Obama-Sprecher Jay Carney geht

Schicksalsplatz eines “Press Secretary”: Jay Carney verlässt das Weiße Haus.

Jay Carney, Sprecher von Präsident Barack Obama, verlässt nach dreieinhalb Jahren das Weiße Haus. Das hat US-Präsident Barack Obama mitgeteilt. Carneys bisheriger Stellvertreter, Josh Earnest, steigt Mitte Juni zum neuen “Press Secretary” auf. Carney verlasse das Weiße Haus aus persönlichen Gründen, so Obama. “Ich werde ihn sehr vermissen”, sagte der Präsident.

Der Demokrat hatte den heute 49-Jährigen Anfang 2011 zu seinem Sprecher gemacht. Vor dieser Zeit war Carney zwei Jahre lang Kommunikationsdirektor von Vizepräsident Joe Biden. Carney ist ausgebildeter Journalist, er war knapp drei Jahre lang Washingtoner Bürochef des “Time”-Magazins. Auch Earnest gehört zu Obamas Vertrauten. Während der Vorwahlen zur Präsidentenwahl 2008 war Ernest Obamas Kommunikationsdirektor. Er ist außerdem die Stimme des YouTube-Tagebuchs der US-Regierung (“West Wing Week“).

“Der Bär ist los!”

Die Touristen waren verzückt, der Secret Service eher nicht. Am vergangenen Mittwoch gönnte sich US-Präsident Barack Obama einen  Spaziergang durch Washington. In einer seltenen Ausnahme entschied sich der Demokrat dafür, seine gepanzerte Limousine (“The Beast”) stehenzulassen und stattdessen zu Fuß zum Innenministerium zu laufen. “Der Bär ist los!”, sagte Obama. “Es ist gut, draußen zu sein.”

Auch wenn Obama von zahlreichen Leibwächtern umgeben war, nahm er sich die Zeit, mit einigen Touristen zu plaudern. Nach einer Rede im Innenministerium ging es dann ebenfalls zu Fuß zurück ins Weiße Haus. Eine Touristengruppe war baff, als Obama ihnen zurief: “Wie geht’s, Leute?” Er fügte an: “Wir können ruhig Hände schütteln. Ich beiße nicht”, so Obama.

Wenige später veröffentlichte das Weiße Haus auf YouTube ein Video von Obamas Spaziergang. Erstaunlich: Fast drei Millionen haben sich den kurzen Film bislang angeschaut.

Zensur mal anders

Unser Fundstück des Tages. Der US-Comedian Jake Vale hat seine “Censored!“-Reihe auf YouTube mit einem Ausflug in die Politik fortgesetzt. Was US-Präsident Barack Obama und sein Vize Joe Biden in Wirklichkeit sagen? Keine Ahnung. Gut möglich, dass es etwas mit “ducking” oder “hugging” zu tun hat. Der Rest entsteht auf (schräge Art und Weise) im Kopf des Zuschauers.

Clinton: “Bleibt wegen 2016 dran!”

Tritt sie 2016 wirklich an? Ex-Außenministerin Hillary Clinton macht weiter ein Geheimnis um ihre angeblichen Präsidentschaftsambitionen. “Bleibt dran”, sagte Clinton lapidar am Montag während eines Gesundheitskongresses in der US-Hauptstadt Washington. “Wenn ich es weiß, wisst ihr es auch”, so Clinton. Die Diskussionen dürfen also weitergehen.

Hier eine kurze Zusammenfassung von Clintons Auftritt:

Washington bittet zur “Nerdprom”

Überraschendes Treffen im Tattoo-Studio: Nancy Pelosi, Julia Louis-Dreyfus (M.) und Joe Biden

US-Vizepräsident Joe Biden hat eine klare Meinung zum White House Correspondents Dinner. “Ein paar Politikern erklären Hollywood, wie Politik funktioniert. Es lohnt sich nicht, da hinzugehen.” Die Welt ist klare Worte von Biden gewöhnt, aber diese Offenheit überrascht dann. Doch bei der “Nerdprom“, wie Washington die Abendgala gern nennt, darf man erst einmal nichts für bare Münze nehmen. Das Correspondents Dinner mit seinen Insider-Witzen ist das humoristische Großereignis der US-Hauptstadt. Auch in diesem Jahr nahm US-Präsident Barack Obama seine Gegner und sich selbst auf amüsante Art und Weise aufs Korn:

Ein weiterer Höhepunkt war das Eröffnungsvideo mit “Veep-”Hauptdarstellerin Julia Louis-Dreyfus und Biden:

Den Comedy-Part übernahm in diesem Jahr “Community“-Star Joel McHale: