Ist Donald Trump wirklich der Held der weißen Arbeiterklasse?

Ich gebe zu, die Frage ist suggestiv. Aber wir haben ganz ehrlich unsere Neutralität bei “Amerika wählt” ohnehin schon vor einer Weile an den Nagel gehängt. Hängen müssen. Es war schon immer schwer – denkt nur mal an Sarah Palin oder die Geschichte mit dem Hund auf dem Autodach von Mitt Romney – aber bei Donald Trump ist es wirklich unmöglich, neutral zu bleiben. Der Mann ist rassistisch, frauenfeindlich, selbstbezogen, unverschämt, undiszipliniert, faul und frei jeder politischen Erfahrung.

Was er nicht ist, ist der Verteidiger der weißen Arbeiterklasse, als der er sich immer darstellt. Auch das wusstet ihr bereits. Hillary Clintons Kampagne hat es trotzdem nochmal schön herausgearbeitet, damit es auch noch mehr Wähler aus genau dieser Gruppe begreifen. In gleich drei neuen TV-Spots kommen mittelständische Unternehmer zu Wort, die einst für Trump gearbeitet haben und ihr Geld nie zu Gesicht bekommen haben. Zusammen ergeben die drei Spots eine groben Keil für einen groben Klotz. Gut so.

Und wen genau hat Trump so alles betrogen?

Einen Glaser…

…einen Instrumentenhändler…

und einen mittelständischen Bauunternehmer

#DearNextPresident

Die amerikanische Webseite “Fusion”, die sich vor allem an Millenials richtet, hat in den letzten Wochen die Kampagne #DearNextPresident gefahren. Die simple, aber wirklich gute Idee: was sehen jungen Menschen in den USA als die wichtigsten politischen Herausforderungen an. Was ist ihre Wunschliste an den neuen Präsidenten (hoffentlich Präsidentin)?

Jetzt hat Fusion in Zusammenarbeit mit dem Weltwirtschaftsforum die Kampagne ausgedehnt und Millenials nicht nur aus den USA sondern weltweit dazu befragt. Das Ergebnis könnt ihr hier sehen:

[Disclaimer: Der Autor arbeitet für das Medienteam des Weltwirtschaftsforums]

From Russia with Love – #TrumpWon hashtag in Russland gestartet.

UPDATE:

Es gibt berechtigte Zweifel, dass der #TrumpWon hashtag tatsächlich in Russland gestartet wurde. Fest steht aber wohl, dass er einen wesentlichen Teil seines Traffics aus Russland erhalten hat. Besonders @TeamTrumpRussia hat sich dabei hervorgetan.

Den besten Überblick dazu gibt es in diesem Artikel der Washington Post.

———————————–
Bescheiden war der ja nie, der Donald. Dass er seinen vermeintlichen Sieg in der ersten TV-Debatte gegen Hillary Clinton als Twitter-Trend feiert überrascht daher niemanden.

Angesichts der in Wirklichkeit absolut unterirdischen Debatten-Performance sind andere aber schon stutzig geworden. Zum Beispiel Louise Mensch, die sich selbst als konservative Vordenkerin versteht.

Die hat es wiederum bei dem Nerd Dusty ausgegraben, der sich die Herkunft der Tweets genauer angeschaut hat.

“Late Show”: Colbert fasst TV-Duell mit einem Wort zusammen

“Falsch”: Stephen Colbert rechnet nach dem ersten TV-Duell ab.

Das erste TV-Duell zwischen Hillary Clinton und Donald Trump ist vorbei. Das Ergebnis ist für viele eindeutig: Clinton gewann, Trump verlor. Die Demokratin wirkte deutlich präsidiabler als ihr republikanischer Rivale. Eine CNN-Blitzumfrage sah Clinton mit 62 Prozent vorn, für Trump entschieden sich nur 27 Prozent der Befragten.

Für Latenight-Talker Stephen Colbert war die langerwartete Diskussion naturgemäß Pflichtprogramm. Seine “Late Show” fand im Anschluss an das Duell statt und wurde live ausgestrahlt.

Colberts Monolog wurde zur grandiosen Abrechnung mit den Kandidaten. “Es gab ein Wort, das zusammenfasste, wie sich diese Debatte, diese ganze Wahl anfühlt”, sagte der Moderator. Es folgte eine Collage von Szenen, die zeigten, wie Trump immer wieder ein Wort benutzte, um Clinton zu unterbrechen: “falsch”.

Noch Fragen?

Hier das komplette Video:

The 3-point plan to restore US growth and opportunity

politics inequality 102

Guest Commentary by Richard Samans

The insurgent candidacies of both Sen. Bernie Sanders and Donald Trump in this year’s presidential campaigns exposed a deep fault line in American economic policy: too few voters today have confidence in the country’s economic stewardship over the past generation.

In fact, Americans – by virtue of their support for Sanders and Trump – have issued a direct intellectual challenge to the market-friendly, internationally-open policy model of the past several decades. As wages have stagnated, inequality has grown and technological change and globalization have continued to disrupt Americans’ lives, more people are demanding an economy that generates both wider social participation and broader distribution of its benefits.

Unfortunately, the question of how we can improve not only the quantity of economic growth but its quality – i.e., its bottom-line payoff to society in the form of sustained progress in median living standards – has not been the top focus of U.S. economic policy for a very long time. But if policymakers are serious about restoring opportunity and upward mobility to the vast number of Americans who’ve felt left behind by the seismic shifts in our national and global economy, the task of structural economic reform to address this challenge must become absolutely paramount.

It’s true that U.S. macroeconomic policy has been anything but inert and complacent since the 2008-09 financial crisis, and great credit is due the Federal Reserve, the Obama Administration and Congress for stabilizing the economy, fostering a recovery and reducing the fiscal deficit to a more sustainable level. But the most important domestic reforms of the past twenty years – such as the Affordable Care Act, the Dodd-Frank financial reform, Leave No Child Behind, the Medicare prescription drug benefit and recent energy and climate rules – were neither aimed at nor had the effect of structurally adapting the economy to the challenges posed to American employment, production and living standards by technological change and globalization.

Read the full article here.

Richard Samans is a Managing Director of the World Economic Forum and former Special Assistant to President Bill Clinton for International Economic Policy, and Senior Director, National Security Council, White House

Clinton bricht 9/11-Auftritt ab – Video auf Twitter

Szene aus dem Twitter-Clip von Zdenek Gazda: bereits über 34.000 Retweets.

Hillary Clinton hat die 9/11-Gedenkveranstaltung in New York wegen gesundheitlicher Probleme vorzeitig verlassen müssen. Ein Sprecher sagte, Clinton habe sich “überhitzt” gefühlt und sich in die Wohnung ihrer Tochter Chelsea zurückgezogen.

In einem Video, das der Amerikaner Zdenek Gazda auf Twitter postete, war zu sehen, wie die 68-Jährige schwankt und zu stürzen scheint. Drei Leuten müssen sie halten. Gazdas Clip erfährt eine enorme virale Verbreitung: In wenigen Stunden wurde er bereits mehr als 34.000 Mal weitergeleitet. Mehr als eine Stunde später verließ die demokratische Präsidentschaftskandidatin die Wohnung ihrer Tochter wieder. Clinton sprach kurz mit Reportern und sagte, dass es ihr wieder besser gehe.

Clintons Gesundheit war zuletzt immer wieder ein Thema im US-Wahlkampf. Ihr republikanischer Rivale Donald Trump (70) warf ihr vor, physisch nicht in der Lage zu sein, das Präsidentenamt auszufüllen.