Ein paar Zahlen als Nachtisch

Gerade habe ich diesen Artikel in der Technology Review über den US-Wahlkampf gelesen und konnte nicht anders als über die Ironie des Schicksals lächeln. Während alle darauf gucken, dass Obama mit Hilfe des Internets die Präsidentschaft gewonnen hat, bemerkte kaum jemand – damit schließe ich mich mit ein -, dass McCain es auch dem Internet zu verdanken hat, dass er überhaupt soweit gekommen ist.

“Senator McCain has an aversion to debt . . . and forced the situation in June [and] July of 2007, where we went from a great big campaign down to about 35 people trying to run a national campaign,” one key McCain figure said yesterday. “From that summer to New Hampshire, it was the Web strategy that carried us through.”

Das Online Team hat dann auch wirklich so gut wie alles für McCain erledigt:

through.” The Web team ran most of the fundraising and organizing functions, and the sole Web videographer started making television advertisements too. “That’s all there was–one guy. It was fun, in a way. We got to do new things.” Among other efforts during that period, the McCain crew courted conservative bloggers, helping soften some of his harsher online critics. “We had the ability to get some buzz out there, get our people energized.”

Interessant, dass diese Erfolgsstrategie herunter gefahren worden ist, sobald andere Geldquellen aufgetan worden sind. Vor allem, wenn es so günstig gewesen ist sie überhaupt zu betreiben. Damit will ich nicht sagen, dass das McCain-Team gar keine Aktivitäten im Netz mehr gemacht hat. Ganz im Gegenteil ist der Fall, doch es war ganz offensichtlich nicht genug und obwohl sie gesehen haben wieviel Erfolg Obama mit seiner Strategie hat, wurde nicht (gut genug?) versucht diese zu immitieren.

Wo wir aber bei dem Erfolgsmenschen sind, hier ein paar interessante Zahlen über das, was Obama mit seinem Team tatsächlich erreicht hat:

Using Obama Web tools, supporters donated $500 million, created 35,000 volunteer groups, organized 200,000 real-world events, and formed an e-mail list 13 million strong. They also spent some 14 million hours watching campaign-related Obama videos, and used Web interfaces to help make three million calls to voters shortly before Election Day.