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	<title>AMERIKA WÄHLT &#187; Evangelikale</title>
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	<description>Wer tritt bei der Election 2012 gegen Obama an? Rick Perry, Newt Gingrich, Mitt Romney, Ron Paul, Rick Santorum? Was treibt Sarah Palin? Und wie mächtig ist die Tea Party?</description>
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		<title>Erste Impressionen aus Washington</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Oct 2008 17:28:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Adrian Rosenthal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Election 2008]]></category>
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		<description><![CDATA[Auch wenn der Wahlkampf zwischen McCain und Obama neben der Finanzkrise die Tagesagenda beherrscht &#8211; die Hauptstadt ist relativ ruhig. Natürlich schnappt man in den Gesprächen der unzähligen Staffer, die einheitlich in Hemd und Khakihose oder Rock an einem vorbeischlendern (hier herrscht keine Eile), immer wieder Wortfetzen auf, die mit der bevorstehenden Wahl oder dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.amerikawaehlt.de/images/dczwei.jpg" alt="DCeins" border="1" height="375" hspace="7" vspace="2" width="500" /></p>
<p>Auch wenn der Wahlkampf zwischen McCain und Obama neben der Finanzkrise die Tagesagenda beherrscht &#8211; die Hauptstadt ist relativ ruhig. Natürlich schnappt man in den Gesprächen der unzähligen Staffer, die einheitlich in Hemd und Khakihose oder Rock an einem vorbeischlendern (hier herrscht keine Eile), immer wieder Wortfetzen auf, die mit der bevorstehenden Wahl oder dem letzten Rededuell zu tun haben. Natürlich finden auch ein paar Fundraiser statt und das ein oder andere Auto schmückt sich mit einem Bumper Sticker.</p>
<p>Doch verwunderlich sind Unaufgeregtheit und Ruhe nicht. Die drei Stimmen des District sind den Demokraten so sicher wie das Amen in der Kirche in Kentucky. Seit 1984 hat keiner der demokratischen Präsidentschaftskandidaten weniger als 80% der Stimmen bekommen (und 1980 hat es Jimmy Carter immerhin auch auf 75% gebracht). In der letzten Wahl brachte es John Kerry sogar auf 89,5% der Stimmen. Und auch Obama führt in allen Umfragen mit ähnlichen Werten. Im amerikanischen <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Plurality_voting_system">Winnter-Takes-All</a> System lohnt es sich daher für keinen der beiden Kandidaten, in Washington auch nur einen Penny für den Wahlkampf auszugeben. Spenden sammeln &#8211; bitte schön! Aber Geld oder Ressourcen verschwenden &#8211; nein danke. Die Obama-Anhänger aus Washington D.C. verbringen ihre Zeit dann vor allem auch damit, im benachbarten und heiß umkämpften Virginia an Türen zu klopfen.</p>
<p>Ein paar Anzeichen gibt es aber dennoch: Vor dem Weißen Haus spaziert ein als Uncle Sam verkleideter älterer Herr mit &#8220;Vote Obama&#8221;-Plakat umher und lässt sich bereitwillig mit allen Touristen fotografieren. Ein Zeichen für die tieferen Spannungen in der amerikanischen Gesellschaft sind aber die christlichen Abtreibungsgegner, die gegen <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Roe_v._Wade">Roe v. Wade</a> protestieren. Sie stehen jeden Tag stumm betend mit einem &#8220;Life&#8221;-Pflaster über dem Mund vor dem Supreme Court. Auch am Kongress haben sich die Evangelikalen positioniert und ein großes Kreuz vor dem Capitol Hill aufgebaut. Nur will dem Prediger partout niemand zuhören. Ein paar Leute machen Fotos. Und die beiden einzigen Zuhörer auf den aufgebauten Stuhlreihen treten zur Bühne und greifenzur Gitarre, um Erweckungslieder anzustimmen.</p>
<p>Washington ist vor der Wahl einfach sehr ruhig.</p>
<p><img src="http://www.amerikawaehlt.de/images/dceins.jpg" alt="Washington1" border="1" height="375" hspace="7" vspace="2" width="500" /></p>
<p><img src="http://www.amerikawaehlt.de/images/dcdrei.jpg" alt="Washington4" border="1" height="667" hspace="7" vspace="2" width="500" /></p>
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		<title>Change &#8211; zu &#8216;strange&#8217; für Amerika?</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Sep 2008 22:20:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ranty Islam</dc:creator>
				<category><![CDATA[Democrats]]></category>
		<category><![CDATA[Election 2008]]></category>
		<category><![CDATA[Obama]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit der Wahl Sarah Palins zu seiner Vize hat sich der politische Pyrotechniker John McCain wahlkampftechnisch einen Knallfrosch der Extraklasse ins Sortiment geholt: jede neue Enthüllung über Misswirtschaft und persönliche Vorteilsnahme in ihrem Heimatstaat Alaska lässt die republikanischen Wahlkampfstrategen in Deckung gehen, ebenso, wenn sie im TV den Mund aufmacht und politische Unzulänglichkeit offenbart. Palin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://farm4.static.flickr.com/3169/2630567648_e7f6db1345_b.jpg" alt="Schild neben einer Kirche" /></p>
<p>Mit der Wahl Sarah Palins zu seiner Vize hat sich der politische Pyrotechniker John McCain wahlkampftechnisch einen Knallfrosch der Extraklasse ins Sortiment geholt: jede neue Enthüllung über Misswirtschaft und persönliche Vorteilsnahme in ihrem Heimatstaat Alaska lässt die republikanischen Wahlkampfstrategen in Deckung gehen, ebenso, wenn sie im <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,577798,00.html">TV den Mund aufmacht und politische Unzulänglichkeit offenbart</a>.</p>
<p>Palin knallt, unaufhörlich, unvorhersehbar, und wohin sie (und McCain) nachher landen ist nicht absehbar. Oder vielleicht doch? Knallfrosch Palin ist bei den Evangelikalen eingeschlagen wie eine Bombe. Die christliche Rechte kann sich durch sie wieder mehr für McCain for President erwärmen.</p>
<p>Und was macht Obama? Seine Kampagne wirkt angesichts der republikanischen Herausforderug aus Alaska wie ein kollektives Fragezeichen. Und doch könnte Palin am Ende nur das kleinste Problem für die Demokraten sein.</p>
<p>Gerade schwarze Wähler unterstützen Obama in bisher nicht dagewesener Weise. Das bringt aber nur dann etwas, wenn sie denn überhaupt an die Urne dürfen. Der Einwand (<a href="http://www.gregpalast.com/obama-doesn%E2%80%99t-sweat-he-should">&#8216;Obama schwitzt nicht &#8211; er sollte&#8217;</a>) kommt von dem investigativen Reporter Greg Palast. Der war unter anderem an der Enthüllung der Unregelmäßigeiten in Florida im Zuge der vorletzten Präsidentschaftswahlen beteiligt gewesen. Jetzt warnt er, dass viele  schwarze Wähler, insbesondere in Swing States und kritischen Wahlbezirken durch fadenscheinige Begründungen an der Abgabe ihrer Stimme gehindert werden würden. </p>
<p>Obama hat ein zweites großes Problem, das auch Umfragen nicht abschätzen können: <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0913/magazin/0001/index.html">Er ist und bleibt zu &#8216;strange&#8217;</a>. Und das bezieht sich auch auf eine Charakteristik, die bislang nicht groß zur Debatte stand: seine Hautfarbe. Wie viele der Amerikaner, die jetzt öffentlich lautstark den Wandel beschwören im November in der Abgeschiedenheit der Wahlkabine doch das Kreuz bei dem &#8216;Anderen&#8217; &#8211; oder gar nicht &#8211; machen, ist unbekannt.</p>
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		<title>Gender Card, Race Card, Patriotism Card&#8230; Antichrist Card?</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Aug 2008 23:12:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Adrian Rosenthal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Election 2008]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/mopkn0lPzM8&#038;hl=en&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/mopkn0lPzM8&#038;hl=en&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object><br />
Die McCain-Campaign hat seit ein paar Tagen ein neues Video ins Netz gestellt. Was eigentlich wie der eher hilflose und gescheiterte Versuch aussieht, der zugegebenermaßen zum Teil etwas aus dem Ruder gelaufenen Begeisterung um Obama mit Ironie und Satire zu begegnen, ist laut der US-Bloggerin <a href="http://maudnewton.com/blog/?p=8777">Maud Newton</a> eigentlich was ganz anderes. Das Video solle Barack Obama vielmehr als möglichen Antichristen porträtieren. Die Zielgruppe: evangelikale Christen, die bisher von McCain nicht sonderlich begeistert sind, aber so an die Urnen getrieben werden sollen.</p>
<p>Nun, während meines Amerikanistik-Studiums hatte ich auch mal mit der lustigen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Left_Behind">Left Behind</a>-Serie zu tun, geschrieben von zwei fundamentalistischen Christen. Der Plot ganz kurz und überspitzt (nach meinen Erinnerungen, und es ist ja schon spät und ich bin ziemlich müde&#8230;): Der Antichrist ist gekommen (wenn ich mich recht erinnere ist er ein rumänischer Politiker, der UNO-Generalsekretär ist) und hat die Weltmacht an sich gerissen, die guten Christen verschwinden alle von dieser Welt (<em><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Rapture">The Rapture</a></em>), Jesus kommt, besiegt den Antichristen und errichtet das 1000-jährige Königreich (<em><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Kingdom_Come_(Left_Behind)">Kingdom Come</a></em>), und irgendwann kommt es noch zur finalen Entscheidungsschlacht zwischen Gut und Böse, alle Ungläubigen (= böse Nichtchristen) werden niedergemetzelt und all die guten Christen freuen sich. Welch christliche Botschaft! Trotz des wirren Plots ist die Serie mit einer Auflage von mehr als 50 Millionen Büchern in den USA ein Riesenerfolg &#8211; und dass nicht nur in irgendwelchen fundamentalistischen Gebetszirkeln in Alabama.</p>
<p>Nun ist mir aber noch folgendes in den Sinn gekommen, was das McCain-Camp wohl nicht bedacht hat. Da Jesus erst auf die Erde zurückkehrt, wenn  der Antichrist, also Obama, an die Macht kommt, sollten eigentlich alle, die an Rapture, Kingdom Come und so weiter glauben, Obama wählen. Das würde den Weg zum Tausendjährigen Reich, zum Paradies auf Erden, ja eigentlich nur beschleunigen. Das würde auch die Zeugen Jehovas freuen. Also an dieser Stelle der offizielle Aufruf an fundamentalistische Christen, an alle <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dispensationalismus">Dispensationalisten</a>: Wählt Obama!</p>
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		<title>McCains evangelikale Kopfschmerzen</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jul 2008 17:05:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ranty Islam</dc:creator>
				<category><![CDATA[Election 2008]]></category>
		<category><![CDATA[Republicans]]></category>
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		<category><![CDATA[Repubikaner]]></category>

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		<description><![CDATA[John McCain hat alle Hände voll zu tun, desillusionierte Bush-Wähler wieder ins Boot der Republikaner zu holen. Eine Wählergruppe wird gegen seine Avancen allerings so resistent bleiben wie keine andere: evangelikale Christen. Jene wiedergeborenen Amerikaner, die im Bibel-Gürtel der USA George W. bei vergangenen Wahlen die (möglicherweise entscheidenden) Stimmen eingebracht hatten. John McCain, der Vietnam-Veteran [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>John McCain hat alle Hände voll zu tun, desillusionierte Bush-Wähler wieder ins Boot der Republikaner zu holen. Eine Wählergruppe wird gegen seine Avancen allerings so resistent bleiben wie keine andere: evangelikale Christen. Jene wiedergeborenen Amerikaner, die im Bibel-Gürtel der USA George W. bei vergangenen Wahlen die (möglicherweise entscheidenden) Stimmen eingebracht hatten.</p>
<p>John McCain, der Vietnam-Veteran kommt bei dieser Klientel nicht durch. Auch seine Fließband-Rethorik für ein starkes Amerika, den Krieg gegen den Terror, die Waffen-Lobby, Immigrationskontrolle etc. zieht nicht so richtig. Nein, er müsste sich schon zu einer der Ihren machen wie sein amtierender Parteikollege im Weißen Haus, um den Segen der Evangelikalen zu bekommen. </p>
<p>Wenn sie ihn schon nicht wählen, dann sollen sie wenigstens ihren Mund halten &#8211; denkt wohl auch McCain. Den Knebel dafür besorgt ihm gegenwärtig McCains Parteigenosse Senator Charles Grassley. Er leitet einen Kongress-Untersuchungsausschuss, der sechs der so genannten Mega-Churches unter die Lupe nehmen soll &#8211; wegen möglichen Missbrauchs von steuerbefreiten Geldern. Die Riesenkirchen mit Tausenden von Mitgliedern, unterhalten eigene Medienimperien inlusive evangelikalen TV-Sendern. Ihre Chef-Priester haben von ihren Schäfchen Luxus-Anwesen, <a href="http://www.worldmag.com/articles/14174">Privatjets</a> und dergleichen spendiert bekommen. Und offenbar steuerlich absetzbar, oder doch nicht?</p>
<p>Die TV-Prediger wehren sich. <a href="http://rawstory.com/rawreplay/?p=1401">&#8220;Es ist nicht für Euch, sondern nur für Gott zu sehen&#8221;</a>, sagt etwa Kenneth Copeland, der sich weigert, seine Einkünfte offenzulegen &#8211; und begründet dies mit dem Prinzip seiner säkularen Gegner: die Trennung von Staat und Kirche.</p>
<p>Es sieht nicht so aus, dass der US-Kongress dieser Logik unbedingt folgt. Wer weiß, vielleicht könnte der Ausschuss geneigt sein, Milde walten zu lassen, wenn sich die charismatischen und einflussreichen &#8220;Teleangelicals&#8221; mit öffentlicher Kritik an McCain zurückhalten. </p>
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