“Trumps Präsidentschaft beginnt als Desaster”

Bald US-Präsident: Donald Trump in New York. (Bild: YouTube/New York Times)

Der ein oder andere mag es mitbekommen haben: Der designierte US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch eine Pressekonferenz in New York gegeben. Sie entwickelte sich schnell zu einem medialen Fiasko sorgte für reichlich Diskussionsstoff. Hier einige Kommentare und Artikel dazu:

“New York Times”: Donald Trump: A Modern Manchurian Candidate?

“Washington Post”: What the bleep happened at the Trump news conference?

“Fox News”: The five biggest takeaways from Trump’s first press conference as president-elect 

“Politico”: Trump refuses to bend to the office of president

BBC: Trump press event a theatre of the absurd

“The Guardian”: Trump’s trainwreck press conference ushers in a shambolic presidency

“Die Welt”: Man kann Trump in dieser Situation sogar verstehen

“Die Zeit”: Schauspiel zum Schaudern

“Das Handelsblatt”: Ein bitterer Vorgeschmack

“Der Tagesspiegel”: Trumps Präsidentschaft beginnt als Desaster

Hier die Pressekonferenz in voller Länge:

So traurig! Trumps erste PK nach Wahl. Kaum Antworten & nur Streit. TOTAL ÜBERSCHÄTZT! UNGEEIGNET!

“Unsinn”: Donald Trump während der Pressekonferenz. (Bild: YouTube/New York Times)

Auch wir bei “Amerika wählt” wissen nicht, was an den massiven und unbewiesenen Vorwürfen gegen Donald Trump dran ist. Es wäre schön, wenn es anders wäre. Aber so ist es nun einmal. Kurz zur Erinnerung: US-Medienberichten zufolge soll Russland pikante Informationen über Trump gesammelt habe. Es geht, na klar, um Sex und Geld.

In den Memos, über die es angeblich eine zwei Seiten lange Zusammenfassung bei den US-amerikanischen Geheimdiensten gibt, soll es um Vorwürfe im Zusammenhang mit Moskauer Prostituierten im Jahr 2013 gehen. Auch sollen sie Informationen zu Trumps geschäftlichen Beziehungen nach Russland enthalten.

Zunächst dementierte Moskau die Vorwürfe, wenig später zog Trump auf einer denkwürdigen Pressekonferenz in New York nach. Die Berichte seien “Unsinn”, sagte Trump. “Das sind alles Falschnachrichten, es ist alles erfundenes Zeug, es ist nicht passiert.” Zuvor hatte er sich via Twitter geäußert. Dort nannte er die Inhalte “Falschinformationen – eine totale politische Hexenjagd.” Er fragte: “Leben wir eigentlich in Nazi-Deutschland?”.

Ob die Vorwürfe stimmen, ist offen. Trumps Verärgerung ist daher nachvollziehbar. Trotzdem wirft der Auftritt zahlreiche Fragen auf.

So bezeichnete Trump die Online-Plattform BuzzFeed als “einen versagenden Haufen Müll”. BuzzFeed werde die Folgen der Berichterstattung bald zu spüren bekommen. Zum CNN-Reporter Jim Acosta sagte der Republikaner nach einem hitzigen Wortgefecht: “Du bist Fake-News.”

Auch seine Steuererklärung will der 70-Jährige nicht veröffentlichen. Außer Reportern interessiere sich niemand dafür. “Und die US-Bevölkerung?”, fragte eine Journalistin. Trump antwortete, der 8. November habe gezeigt, dass es den Amerikanern egal sei. “Ich wurde ja gewählt.”

Seine Meinung zu den Hackerangriffen während des Präsidentschaftswahlkampfes hat Trump dagegen geändert. “Ich denke, es war Russland.” Bislang bezeichnete er diese Möglichkeit als zweifelhafte Einschätzung der US-Geheimdienste.

Was bleibt als Fazit? Wenige Tage vor der Vereidigung hat Trump seine Rolle als Reality-TV-Star noch nicht abgelegt, er befindet sich weiterhin im Wahlkampf-Modus. Er tritt aggressiv auf, beleidigt und droht. Auf Kritik reagiert er dünnhäutig und mit falschen Behauptungen – das verdeutlichte auch seine Twitter-Tirade nach Meryl Streeps gefeierter Anti-Trump-Rede bei den “Golden Globes”.

Trumps Selbstbewusstsein hat übrigens nicht gelitten – sämtlichen Anschuldigungen und jeglicher Kritik zum Trotz: “Ich werde der größte Job-Präsident sein, den Gott je geschaffen hat.”

Benefiz-Dinner: Trump wird ausgebuht

An Buhrufe dürfte er sich gewöhnt haben: Donald Trump in New York.

Wenige Stunden nach ihrem dritten und letzten TV-Duell sind Hillary Clinton und Donald Trump erneut aufeinandergetroffen. Beim Wohltätigkeits-Dinner der Alfred E. Smith Gedächtnisstiftung in New York versuchten beide Präsidentschaftskandidaten, humorvoll miteinander umzugehen. Trump wurde dabei jedoch ausbuht.

Einige Bemerkungen des Republikaners kamen beim Publikum weniger gut an. Clinton versuche, in der Öffentlichkeit einen anderen Eindruck zu wecken als im Privaten, so Trump: “Heute Abend gibt sie vor, Katholiken nicht zu hassen.” Dafür setzte es Buhrufe, was bei dem Dinner sonst nie vorkommt.

Clinton selbst verzichtete auf solche Attacken und nahm sich auf die Schippe. Sie stelle heute keine Rechnung, sagte die Demokratin. Normalerweise verlange sie für Reden ein Honorar.

Hier das komplette Video:

Clinton bricht 9/11-Auftritt ab – Video auf Twitter

Szene aus dem Twitter-Clip von Zdenek Gazda: bereits über 34.000 Retweets.

Hillary Clinton hat die 9/11-Gedenkveranstaltung in New York wegen gesundheitlicher Probleme vorzeitig verlassen müssen. Ein Sprecher sagte, Clinton habe sich “überhitzt” gefühlt und sich in die Wohnung ihrer Tochter Chelsea zurückgezogen.

In einem Video, das der Amerikaner Zdenek Gazda auf Twitter postete, war zu sehen, wie die 68-Jährige schwankt und zu stürzen scheint. Drei Leuten müssen sie halten. Gazdas Clip erfährt eine enorme virale Verbreitung: In wenigen Stunden wurde er bereits mehr als 34.000 Mal weitergeleitet. Mehr als eine Stunde später verließ die demokratische Präsidentschaftskandidatin die Wohnung ihrer Tochter wieder. Clinton sprach kurz mit Reportern und sagte, dass es ihr wieder besser gehe.

Clintons Gesundheit war zuletzt immer wieder ein Thema im US-Wahlkampf. Ihr republikanischer Rivale Donald Trump (70) warf ihr vor, physisch nicht in der Lage zu sein, das Präsidentenamt auszufüllen.

Romney plant wohl dritte Kandidatur

Im Jahr 2012 verlor Mitt Romney (l.) die Präsidentschaftswahl gegen Barack Obama.

Er will es wohl noch einmal wissen. Mitt Romney erwägt einen dritten Anlauf auf das Weiße Haus. CNN zufolge sagte der Ex-Gouverneur von Massachusetts zu republikanischen Abgeordneten in San Diego, dass er “ernsthaft” über eine Kandidatur nachdenke. ”Was ich weiß, ist, dass unsere Partei 2016 das Abgeordnetenhaus, den Senat und das Weiße Haus gewinnen kann, wenn es uns gelingt, eine klare Vision zu vermitteln, wo wir dieses Land hinführen wollen”, sagte Romney.

Zuletzt hatte der 67-Jährige mehrfach betont, keine Präsidentschaftsambitionen mehr zu haben. Romney kämpfte zwei Mal um den Einzug ins Weiße Haus. Vor der Wahl im Jahr 2008 scheiterte er bei den republikanischen Vorwahlen gegen John McCain. Vier Jahre später wurde Romney zwar nominiert, verlor die Präsidentschaftswahl jedoch gegen Barack Obama. Nach zwei Amtszeiten darf der Demokrat  2016 nicht erneut antreten.

Der Republikaner Jason Chaffetz sagte zu CNN, dass es Romney ernst mit seinen Plänen sei. Romney habe bereits 2012 verstanden, wichtige internationale Themen wie Russlands machtpolitische Ambitionen oder den Krieg gegen den Terrorismus richtig einzuschätzen. Außerdem verfüge Romney über ein breites Netz an finanziellen Helfern.

Entscheidet sich Romney für ein politisches Comeback, könnte er es im parteiinternen Duell um die Spitzenkandidatur mit dem Ex-Gouverneur von Florida, Jeb Bush, zu tun bekommen. Der Bruder des ehemaligen Präsidenten George W. Bush und Sohn von Ex-Präsident George Bush hatte Anfang Januar mitgeteilt, eine Kandidatur zu prüfen. Bei den Demokraten gilt als wahrscheinlich, dass sich die frühere Außenministerin Hillary Clinton bewerben wird.

Cantor wechselt an die Wall Street

Eric Cantor fällt nach dem Verlust seiner Spitzenposition im US-Kongress weich. Der zurückgetretene Mehrheitsführer der Republikaner im Repräsentantenhaus wechselt an die Wall Street in New York. Bei der Investmentbank Moelis & Company dürfte den 51-Jährigen ein stattliches Gehalt erwarten. Cantor soll Vizechef und Mitglied des Verwaltungsrats werden sowie die Großkunden der Bank “strategisch beraten”.

Ein Bush – zum Dritten?

Schielt offenbar doch aufs Weiße Haus: Jeb Bush im September 2012 in Philadelphia

Bislang waren es nur Gerüchte, nun hat sich Jeb Bush erstmals öffentlich zu seinen Präsidentschaftsambitionen geäußert. Am Mittwoch überraschte der ehemalige Gouverneur des US-Bundesstaats Florida auf einer Wohltätigkeitsveranstaltung katholischer Schulen in New York seine Zuhörer mit dem Satz: ”Ich denke darüber nach, als Präsident zu kandidieren.”

Der US-Tageszeitung “New York Post” zufolge reagierte das Publikum mit stehenden Ovationen auf Bushs Ankündigung. ”Ich glaube, dass Jeb Bush antreten und ein sehr starker Kandidat sein wird”, sagte der Republikaner und Ex-Senator von New York, Al D’Amato, nach der Veranstaltung.

Mit seiner Kandidatur könnte Jeb Bush eine politische Familientradition fortsetzen. Sein Vater, George H. W. Bush, war von 1989 bis 1993 41. US-Präsident. Jeb Bushs älterer Bruder, George W. Bush, regierte als 43. Staatschef von 2001 bis 2009 im Weißen Haus.

Bei den US-Demokraten hoffen viele auf eine Kandidatur von Ex-Außenministerin Hillary Clinton. Die ehemalige First Lady hat in den vergangenen Monaten stets zurückhaltend auf die Gerüchte reagiert.

Beyond Bridgegate: does Chris Christie have a political future?

Interview with Nick Ragone

Chris Christie’s strategy so far has been that of an all out attack: fire and denounce his former employees and appointees and then declare ignorance of what was going on. Has this strategy worked so far?

I’m not sure his strategy has been an “all out attack” so far. Clearly, he’s decided to attack David Wildstein after his attorney revealed that there may be evidence that Governor Christie was aware of the lane closings. It’s too early to tell if that strategy will work, but it doesn’t change the basic calculus of this scandal: If it’s proven that Governor Christie either ordered or was aware of the lane closings then his political career is likely over. He’s staked his entire reputation on the fact that he knew nothing about this. If that turns out to be a lie than he’s in deep trouble.

Christie lambasted both the New York Times and David Wildstein after the newspaper came out with the story that Christie knew more about Bridgegate than he admits. Can this strategy of personal attacks work?

With the New York Times, I believe he corrected some inaccuracies in their lede and the story (which the Times itself has gone on to correct). The Times admitted it was a bit loose with its language in the story and I think the Christie Administration rightly pushed back. As for Wildstein, the Christie Administration is clearly trying to discredit him as a source. It’ll all come down to why type of evidence Wildstein has to prove that Governor Christie was aware of the lane closings.

If – as Wildstein claims – Christie really knew about the lane closures: can he survive this politically?

No, his political career will be effectively over.

Even if he is cleared of any wrongdoings, will Bridgegate stick on him and diminish his chance on a presidential run?

If it turns out, after all the investigations, that Governor Christie did not authorize and was not aware of the lane closings, than he’ll still have a chance at seeking the Republican nomination. I’m not sure Republican primary voters – three years from now — will care about the lane closings (again, should it turn out Governor Christie told the truth). All comes down to whether or not Governor Christie was telling the truth.

Finally, what would your advice for Christie be. How should he handle the situation?

Focus on your job, tell the truth, and let the chips fall where they may.

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Nick Ragone is Partner at Ketchum and the Director of Ketchum Washington, D.C.

Nick serves as a senior strategist, counselor and media trainer to many of the agency’s top clients. In 2007, Nick was named one of PR Week’s “40 under 40” to watch in the industry. He is the author of five books, including four on government and politics, with his most recent being Presidential Leadership: 15 Decisions that Changed the Nation (February, 2011). Nick is a regular contributor to Fox News, CNN and Fox Business on issues of politics and communications, as well as the Star-Ledger, Politico, the Washington Times and US News & World, PRWeek, Adage, and the New York Times. Nick is an Adjunct Professor at Georgetown University.

Interview: Adrian Rosenthal & Georg Schmitt

“Carlos Danger” greift an

Der Demokrat Anthony Weiner, im Netz auch als “Carlos Danger” bekannt, will mit einem neuer TV-Werbung punkten – seinem ersten Kampagnen-Spot. Weiner bewirbt sich als Nachfolger von New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg. Der 48-Jährige liegt in Umfragen jedoch nur auf dem vierten Platz. Die Diskussionen um seine Sexaffären im Internet haben seiner Kampagne schweren Schaden zugefügt. In dem Spot sagt Weiner: ” Einflussreiche Stimmen haben seit Anfang an klargemacht, dass sie mich nicht gewinnen sehen wollen. Aber hier geht es nicht darum, was sie wollen.” Dies sei bereits viel zu lang der Fall.

In vier Wochen entscheiden die Anhänger der Demokraten, wer für die Partei zur Wahl am 5. November antreten soll. Der mittlerweile parteilose Bloomberg steht New York seit dem Jahr 2001 als Bürgermeister vor.

Midterms // The Rent is 2 damn high in New York


Die Midterms stehen ja schon fast vor der Tür, am 2. November ist großer Wahltag in den USA. Dann wird über alle 435 Sitze im House of Representatives, 37 der 100 Sitze im Senat und zusätzlich 37 Governorsposten abgestimmt. Für die Demokraten steht viel auf dem Spiel: Auch nach den letzten Umfragen drohen sie die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses zu verlieren.

Zeit, sich einige der Rennen einmal genauer anzugucken. Da ich seit knapp einer Woche in New York weile, beissen wir doch gleich mal kräftig in den Big Apple rein. Denn hier wird seit Wochen ein aus der Distanz doch sehr lustiges Kasperletheater aufgeführt. In den Hauptrollen: Andrew Cuomo (D), New Yorks State Attorney General (also sowas wie der Justizsenator) und Carl Paladino, der lokale Tea Party-Champion, ein Immobilienentwickler aus Buffalo, der mit allerhand lustigen Einfällen, die ihm anscheinend die Gagschreiber der Daily Show heimlich zustecken, ordentlich Dampf ins Rennen bringt.

Nach einigem Wahlkampfgeschrei in den letzten Wochen kam es gestern zum Showdown bei der 1. Debatte aller Kandidaten für den Governorsposten des Staates New York. Auf der Bühne: die beiden Streithähne Cuomo und Paladino, die sich so sehr mögen, dass Security Guards für alle Fälle bereit standen, um die beiden wenn nötig zu trennen. Damit hat die Politik endlich fast das Niveau von Larry Springer erreicht (übrigens ein absolutes Highlight der amerikanischen Unterhaltungskultur). Dazu Howie “The Green Hornet” Hawkins von den Grünen, der Ex-Black Panther Charles Barron (Freedom Party), Warren Redlich von der Libertarian Party (die überall antreten, auch gern als Republikaner, Ron Paul gut finden und die Tradition schlechter Wahlwerbespots zu perfektionieren versuchen), der Geheimfavorit Jimmy McMillan von der Rent is 2 Damn High Party (der müsste eigentlich in allen Umfragen führen, was geht denn, New York?), sowie Kristin Davis, die als Undercover-Politikerin (dafür hat sie extra einen Callgirl-Ring aufgebaut!) schon Eliot Spitzer zu Fall gebracht hat und damit quasi eigentlich fast so ziemlich ein Anrecht auf den Governeursposten hat. Außerdem will sie New York Prostitution und Mariuhana bringen (politische Insider behaupten aber, dass es das schon längst gebe) und hat Unterstützung von keinem gerigeren als 50 Cent. Insgesamt also ein recht interessanter Kreis, der sich vor keinem Bundestagswahlkampf in Cloppenburg verstecken muss. Ein Runde, wie sie sich Olli Geissen in seinen feuchten Talkshowträumen nicht besser ausdenken könnte.

Und unterhaltsam war sie, die Debatte. Aber obwohl McMillan mit komplexen Antworten glänzte (Zur Schwulenehe: “Rent Too Damn High Party feels if you wanna marry a shoe, I’ll marry it.”), obwohl Davis so gut es ging mit ihrem 80.000-Mal operiertem Gesicht in die Kamera grinste und gekonnt vom Blatt ablas, obwohl Redlich bekannte, dass er keine Callgirls kennt – die Debatte war auch völlig überflüssig. Die beiden eigentlichen Kandidaten, um die es ging (denn im Zweiparteiensystem mit “Winner takes” all”-Wahlen haben 3rd Party-Kandidaten leider fast überhaupt nie eine Chance) konnten sich entspannt zurücklehnen. Cuomo lachte vor sich hin. Und die brenzligste Situation für Paladino war noch, dass er sich während der Closing Statements auf die Herrentoilette verziehen wollte und beinah den Weg nicht gefunden hat.

Das wäre für ihn ein würdiger Abgang gewesen. Aber man hätte sich schon gewünscht, dass sich die Kandidaten hätten gegenseitig befragen dürfen, und das vor allem Paladino, der nachher zugab, gar nicht so genau bei den anderen Kandidaten hingehört zu haben, so von den Moderatoren und Cuomo ein bisschen gegrillt hätte werden können. Denn ist einer der typischen, substanzlosen Tea Party-Kandidaten, die mit hohlen “Restore America”-Phrasen durch die Gegend ziehen, zumeist ohne jegliche inhaltliche Substanz. Paladino ist dann auch bisher hauptsächlich durch seine Hetze gegen Homosexuelle und das Versenden von rassistischen und tierpornografischen Emails gemacht. Naja, Restore America halt.

Mit einem Kandidaten wie Paladino manövriert sich die GOP in New York aber noch weiter ins Abseits, als sie eigentlich schon ist. Er liegt in Umfragen mittlerweile deutlich hinter Cuomo zurück. Denn selbst die Republikaner wollten ihn eigentlich nicht, aber auch in New York konnten sich die lautstarken Tea Party-Unterstützer gegen den Kandidaten des republikanischen Establishments durchgesetzen und eben Paladino auf den Kandidatenthron hieven. Auf jeden Fall hat Cuomo, falls er nicht auch wie Spitzer noch über ein Callgirl stolpert, das Rennen schon gewonnen. Und vielleicht kann Jimmy McMillan ja auch noch Paladino überflügeln. Denn die Mieten in New York sind wirklich viel zu hoch.