haus. Reporter wollten vom Staatschef denn auch wissen, ob es nicht zu früh für den Start einer neuen Kampagne sei. Trumps Antwort: “Das Leben ist eine Kampagne.” Auch sein Motto “Make America Great Again” sei eine Kampagne.

Der Wahlkampf 2020 ist eröffnet – 3 Jahre und 9 Monate vor der eigentlichen Abstimmung.

Wie dieser Mann Donald Trump bloßstellt

Rotmaler: Andrew Boynton vom “New Yorker”. (Bild: Facebook/The New Yorker)

Andrew Boynton ist Redakteur des US-Magazins “The New Yorker“. Jüngst analysierte er Donald Trumps Rede zum Start des Black History Month. Dabei stellte er den US-Präsidenten auf denkbar einfache Art bloß. It’s true.

Zum Video gut es hier.

“Es könnte nicht mehr auf dem Spiel stehen”

Es war eine mit Spannung erwartete Rede: Am Mittwoch hat US-Präsident Barack Obama über seine wirtschaftspolitischen Ziele gesprochen. Im Knox College in Galesburg, Illinois, sagte Obama, dass es vor allem darauf ankommen, der Mittelschicht zu helfen. Die Rede war geprägt von Attacken auf die Republikaner, denen der Demokrat vorwarf, politische Lösungen zu blockieren. In den US-Medien rief Obamas Auftritt ein verhaltenes Echo hervor. Keine Überraschung: Die Republikaner warfen dem Präsidenten vor, sich auf einer “Straße ins Nichts” zu befinden.

Hillarys neuer Job

Was macht eigentlich Ex-Außenministerin Hillary Clinton so? Zuletzt sah man Clinton Anfang Februar auf einer großen Bühne. Damals verabschiedete sich mit einer launigen Rede (“Ich werde vielleicht mal durchklingeln”) von den Mitarbeitern im State Department.

Wenig später wurde bekannt, dass sich die New Yorker Harry-Walker-Agentur Clintons Dienste sichern konnte. Die Agentur vermittelt Prominente für Reden vor Vereinigungen, Unternehmen oder auf Konferenzen. Auch Ehemann Bill Clinton heuerte nach seinem Ausscheiden aus dem Amt bei der Agentur an und verdiente dort Millionen. Nun berichtet CNN, dass die Demokratin, der große Ambitionen auf eine Präsidentschaftskandidatur 2016 nachgesagt werden, Ende April ihren ersten Auftritt als bezahlte Star-Rednerin haben werde. In Dallas tritt sie bei einer Konferenz vom National Multi Housing Council auf, einer Vereinigung von Immobilienbesitzern.

Eine Rede! (Und noch) Eine Rede! // #Romney #Obama



Ich will die beiden Reden eigentlich gar nicht groß kommentieren, da sich daraus meistens wenig Konkretes ableiten lässt. Aber es lässt sich hier wieder gut beobachten, wie beide beinahe schon reflexartig die überparteiliche Zusammenarbeit beschwören. Ich glaube es erst, wenn ich es sehe und wenn sie sich zusammenreißen. Besonders auf Seiten der Republikaner müssten hier Anstrengungen gemacht werden und sie müssten ihre Fundamentalopposition und Blockadehaltung aus Obamas erster Amtszeit aufgeben. Das wird für die GOP jedoch schwierig werden. Überhaupt müssen die Republikaner mal darüber nachdenken, wie sie sich in Zukunft aufstellen und neu erfinden werden. Denn bleiben sie die Partei der angry white old men, werden sie in naher Zukunft keine Wahl mehr gewinnen.

Heute im Programm // Die komplette Geheimrede von Romney



Hier gibt es jetzt noch einmal die komplette, heimlich-gefilmte und mittlerweile legendäre Mitt-Romney-Country-Club-Republican-Paradise-Rede, in der er sich doch ein bisschen abschätzig über 47 Prozent der Amerikaner äußert. Mal sehen, was die Rede noch so beinhaltet, ich guck sie mir in ein paar ruhigen Minuten am Wochenende mal an.