Unser letzter Post in 2015. Guten Rutsch!

Ausnahmsweise nicht im “Beast”: US-Präsident Barack Obama (l.) und Jerry Seinfeld.

Mit der TV-Serie “Seinfeld” (1989 bis 1998) wurde Jerry Seinfeld zum bestbezahlten TV-Comedian der Welt. 2012 begann Seinfeld mit der Web-Serie “Comedians in Cars getting Coffee“. Der Titel verrät dabei das Programm: Der 61-Jährige holt prominente Zeitgenossen vor die Kamera, fährt mit ihnen in schönen Autos durch die Gegend und trinkt mit ihnen einen Kaffee.

Für den Auftakt der siebten Staffel (Link zum Video) konnte Seinfeld einen ganz besonderen Gast gewinnen: US-Präsident Barack Obama. In dem rund 20-minütigen Video beweist Obama wieder einmal, dass er als Politiker in Sachen Lässigkeit und Schlagfertigkeit kaum zu schlagen ist. Warum er mitmacht? ”Ich wollte immer mal Teil einer Show sein, in der es um absolut nichts geht. Hier bin ich”, so Obama

Mit diesem Post verabschiedet sich “Amerika wählt” vom Jahr 2015. Wir wünschen einen guten Rutsch – und viel Erfolg im neuen Jahr!

Auf der dunklen Seite der Macht

Willkommen im Weißen Haus: R2D2, Stormtrooper und Josh Earnest.

Die Welt ist im kollektiven “Star Wars”-Fieber. Kein Wunder, dass der Hype um die Sternensaga auch Auswirkungen auf US-Präsident Barack Obama hat. Am Freitag, kurz vor dem Start seines Weihnachtsurlaubs, kündigte er zu Beginn einer Pressekonferenz an: “Dies ist nicht die wichtigste Veranstaltung heute.” Hintergrund: Wenig später fand eine Sonderaufführung des siebten “Star-Wars“-Films “Das Erwachen der Macht” im Weißen Haus für Angehörige gefallener Soldaten statt.

Kaum hatte Obama den Saal verlassen, eroberten zwei Stormtrooper und Regierungssprecher Josh Earnest die Bühne. R2D2 dagegen schaffte es kaum in den Raum – machte aber akustisch auf sich aufmerksam.

Stormtrooper im US-Machtzentrum? Die dunkle Seite der Macht (Disney?) ist offenbar weitaus einflussreicher als bislang angenommen.

Den Film schauen wir uns natürlich trotzdem an.

Warum es für Clinton zurzeit nicht besser laufen könnte

Eingespieltes Duo: Bill und Hillary Clinton in Iowa.

Tja, wir haben es verpasst. Leider. Terminstress, Vergesslichkeit, Faulheit: Irgendwie kam gestern alles zusammen. Von daher holen wir das jetzt einfach nach: alles Gute zum Geburtstag, Hillary Clinton. 68 Jahre ist die ehemalige First Lady und Außenministerin der USA geworden. Aber, machen wir uns nichts vor, es wird Clinton ziemlich egal sein, ob Amerika wählt an ihren Geburtstag denkt oder nicht. Für die Demokratin läuft es im Vorwahlkampf zurzeit ausgesprochen gut. Die vergangenen Tage dürften daher Clintons größtes Geschenk gewesen sein.

Clinton überzeugte in der ersten TV-Debatte der Demokraten, ihr Rivale Bernie Sanders trat als weltfremder Sozialist auf (und erlangte erst durch eine “Saturday Night Live”-Parodie Berümtheit), im Kongressausschuss zum Bengasi-Anschlag stritten sich ihre Rivalen lieber untereinander und dann teilte auch noch Vizepräsident Joe Biden mit, nicht ins Rennen um die Nachfolge von Präsident Barack Obama einzusteigen. Für das Web-Magazin “The Federalist” steht fest: “Clinton ist unausweichlich.”

Dazu kam ein beinahe surreal anmutender Kampf bei den Republikanern um die Nachfolge von John Boehner als Vorsitzender des Repräsentantenhauses.

Vor wenigen Tagen teilte Ex-Präsidentschaftskandidat Paul Ryan mit, für das Amt kandidieren zu wollen. Doch wird es Ryan gelingen, die erzkonservativen Tea-Party-Anhänger (“Freedom Caucus”) einzubinden? Der nun erreichte Budgetkompromiss geht auf Boehners Konto – Ryan dürfte das nur wenig Spielraum verschaffen.

Die chaotischen Zustände bei den Republikanern haben nicht nur Ryan beschädigt. Sie zeigen auch, warum der vermeintliche Spitzenkandidat Jeb Bush bei aktuellen Umfragen nur bei rund sieben Prozent liegt. Die Parteibasis legt keinen Wert auf politische Erfahrung und Kompromissfähigkeit – sie liebäugelt lieber mit dem exzentrischen Milliardär Donald Trump und dem Außenseiter Ben Carson.

Halloween geht bei Clinton vor

Clinton marschiert, ihre Gegner kapitulieren oder versinken in machtpolitischen Grabenkämpfen. Gemeinsam mit Ehemann Bill kann sie daher in Ruhe Spenden einsammeln und um Wähler werben. Der jüngste Post auf Clintons offizieller Facebook-Seite verdeutlich das. Dort geht es nicht um politische Themen, sondern um Vorschläge für ein gelungenes Halloween-Kostüm.

Es läuft also rund für Clinton. Ihr Geburtstag hat das verdeutlicht. 68 Jahre? Vor der Kandidatur der Demokratin gab es immer wieder Diskussionen über ihr Alter. Schließlich gab es mit Ronald Reagan und William Henry Harrison nur zwei Politiker, die mit einem vergleichbaren oder höheren Alter ins Weiße Haus einzogen.

Clinton selbst erstickte alle möglichen Zweifel im Keim: Elf Stunden lang trotze sie entspannt und meist gut gelaunt dem Kreuzfeuer im Bengasi-Ausschuss. Danach sorgten vor allem Gifs ihrer lässigsten Gesten für Aufsehen im Netz. Virale Beliebtheit: Wer braucht da noch Glückwünsche zum Geburtstag?

Wahl 2016: Biden verzichtet auf Kandidatur

Nun ist es raus: Joe Biden will nicht US-Präsident werden.

Die Entscheidung ist gefallen: US-Vizepräsident Joe Biden wird sich bei den Demokraten nicht als Präsident der Vereinigten Staaten bewerben. Das gab der 72-Jährige in Washington bekannt. Biden hatte es lange offengelassen, ob er Nachfolger von Staatschef Barack Obama werden will. An der Basis seiner Partei hatten sich viele Wähler gewünscht, dass Biden antritt.

Ex-Außenministerin Hillary Clinton und Senator Bernie Sanders (Bundesstaat Vermont) bleiben damit die beiden Bewerber mit den höchsten Chancen auf die Kandidatur. Clinton gilt als Favoritin.

Seinen Verzicht begründete Biden unter anderem mit familiären Gründen. Erst im Mai war sein Sohn Beau mit 46 Jahren an den Folgen eines Gehirntumors gestorben.

Besser geht’s nicht

Im Mittelpunkt: Larry David und Kate McKinnon während der “SNL”-Debatte.

Manchmal werden Träume eben doch wahr: Comedian Larry David (“Seinfeld”, “Curb Your Enthusiasm”) ließ es sich nicht nehmen, bei der US-Fernsehshow ”Saturday Night Live” (SNL) überraschend als demokratischer Präsidentschaftskandidat Bernie Sanders aufzutreten. Nicht nur das “SNL”-Publikum war begeistert. Nach der Sendung wurde David im Netz für seinen Auftritt frenetisch gefeiert. Da mussten sogar Hollywood-Star Alec Baldwin und die ansonsten umjubelte Hillary-Clinton-Darstellerin Kate McKinnon zurückstecken.

Wer die Debatte der Demokraten verpasst hat, kann sie sich hier in voller Länge anschauen:

Republikaner versinken im Chaos

“Brauchen ein frisches Gesicht”: Kevin McCarthy beugt sich dem Druck des Tea-Party-Flügels.

Bei den US-Republikanern eskaliert der Machtkampf zwischen moderaten und konservativen Kräften: Bei einer Vorwahl hat Kevin McCarthy (50), der Favorit für den prestigeprächtigen Posten des Präsidenten des Abgeordnetenhauses, seine Kandidatur zurückgezogen. 50 erzkonservativen Abgeordnete hatten sich zuvor von ihm distanziert. McCarthy galt als Favorit für die Nachfolge von John Boehner. “Wir brauchen ein frisches Gesicht”, sagte dessen aktueller Stellvertreter.

Am 29. Oktober sollen die republikanischen Abgeordneten über die Nachfolge Boehners abstimmen, der seinen Rücktritt angekündigt hatte. Boehner galt dem Tea-Party-Flügel seiner Partei als zu moderat und kompromissbereit. Gleiches wurde nun McCarthy zum Verhängnis.

PAC erhöht Druck: Erster Biden-Spot online

Mann mit bewegter Vergangenheit: undatiertes Familienfoto von Joe Biden.

Es ist eine Frage, die die US-Demokraten umtreibt: Bewirbt sich Joe Biden im kommenden Jahr um die Präsidentschaftskandidatur? Der Vize von Staatschef Barack Obama zögert – und mit jedem zusätzlichen Tag wird eine Kandidatur unwahrscheinlicher. Die Kampagne von Ex-Außenministerin Hillary Clinton läuft – trotz ihrer E-Mail-Affäre – auf Hochtouren. Schon heute wäre es für den beim Volk beliebten Biden schwierig, organisatorisch nachzuziehen und in den Umfragen aufzuholen.

Das Political Action Committee “Draft Biden” hat nun einen TV-Clip veröffentlicht, um den 72-Jährigen zu einer Kandidatur zu ermuntern. In dem rund anderthalb Minuten Spot geht es um Bidens tragische familiäre Vergangenheit: 1972 kamen Bidens Frau Neilia und seine einjährige Tochter Naomi bei einem Autounfall ums Leben. Im Mai dieses Jahres starb Sohn Beau mit 46 Jahren an einem Gehirntumor.

Der Clip “My Redemption” (“Meine Erlösung”) ist unterlegt mit einer emotionalen Rede Bidens. Zu sehen sind zahlreiche Familienbilder und Aufnahmen mit Obama. Am Ende erscheinen zwei Wörter: ”Joe, run” (“Joe, bewirb dich”). Der “Washington Post” zufolge will Biden Ende Oktober bekannt geben, ob er sich um Obamas Nachfolge bewirbt.

“Saturday Night Live”: Wenn Hillary auf Hillary trifft

Hillary Clinton (r.) und Kate McKinnon bei “Saturday Night Live”

Sie hatte die Lacher auf ihrer Seite: Hillary Clinton ist als “Barkeeperin” in der legendären US-Fernsehshow “Saturday Night Live” (SNL) aufgetreten. Die demokratische Präsidentschaftsbewerberin mimte eine Barfrau namens Val.

Clinton selbst wurde von SNL-Schauspielerin Kate McKinnon verkörpert. Die echte Clinton versuchte sich in dem Sketch auch in einer Darstellung des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. Clinton schrieb wenig später bei Twitter: “Eine Stimme für Hillary ist eine Stimme für vier weitere Jahre von Kate McKinnons Anmutung.”

Die 67-Jährige gilt bei den Demokraten als Favoritin für die Präsidentschaftskandidatur. Ihr Wahlkampf wird jedoch durch eine Affäre um die Nutzung ihrer privaten E-Mail-Adresse während ihrer Amtszeit als Außenministerin überschattet.

Fallon reißt Witz – Christie haut ab

“Juhu!”: Chris Christie (l.) und Late-Night-Talker Jimmy Fallon.

Republikaner und Humor: Das ist oft eine schwierige Kombination. (Wir wollen an dieser Stelle Donald Trumps Kandidatur einmal außen vor lassen.) Glücklicherweise gibt es New Jerseys Gouverneur Chris Christie. Bei Late-Night-Talker Jimmy Fallon hat der republikanische Präsidentschaftskandidat erneut bewiesen, keine Probleme mit Witzen über sein Gewicht zu haben. Oder doch? Zumindest stürmte Christie nach einer Bemerkung von Fallon über vermeintliche Jubelstürme des Politikers über Eiscreme (“Juhu!”) erst einmal von der Bühne.

Ernst gemeint war das natürlich nicht. Christie kam schnell zurück und sagte zu Fallon: “Sollte ich mich je aus der Öffentlichkeit zurückziehen, müsstest du zwei Schreiber einstellen, um mit ihren Texten all den Müll über mich zu ersetzen.”

Ach so: Im Anschluss drohte Christie noch an, bei der anstehenden TV-Debatte der Republikaner (16. September) gegebenenfalls zur “Atomwaffe zu werden”. Der Mann weiß einfach, wie er Aufmerksamkeit erzeugen kann.

Obamas Kampfansage an die Kohlekraft

Barack Obama will den Klimaschutz zu einem Markenzeichen seiner Präsidentschaft machen.

Es geht um sein politisches Erbe. US-Präsident Barack Obama will die Ziele zur Bekämpfung des Klimawandels verschärfen. Das kündigte er in einem auf Facebook veröffentlichen Video an. Obamas Plan zufolge müssten Kraftwerke ihren Schadstoffausstoß bis 2030 um 32 Prozent (im Vergleich zu 2005) verringern, berichtete die “New York Times“. Obama sprach vom größten Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels, den die USA je gemacht hätten.

Die Sache hat jedoch einen Haken: Die Republikaner kündigten bereits Widerstand an. Gleichzeitig dürften sich auch zahlreiche Bundesstaaten querstellen. Mit großer Wahrscheinlichkeit muss sich am Ende der Supreme Court mit dem Streit beschäftigen.

Bereits in Obamas Wahlkampf 2008 hatte der Klimaschutz eine wichtige Rolle gespielt. Als Staatschef konzentrierte sich der Demokrat zunächst auf die Verabschiedung der Gesundheitsreform. Nun soll der Klimaschutz zum weiteren Markenzeichen seiner Präsidentschaft werden. Diese endet im Januar 2017.

Ted Cruz, Han Solo und Spider-Man

Ist also mehr ein Spider-Man-Typ: Ted Cruz im US-Senat.

Ted Cruz will für die US-Republikaner als Präsident ins Weiße Haus einziehen. Die Chancen dafür sind eher gering. Der Webseite “Realclearpolitics” zufolge liegt er in aktuellen Umfragen abgeschlagen hinter der Spitze. (Also dort, wo zurzeit erstaunlicherweise Donald Trump liegt.) Cruz geht nun mit einem neuen Buch in die Offensive. Der Titel lautet: “A Time for Truth: Reigniting the Promise of America”. Übersetzt heißt das in etwa: “Zeit für die Wahrheit: Das Versprechen Amerikas erneuern”. Im Interview mit der “New York Times” hat der texanische Senator erklärt, wie er das machen will.

Erstaunlicherweise ist das Interview äußerst unterhaltsam. Das liegt weniger am politischen Inhalt, vielmehr erzählt Cruz viel über seine Jugend und seine popkulturellen Idole. Wer wissen will, was Cruz mit der “Star Wars”-Legende Han Solo und dem Comic-Held Spier-Man zu tun hat, der findet die Antwort hier. Und wer wissen will, warum der US-Blog “The Verge” ziemlich wenig von dem Interview hält, der sollte hier klicken.

US-Republikaner: Scott Walker verkündet Kandidatur

“Ich bin dabei”: Scott Walker will für die Republikaner ins Weiße Haus einziehen.

Er ist Nummer 15: Der US-Republikaner Scott Walker hat seine Präsidentschaftsbewerbung verkündet. “Ich bin dabei. Ich bewerbe mich als Präsident, weil die Amerikaner einen Anführer verdienen, der für sie kämpft und gewinnt”, schrieb der Gouverneur des Bundesstaats Wisconsin bei Twitter. Der 47-Jährige liegt in Umfragen derzeit in der Spitzengruppe.

Haariges Video: Wenn Homer auf “The Donald” trifft

Siegertypen unter sich: Donald Trump (l.) und Homer Simpson. 

Er will den “Niedergang Amerikas” aufhalten: Mitte Juni gab Donald Trump seine Kandidatur um das Amt des US-Präsidenten bei der Wahl 2016 bekannt. „Wir werden unser Land wieder zu alter Größe führen“, sagte der 69-jährige Milliardär (“The Donald”) im Trump Tower in New York. Der bizarre Auftritt sorgte für reichlich Wirbel, Jon Stewart, scheidender Moderator der Satiresendung “The Daily Show”, bedankte sich aufgrund der Fülle an brauchbarem Material gar bei dem Immobilienmogul.

Auch die Macher der “Simpsons” scheinen Trumps Ambitionen nicht wirklich ernst zu nehmen. In einem kurzen Video schicken sie Homer Simpson auf eine verrückte Reise durch Trumps legendäre Haarpracht.

Wir wünschen viel Spaß.

Christie will US-Präsident werden

“Ich bin bereit”: Chris Christie in New Jersey.

Das Feld der republikanischen Bewerber um die US-Präsidentschaft ist erneut größer geworden. Mit New Jerseys Gouverneur Chris Christie stieg der 14. Kandidat ins Rennen um die Nominierung bei den Vorwahlen ein. “Ich bin bereit, für die Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika zu kämpfen“, sagte der 52-Jährige bei der Verkündung in einer High School in New Jersey.