Auf den Spuren von Archimedes ::: Obama bei den Mythbustern

So, genug mit Krankenversicherungsreform, START-Verträgen oder Arbeitslosenzahlen. Obama widmet sich endlich den wirklich wichtigen Dingen dieser Welt! In der Mythbusters-Folge vom 8. Dezember wird Obama den Mythbustern die Aufgabe stellen, ob Archimedes kurz nachdem die laut den Kreationisten die Welt erschaffen wurde wirklich mit seiner netten Spiegel-Sonne-Kombo die römische Flotte angezündet und so im Mittelmeer versenkt hat.

Vielleicht kann er den Mythbustern auch noch die Aufgabe stellen, ob er wirklich in Kenia geboren wurde und ein verrückter islamofaschistischer Kommunistensozi ist. Denn das würde der Show gleich ein paar neue Zuschauergruppen erschliessen, die sie bei FOX abwerben könnten.

Mich persönlich würde ja vor allem mal interessieren, ob Dick Cheney wirklich ein Sith-Lord ist. Das wäre mal eine Aufgabe.

Sarah Palin und das Nord-Süd-Gefälle

Die heutige Quote of the day bei The Atlantic ist sehr schön – Sarah Palin zu Besuch bei Glenn Beck:

“This speaks to a bigger picture here that certainly scares me in terms of our national security policies. But obviously we’ve gotta stand with our North Korean allies–we’re bound to by treaties … “

Ist ja auch fies mit den Namen. Voll schwierig. Und von Alaska aus kann man dieses Korea auch nicht sehen. Daher ist es ja auch nicht so wichtig.

Oder schimmern hier etwa schon die Strukturen einer neuen globalen Allianz einer Palin-Adminstration durch?

“You’re telling me that’s in the First Amendment?” ::: Die Tea Party und Anti-Intellektualismus

“Anti-intellectualism has been a constant thread winding its way through our political and cultural life, nurtured by the false notion that democracy means that ‘my ignorance is just as good as your knowledge.’”

— Isaac Asimov

Dieses Zitat von Isaac Asimov kommt mir immer in den Kopf, wenn ich an die Tea Party, Sarah Palin, Christine O’Donnell, Glenn Beck und Co. denke. Vor allem beschreibt es perfekt die Strategie (soweit man davon reden kann) und die Botschaft, die diese Akteure in die Öffentlichkeit tragen und die dort auf sehr fruchtbaren Boden fällt. Die Tea Party-Kandidaten (und mit ihnen auch viele Politiker der GOP und auch der Demokraten) kokettieren so aufdringlich und mit Stolz geschwellter Brust mit ihrem Anti-Intellektualismus, dass selbst Drückerkolonnen noch was von ihnen lernen können. Das Schlimme ist jedoch: Wenn Tea Party-Ikonen wie O’Donnell (die “Constitutional Scholarship” als eines ihrer Spezialgebiete angibt) nicht weiß, dass die Verfassung die Trennung von Staat und Kirche vorsieht (Klick’n'Guck!)- dann weiß sie es wirklich nicht besser.

Aber das ist ja auch egal, sie hat damit kein Problem und keiner ihrer Anhänger stöhnt auf und läuft peinlich berührt schnell blau an. Denn die Tea Party ist ja die Bewegung des amerikanischen Volkes – und die wissen es ja meistens auch nicht besser. Das passt also schon – you betcha’!