Gelinkt 01 Feb. 2009

obama & fillmore, san francisco

Hier mal wieder ein paar interessante Links, über die wir im Laufe der letzten Woche gestolpert sind:

  • Fangen wir an mit der wohl wichtigsten Nachricht der Woche (so wichtig, dass sogar CNN live berichtete): Obamas Halbbruder George Obama wurde in Nigeria mit Drogen erwischt. Er hatte die ungeheure Menge von einem (!) Joint dabei. Das gibt Futter für die konservativen Medien… but did he inhale? Und bei dem Vornamen konnte er ja nur das schwarze Schaf der Familie werden…
  • Wer es noch nicht mitbekommen hat: George Dubya Bush ist nicht mehr Präsident! Im Zuge der Amtsübergabe wurde in einer feierlichen Zeremonie auch die Bush Street in San Francisco offiziell in Obama Street umbenannt. Die Bürger von San Francisco wollen anscheinend nun gar nichts mehr mit Bush zu tun haben, nachdem auch schon die Umbenennung einer Kläranlage zu Ehren von Bush II gescheitert war.
  • Theologe Hans Küng vergleicht in der SZ Obama und Papst Benedikt – sehr zum Nachteil des Papstes: Wenn ein Obama Papst wäre…
  • Die Republikaner gehen schon nach kurzer Zeit zum Gegenangriff über und scheinen in ihrer Oppositionsrolle aufzugehen: Erst torpedieren sie Obamas Stimulus-Plan, nun meinen sie bereits schon, Obama richtig in die Riege seiner Amtsvorgänger einordnen zu können. Obama sei nicht der neue Abraham Lincoln, sondern vielmehr erinnere er an den glücklosen Jimmy Carter. Dies ist nach noch nicht einmal 2 Wochen Amtszeit natürlich auch ein sehr fundiertes Urteil…
  • Hello America – look… Yes we can, too! Nachdem schon die deutschen Parteien alle so sein wollen wie Obama, wollen das nun auch die Republikaner tun können (oder so…). Mit Michael Steele hat die Partei nun erstmals einen Schwarzen zu ihrem Chairman gewählt. Strom Thurmond würde sich im Grabe herumdrehen und fragen, wie das passieren konnte. Dabei hatte der untergelegene Kandidat – Katon Dawson aus South Carolina – doch wirklich alles versucht. Zum Schluss war er sogar aus seinem all-white country club ausgetreten… Auch Fox News freut sich und impliziert gleich, die Republikaner wären doch schon immer eine sehr bunte multikulturelle Truppe gewesen. Deswegen gibt es bei diesem Fox News-Artikel über die Wahl von Michael Steele auch ein kleines Foto von ihm und ein großes von Sarah Palin.
  • Eine neue Grassroots-Gruppe der Republikaner haut in die gleiche Kerbe. Rebuild the Party hat dabei herausgefunden, dass Obamas Sieg irgendetwas mit dem Internet, seinem 2-1 Stimmenanteil bei Jungwählern und seinem Rückhalt im multikulturellem Amerika zu tun hatte. Dies wollen sie jetzt kopieren – und zeigen ihre Partei im neuesten Clip folgerichtig, wie sie wirklich ist. Da kommen dann ein Asian-American, ein African-American (der natürlich Mitglied in der NRA ist), ein Arab-American und eine Hispanic-American zu Wort und erklären, warum sie Republikaner sind (ok – ein weißer Farmer und eine weiße “small business”-Besitzerin kommen darin auch noch vor). Und diese Wählergruppen machen ja bekanntlich 224% der republikanischen Stammwählerschaft aus. Ronald Reagan, bitte übernehmen sie!
  • [youtube]http://de.youtube.com/watch?v=rk4Ekbpn_Pc[/youtube]

    Foto: “obama & fillmore, san francisco” by *takeitez* @ flickr