The purple America

Das Wahlergebnis auf der Election Map zeigt auf den ersten Blick ein rot-blau geteiltes Amerika, zumeist zwischen urbanen und Küstenregionen, die demokratisch gewählt haben und ländlichen Regionen, die eher republikanisch geprägt sind. Robert Vanderbai und der Blog Big Think hatten die großartige Idee, die Übersicht der Election Map etwas genauer zu nehmen, entgegen dem Prinzip, “The winner takes it all”. Das Resultat? The purple America!

US-Wahl // Verlierer // Rush Limbaugh

Ich glaube, wir müssen neben “Romneysia” noch ein weiteres neues Wort finden. Da fehlt mir noch der Geistesblitz, aber Rush Limbaugh hätte bestimmt schnell eine Idee. Er kann ja auch ohne rot zu werden Entschuldigen und lustige Lügen aus dem Ärmel schütteln, die selbst Herman Cain wie Ned Flanders aussehen lassen. Aber vielleicht war er ob der Wahlergebnisse einfach so verwirrt, dass er noch mehr Quatsch als sonst geredet hat.

Eine Rede! (Und noch) Eine Rede! // #Romney #Obama



Ich will die beiden Reden eigentlich gar nicht groß kommentieren, da sich daraus meistens wenig Konkretes ableiten lässt. Aber es lässt sich hier wieder gut beobachten, wie beide beinahe schon reflexartig die überparteiliche Zusammenarbeit beschwören. Ich glaube es erst, wenn ich es sehe und wenn sie sich zusammenreißen. Besonders auf Seiten der Republikaner müssten hier Anstrengungen gemacht werden und sie müssten ihre Fundamentalopposition und Blockadehaltung aus Obamas erster Amtszeit aufgeben. Das wird für die GOP jedoch schwierig werden. Überhaupt müssen die Republikaner mal darüber nachdenken, wie sie sich in Zukunft aufstellen und neu erfinden werden. Denn bleiben sie die Partei der angry white old men, werden sie in naher Zukunft keine Wahl mehr gewinnen.

Election Map // Das Wahlergebnis auf einen Blick

Nach einem langen Wahltag gibt es hier nun das Ergebnis der US-Wahl. Wir können es offiziell wohl noch nicht Endergebnis nennen, denn in Florida wird immer noch gezählt. Da Obama den Sonnenstaat aber auch gewinnen wird, haben wir das bei unserer Wahlergebniskarte einfach schonmal berücksichtigt. Das (vorläufige) Endergebnis lautet dann:

  • Obama: 332 Wahlmännerstimmen
  • Romney: 206 Wahlmännerstimmen
  • Popular Vote: Obama 50.3 Prozent // Romney 48.1 Prozent

Extra 3 erklärt das Wahlsystem der USA

Wir hatten ja neulich schon ein paar Videos gepostet, die das Electoral College und andere Eigenheiten des Wahlsystems der USA erklären. Extra 3 hatte bereits 2008 ein sehr aufschlussreiches Erklärvideo produziert. Aufmerksam angucken, damit heute Abend beim gemeinsamen Wahl-Gucken mit Details geglänzt werden kann.

Quotes from the election campaign

by Anatol Itten

As the election day approaches, we collected 10 of the very outstanding quotes during the election campaign that remind us of the many past rallies and debates:

  1. “There are 47 percent of the people who will vote for the president no matter what. All right, there are 47 percent who are with him, who are dependent upon government, who believe that they are victims, who believe the government has a responsibility to care for them, who believe that they are entitled to health care, to food, to housing, to you-name-it – that that’s an entitlement. And the government should give it to them. And they will vote for this president no matter what. These are people who pay no income tax. My job is not to worry about those people.” – Mitt Romney
  2. “Yes, our path is harder – but it leads to a better place. Yes our road is longer – but we travel it together. We don’t turn back. We leave no one behind. We pull each other up. We draw strength from our victories, and we learn from our mistakes, but we keep our eyes fixed on that distant horizon, knowing that Providence is with us, and that we are surely blessed to be citizens of the greatest nation on Earth.” – Barack Obama
  3. “You mention the Navy, for example, and the fact that we have fewer ships than we did in 1916. Well Governor, we also have fewer horses and bayonets.” – Barack Obama
  4. “All the applicants seemed to be men. I said why are all the applicants men? Well, they said, ‘These are the people that are qualified.’ I said, why can’t we find some women that are qualified? I went to a number of women’s groups and said, ‘Can you help us find folks,’ and they brought us whole binders full of women.” – Mitt Romney 
  5. “Middle income is $200,000 to $250,000 and less.” – Mitt Romney 
  6. “No one’s ever asked to see my birth certificate. They know that this is the place that we were born and raised.”- Mitt Romney 
  7. “I like being able to fire people who provide services to me.” – Mitt Romney
  8. “The truth gets buried under an avalanche of money and advertising. If you’re sick of hearing me approve this message, believe me – so am I.” – Barack Obama 
  9. “I don’t give a damn about Election Day. It doesn’t matter a lick to me at the moment. I’ve got bigger fish to fry.” – Chris Christie
  10. We need leadership from the White House, and over the past four years, President Barack Obama has taken major steps to reduce our carbon consumption.” – Michael Bloomberg

Wie Super PACs ihr Geld ausgeben

Sehr schönes Video vom NPR (das Romney ja bestimmt auch gerne abschaffen würde). Es zeigt sehr anschaulich, wieviel Geld die Super PACs in den Wahlkmapf pumpen – und wie sie ihr Geld von Staat zu Staat verteilen. So geben sie in Nevada (Swing State) fast sechs Dollar pro Wähler aus, in Kalifornien (kein Swing State) hingegen nur ungefähr einen Cent. Auch für dieses Ungleichgewicht zeichnet das amerikanische Wahlsystem mit seinem Electoral College verantwortlich. Denn das Winner-Takes-All-Motto mit Bezug auf die Wahlmänner stellt einen Zustand her, in dem es sich einfach nicht lohnt, Geld in Staaten auszugeben, die fest in Hand einer Partei sind.

Infografik // Mit welcher Pokerhand Mitt Romney die Wahl noch gewinnen kann

Diese Infografik von Nerdwallet zeigt mal anschauliche, welche Kombination aus Swing States Mitt Romney braucht, um die Wahl noch zu gewinnen. Allerdings liegt Obama in den meisten Swing States den Umfragen nach vorne. Daher braucht Mitt Romney einfach ein bisschen Glück, wie eben auch beim Pokern.

Leitfaden zur US-Wahl // Wie das Electoral College funktioniert

Im Moment kursieren ja allerleo Szenarien, wie die Wahl ausgehen wird. Es könnte sein, das Romney landeseit mehr Stimmen holt als Obama, dieser aber gewinnt. So wie es 200 bei Al Gore und George W. Bush war, wo der Erstere insgesamt eine halbe Millionen mehr Stimmen hatte, die Wahl jedoch verlor. Es wird sogar disktutiert, ob es ein Unentschieden geben könnte. Im Mittelpunkt steht dabei immer das Electoral College und das System der Wahlmänner, ein Relikt aus alten Zeiten, das diese Szenarien erst möglich macht und das eigentlich endlich mal reformiert werden müsste.

Die nachfolgenden Videos erklären, wie dieses System genau funktioniert – und auf was wir in der Wahlnacht tatsächlich achten müssen: