Al und Joe: The Return of the Vizepräsident(en)

Es wurde ja auch Zeit, dass wir wieder gute Nachrichten zu vermelden haben. Dank den ehemaligen Vizepräsidenten Al Gore und Joe Biden, können wir das heute auch, denn beide sind nach einigen ruhigeren Wochen und Monaten wieder mit neuen Ankündigen ins nationale Rampenlicht getreten.

Al Gore, Vizepräsident unter Bill Clinton von 1993 bis 2001, hat sich mit einem neuen Film zum Thema Klimawandel zurückgemeldet. Nach dem sehr erfolgreichen “An Inconvenient Truth” folgt nun mit “An Inconvenient Sequel: Truth to Power” – logischerweise die Fortsetzung. Nach Präsident Trumps Ankündigung, die Umweltschutzbehörde abzuschaffen und aus den Vereinbarungen des Pariser Klimaabkommens austreten zu wollen, könnte der Film zu keinem besseren Zeitpunkt kommen, um uns daran zu erinnern, wie dringlich die Lage ist und das die wissenschaftlichen Belege für das menschengemachte Debakel nicht wegzudiskutieren sind.

Joe Biden, der Diplomat

Sein Amtskollege Joe Biden hat heute über einen neuen Twitter-Account bekannt gegeben, dass im Herbst das Penn Biden Center for Diplomacy and Global Engagement als Teil der Pennsylvania University eröffnen wird. Wie der Name sagt, soll sich das Zentrum der Gestaltung globaler Beziehungen widmen. Was wohl schon länger geplant war, wirkt im Kontrast zur aktuellen Misere US-amerikanischer Außenpolitik wie ein Silberstreif am Horizont. Joe erinnert seine Landsleute und Politikerkollegen an den Wert von soft power, Bündnistreue und Diplomatie. Ein guter Schritt zum richtigen Zeitpunkt, Joe.

Obamas Kampfansage an die Kohlekraft

Barack Obama will den Klimaschutz zu einem Markenzeichen seiner Präsidentschaft machen.

Es geht um sein politisches Erbe. US-Präsident Barack Obama will die Ziele zur Bekämpfung des Klimawandels verschärfen. Das kündigte er in einem auf Facebook veröffentlichen Video an. Obamas Plan zufolge müssten Kraftwerke ihren Schadstoffausstoß bis 2030 um 32 Prozent (im Vergleich zu 2005) verringern, berichtete die “New York Times“. Obama sprach vom größten Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels, den die USA je gemacht hätten.

Die Sache hat jedoch einen Haken: Die Republikaner kündigten bereits Widerstand an. Gleichzeitig dürften sich auch zahlreiche Bundesstaaten querstellen. Mit großer Wahrscheinlichkeit muss sich am Ende der Supreme Court mit dem Streit beschäftigen.

Bereits in Obamas Wahlkampf 2008 hatte der Klimaschutz eine wichtige Rolle gespielt. Als Staatschef konzentrierte sich der Demokrat zunächst auf die Verabschiedung der Gesundheitsreform. Nun soll der Klimaschutz zum weiteren Markenzeichen seiner Präsidentschaft werden. Diese endet im Januar 2017.