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Kein Geheimnis mehr: Hillary Clinton würde gern Barack Obamas Nachfolgerin werden.

In Hillary Clintons E-Mail-Affäre gibt es neue Vorwürfe. Anscheinend hat die Ex-Außenministerin und potenzielle Präsidentschaftskandidatin der Demokraten alle Korrespondenz auf ihrem persönlichen Rechner gelöscht.

Das zumindest teilte der Republikaner Trey Gowdy mit. Der Vorsitzende eines Kongress-Ausschusses berief sich auf Angaben von Clintons Anwalt David Kendall. Der “New York Times” zufolge verteidigte dieser das Vorgehen der ehemaligen Außenministerin aber als  legitim. Gowdy dagegen sprach von einem bisher beispiellosen Vorgang.

Jüngst war bekannt geworden, dass Clinton als Chefdiplomatin der Vereinigten Staaten ausschließlich eine private E-Mail-Adresse für ihre dienstlichen Korrespondenzen benutzte. Nach öffentlichem Druck gab Clinton schließlich 30.000 Korrespondenzen heraus – die jedoch von Mitarbeitern aussortiert waren. Gowdy zufolge löschte Clinton im Anschluss den Rest.

“The Rock Obama” räumt auf

Ziemlich wütend: “SNL”-Darsteller Jay Pharoah als Barack Obama.

Für den Schauspieler Dwayne Johnson ist es längst zu einer Art Kultrolle geworden. In der Comedy-Sendung “Saturday Night Live” (“SNL”) tritt der Ex-Wrestler regelmäßig als muskelbepacktes Ebenbild von Präsident Barack Obama auf. In der jüngsten Ausgabe der legendären NBC-Show zeigte Johnson erneut, was passiert, wenn man Obama “sehr wütend macht”.

Hier das Video:

“Obamacare”-Protest wird zum Fiasko

“Erzählen Sie Ihre Geschichte”: Webseite von Cathy McMorris Rodgers.

Die US-Republikaner verachten die Gesundheitsreform. Für die Konservativen ist das wohl wichtigste innenpolitische Projekt von Präsident Barack Obama eine Beschneidung bürgerlicher Freiheitsrechte und eine Belastung der Wirtschaft. Obama, der den Affordable Care Act vor fünf Jahren unterzeichnete, sieht das naturgemäß anders. “Familien und Unternehmen sparen mit diesem Gesetz Geld”, sagte der Staatschef jüngst. Außerdem rette die Reform Leben. Das Gesetz “funktioniert”, befand Obama, trotz der “unzähligen Versuche” der Republikaner, es “zu diffamieren”.

Mehr“Obamacare” = iOS 7?

Die Kongressabgeordnete Cathy McMorris Rodgers ist eine besonders erbitterte Gegnerin von “Obamacare”. Als Vorsitzende der House Republican Conference ist die evanglikale Christin zurzeit die mächtigste Republikanerin im Kongress. Nun wollte Rodgers einen Online-Protest gegen die Reform entfachen. Das Gesetz sei ”zerstörerisch”, so Rodgers. “Erzählen Sie Ihre Geschichte, damit ich besser verstehen kann, wie groß Ihre Probleme sind”, schrieb die 45-Jährige auf ihrer Webseite und auf Facebook. Doch der Aufruf entwickelte sich zum Fiasko.

Es dauerte nicht lange, bis auch die Befürworter der Reform auf den Aufruf aufmerksam wurde. Viele Nutzer beschrieben die positiven Auswirkungen des Gesetzes. Familienangehörige seien endlich versichert und könnten nun ein besseres Leben führen. Gleichzeitig wurde massive Kritik an Rodgers und ihrer Partei laut. Die Webseite “Vox.com” schrieb: “Das ist ein Lehrstück in der Nutzung sozialer Medien.”

Supreme Court prüft “Obamacare” noch immer

Der Affordable Care Act hatte den Kongress im März 2010 nach heftigem politischen Streit passiert und trat im Oktober 2013 in Kraft. Im Zentrum steht die Pflicht aller Bürger, sich bei einer Krankenkasse zu versichern – sonst droht eine Strafzahlung. Geringverdiener erhalten staatliche Zuschüsse für den Kauf einer Versicherung. Die Folgen: Die Zahl der Amerikaner ohne Krankenversicherung sank um 16,4 Millionen. Der Anteil der Unversicherten ging von 20,3 auf 13,2 Prozent zurück.

Der Oberste Gerichtshof erklärte die Versicherungspflicht im Juni 2012 zwar für verfassungskonform. Derzeit prüft der Supreme Court jedoch, ob die staatlichen Beihilfen für Versicherte rechtlich gedeckt sind. Im Juni wird mit einer Entscheidung gerechnet.

Ted Cruz und der falsche Geburtsort

War da was? Seine kanadische Vergangenheit ist Ted Cruz eher unangenehm.

Als erster Republikaner hat Ted Cruz seine Kandidatur für das Präsidentenamt bei den Wahlen 2016 bekanntgegeben. Via Twitter veröffentlichte der texanische Senator eine kurze Botschaft und ein erstes Kampagnenvideo.

Der 44-Jährige sagte, er wolle den Respekt der Wähler verdienen. Nun drängt sich eine Frage auf: Darf der Erzkonservative überhaupt antreten? Schließlich wurde Cruz am 22. Dezember 1970 im kanadischen Calgary geboren. Sein Vater arbeitete dort für die Ölindustrie. Der US-Verfassung zufolge muss ein Präsidentschaftskandidat jedoch ein “Bürger von Geburt an” sein.

Für Cruz stellt sein Geburtsort kein politisches Problem da. Bereits 2013 sagte er zur Tageszeitung “The Dallas Morning News”, dass er gar nicht gewusst habe, eine kanadische Staatsbürgerschaft zu haben. Vorsichtshalber gab er diese im vergangenen Jahr zurück.

Der Tea-Party-Liebling, dessen vollständiger Name Rafael Edward Cruz lautet, wuchs in Texas auf, erlangte seinen College-Abschluss in Princeton und studierte anschließend Jura in Harvard. Cruz leitet die Berechtigung für seine Kandidatur vor allem von seiner in Amerika geborenen Mutter ab.

Aus rechtlicher Sicht ist Cruz’ Kandidatur wohl nicht zu beanstanden. Gibt es trotzdem einen Rest Unsicherheit? Ja, den gibt es. Denn der US-Verfassung zufolge muss jeder Kandidat für das Präsidentenamt 35 Jahre alt, seit 14 Jahren in den Vereinigten Staaten wohnhaft und ein “natural born citizen” sein, also ein Bürger von Geburt an.

Bereits 2008 war der Geburtsort ein heiß diskutiertes politisches Thema in den USA. Vor allem die – teils von den Konservativen instrumentalisierten – Diskussionen über die Geburtsurkunde des damaligen demokratischen Kandidaten Barack Obama sorgten für erbitterten Streit zwischen den Parteien. Der heutige Staatschef wurde 1961 in Honolulu (Bundesstaat Hawaii) geboren, seine Mutter war US-Bürgerin, sein Vater stammte aus Kenia.

Supreme Court muss noch entscheiden

Auch Obamas damaliger Gegner John McCain musste sich Fragen über seinen Geburtsort gefallen lassen. Der republikanische Senator kam 1936 auf einer US-Militärbasis in der Panamakanalzone zur Welt. Erst eine Senatsresolution stellte im April 2008 fest, dass McCain ein US-Bürger von Geburt an sei und zur Wahl antreten dürfe.

Die damaligen und aktuellen Diskussionen haben einen gemeinsame Kern. Die US-Verfassung gibt nur eine vage Definition eines “natural born citizen”. 2008 einigten sich amerikanische Rechtsexperten deshalb auf Folgendes: Die US-Staatszugehörigkeit muss mit der Geburt erfolgen und darf nicht erst über eine Einbürgerung erlangt werden. Cruz ist dieser Definition zufolge in der Lage, als Präsident zu kandidieren – seiner Mutter sei Dank.

Trotzdem bleiben Zweifel. Und das liegt am Supreme Court. Als letzte Instanz in Verfassungsfragen ist es dem Obersten Gerichtshof überlassen, einen Schlussstrich unter die Diskussion um die US-Staatsbürgerschaft qua Geburt zu ziehen.

Ex-Außenministerin Hillary Clinton, die der “New York Times” zufolge ihre Kandidatur für die Demokraten im April bekanntgeben will, kann die Debatten sorgenfrei verfolgen. Sie erblickte im Oktober 1947 in Chicago im Bundesstaat Illinois das Licht der Welt.

“Time” zeigt Hillary Clinton als Teufelin

Wirklich nur ein M? Das aktuelle “Time”-Cover.

Für viele Republikaner dürfte es schlicht die Wahrheit über Hillary Clinton sein. Das Cover der neuen Ausgabe des US-Magazins “Time” lässt bei der wahrscheinlichen Präsidentschaftsbewerberin der Demokraten für die Wahl 2016 vermeintliche Teufelshörner erkennen. Zu sehen ist eine schwarze Silhouette der Ex-Außenministerin, darüber prangt der “Time”-Schriftzug. Die beiden Bogen des Buchstaben M bilden dabei zwei kleine Hörner.

“Fällt Ihnen irgendetwas Komisches am neuen ‘Time’-Cover auf?”, schrieb das konservative Magazin “National Review” auf Twitter. Die Frage sei nun, ob es sich um eine ”Entgleisung von Photoshop” oder eine “subtile Erklärung der Redaktion” handele. Auch andere Medien diskutieren über das Cover.

Doch “Time” hielt dagegen. Das Magazin veröffentlichte eine Übersicht mit über 30 weiteren Cover-Aufnahmen der vergangenen Jahre. Dort sind auch Papst Franziskus, Microsoft-Gründer Bill Gates und Ex-Präsident Bill Clinton mit vermeintlichen Teufelshörnern zu sehen.

In seiner neuesten Ausgabe analysiert “Time” die Auswirkungen von Hillary Clintons jüngster E-Mail-Affäre. Dabei geht es um die Verwendung eines privaten E-Mail-Kontos für dienstliche Zwecke während ihrer Zeit als Außenministerin. Clinton erklärte jüngst, dass die Nutzung des privaten Kontos ein Fehler gewesen sei. Das Außenministerium verfüge über rund 55.000 ausgedruckte Seiten mit Mail-Nachrichten. Es gehe nun darum, diese schnellstmöglich zu veröffentlichen.

“Wie bringt man Obamas Augen zum Leuchten?”

Entspannter US-Präsident: Barack Obama scheint keine Probleme mit fiesen Tweets zu haben.

Barack Obama weiß, wie man sich als Prominenter im Internet präsentieren muss. Zuletzt bewies der US-Präsident das mit einem Clip für die Webseite “Buzzfeed”, der auf Facebook eine enorme virale Verbreitung erfuhr. Rund 50 Millionen Mal wurde das Video dort aufgerufen. Nun hat der 52-Jährige bewiesen, dass er auch über Sticheleien in fiesen Twitter-Nachrichten lachen kann – sogar wenn es um sein Äußeres geht. Obama machte bei der auf YouTube populären Kategorie “Mean Tweets” der US-Talkshow von Moderator Jimmy Kimmel mit.

Bei “Mean Tweets” lesen Prominente gehässige Nachrichten über sich selbst vor. “Gibt es irgendeine Möglichkeit, Obama zu einem Golfplatz um die halbe Welt zu fliegen und ihn einfach dort zu lassen?”, heißt es in einem Tweet, den der Demokrat vorlas. “Ich denke, das ist eine großartige Idee”, sagte der passionierte Golfer.

Ein anderer Nutzer schrieb: “Wie bringt man Obamas Augen zum Leuchten? Scheine mit einer Taschenlampe in seine Ohren.” Da musste sogar Obama lachen. “Ich finde, der ist ziemlich gut”, sagte der 52-Jährige.

Seit geraumer Zeit wird Obama wegen vermeintlich schlecht sitzender Jeans (“dad jeans”) aufgezogen – auch dazu gab es einen Tweet: ”Ich finde es ok, wenn der Präsident Jeans trägt. Aber ich finde es nicht ok, wenn der Präsident SOLCHE Jeans trägt”, las Obama vor. Moderator Jimmy Kimmel ließ es sich nicht nehmen, den Clip in einer typischen “Obama-Jeans” zu beenden.

Auf YouTube wurde die Obama-Ausgabe von “Mean Tweets” innerhalb eines Tages rund 3,1 Millionen Mal angesehen.