Amerika Wählt Links 19-11-2008

  • Name-Calling: Al Qaeda nennt Obama (und Powell und Rice) “Hausneger”…
  • Das kannte ich bisher nur von Harry Belafonte. Der hat Colin Powell auch mal so genannt. Den Begriff erfunden hat wohl mal Malcolm X. Sowas liest Ajman al Sawahri also in seinem Versteck irgendwo in Pakistan…

  • Schlagzeile des Tages: God Slams Door in Sarah Palin’s Face…
  • “God’s message to Palin: Get back to work. Run your state, keep an eye on Putin, and set your sights on 2012 when, as we all know, the prestigious State House District 9 seat will be up for grabs. And thank Me for not giving you a shot at the U.S. Senate. Because while I, God, wouldn’t slam any doors in your face on Capitol Hill, a justifiably bitter John McCain certainly would.”

  • Danke! socialmedian hat ein Obama White House Transition Widget gebastelt…
  • Da meldet der Guardian grad, dass Hillary Obamas Angebot annimmt und Außenministerin wird. Und der alte Haudegen Tom Daschle Gesundheitsminister. Mehr gibts, wenn sich deine Augen (eine Entschuldigung an alle Einäugigen, aber wir befolgen hier weder gender noch eye mainstreaming) einfach ein bisschen nach rechts bewegen – von den Links weg. Ja, genau da in der Sidebar…

    Amerika Wählt Links 18-11-2008

    So, ab heute gibts “Amerika Wählt Links”. Diesen Eindruck vermittelten ja die vielen verzweifelten Kommentare vieler Konservativer nach der verlorenen Wahl. Obwohl da viele noch einen Schritt gehen. Ihrer Meinung nach müsste es eher heißene “Amerika wählt a Communist Arab Muslim Terrorist“. Wobei “links”, “kommunistisch” oder “sozialistisch” breite Kreise der amerikanischen Bevölkerung ziemlich diffuse Vorstellungen haben, was denn nun “links”, “kommunistisch” oder “sozialistisch” eigentlich bedeutet.
    Als Abgrenzung zur eigenen Vorstellung vom “hard-working, Christian, patriotic American” taugen diese Begriffe jedenfalls allemal. Das reicht dann ja auch. Aus unserer Perspektive siehts natürlich ein bisschen anders aus, hier geht Obama nicht unbedingt als Linker durch, geschweige denn als Sozialist. Hoffen wir nur, dass es in vier Jahren nicht auf einmal heißt: “Amerika Wählt Rechts”.

    So, nun zu den Links für heute:

  • Gnädige Demokraten: Joe Lieberman darf Vorsitz im Homeland Security and Governmental Affairs Committee behalten…

  • Joe findet das richtig gut:

    And in the way of an apology, he said: “Some of the statements, some of the things that people have said I said about Senator Obama, are simply not true. There are other statements that I made that I wish I had made more clearly, and there are some that I made that I wish I had not made at all. And obviously in the heat of campaigns, that happens to all of us, but I regret that and now it’s time to move on.”

    Zu seiner Verteidigung fand er Barack Obama auch schon gut, bevor er John McCain toll und Barack richtig doof fand, und nun wieder auf einmal Barack zumindest ganz OK findet. Schaut selbst:

    Naja, um die Puh-kein-republikanischer-Filibuster-Mehrheit von 60-40 Stimmen im Senat zu erreichen, sind die Demokraten auf die Stimme von Lieberman angewiesen…

  • Be Like Barack (Via Spreeblick): Benjamin Netanjahu möchte auch so gerne die Wahl gewinnen…

  • Abrechnung: Mike Huckabee hat potzblitz ganz schnell ein Buch geschrieben…
  • Er blickt dabei auf die republikanischen Primaries zurück, attackiert den ein oder anderen republikanischen Politiker (Hallo Mitt Romney!), und schielt bereits auf die Primary Season 2012, indem er erklärt, wie sich die Konservativen im Allgemeinen und die republikanische Partei denn am besten auszurichten habe…

  • Pro-Klimaschutz: Eine willkommene Abkehr von den Bush-Jahren… Obama verspricht umfangreiches Klimaschutzprogramm. Hoffentlich bleibt es nicht nur bei Lippenbekenntnissen…

  • New Majority: Nixons Silent Majority ist wohl tot. David Frum versuchts nun was Neues – und kündigt sein Projekt NewMajority.com an…
  • Warum macht Frum das und verlässt die National Review?

    It’s my belief that conservatism as we have known it – and the Republican party as an institution – are in very great trouble. Conservatives and Republicans need a new kind of conversation about how we can adapt to new realities.

    Auf der Seite gibts bisher aber nur Spam. Dann schauen wir uns doch lieber nochmal Nixons legendäre Silent Majority-Rede an:
    [youtube]http://de.youtube.com/watch?v=v3K2N7FZSXc[/youtube]

  • Wir brauchen auch maln bisschen Social Media-Zeugs, irgendwie so eine Community: Das Republican National Committee hat jetzt schnell mal Republicans For A Reason gelauncht….
  • Denn:

    The Republican Party has always been the Party of hope and the Party of ideas. I strongly believe we will continue in this tradition as we work to the future.

    Genau, das hat man im diesjährigen Wahlkampf gesehen. Auf vielleicht tauschen sie sich ja auf dieser Plattform nicht nur darüber aus, warum sie denn nun Konservative sind, sondern kommen vielleicht doch mal auf ein paar innovative Ideen für 2012. Denn nur abgucken bringt nix, da hilft auch kein modernes Design…

    Run Sarah, Run! Palim Palin Folge 2 – 1.455 Tage bis Election 2012

    sarah-palin-family-russia-background by JeffH72 @flickr. License: Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic

    Es sieht bisher ganz gut aus mit Sarah Palins Chancen, 2012 eine erfolgreiche Primary-Season zu durchleben (ok, ich weiß, es ist noch ein klitzkleines bisschen zu früh um da genaue Aussagen zu treffen). Laut einer Rasmussen-Umfrage favorisieren 64 Prozent der Republikaner Palins Präsidentschaftskandidatur in vier Jahren. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen weit abgeschlagen Mike Huckabee (12%) und Mitt Romney (11%). Und 91 Prozent der Republikaner haben eine gute Meinung von ihr. Sehr interessant ist auch, dass 69 Prozent der befragten Republikaner der Meinung sind, dass Palin als VP-Wahl positive Effekte auf McCains Kampagne hatte.

    Nun, dass sehen nicht nur viele politische Kommentatoren anders, sondern auch viele prominente Republikaner – und mittlerweile auch das engere McCain-Camp, trotz der jüngsten Beteuerungen McCains in der Jay Leno Show.

    Aber Palin tut ja auch selber fleißig einiges für ihre Kandidatur im Jahre 2012: viel Beten und in jede Kamera reinreden – denn schlimmer kanns ja nicht mehr werden.

    Dazu der Kansas City Star:

    I’m not sure whether God will listen to Palin’s request. But if He has a sense of humor, God will open that door for Palin, and America will have another riveting presidential campaign in 2012.”

    ‘Nuff said.

    Und wenns mit der Nominierung nicht klappt, dann wird sie eben Präsidentin von Alaska. Ehemann Todd war ja immerhin schonmal Mitglied der Alaska Independen Party. Ihre Schäfchen rüsten anscheinend schon auf, um sich notfalls mit Waffengewalt von der Union loszusagen. Die Anchorage Daily News berichtet, dass Waffenverkäufe im Nachbarn Russlands seit der Wahl immens gestiegen sind. Das erfreut vor allem die Waffenhändler:

    “Obama is the best gun salesman we’ve had in the last 50 years,” said Jack Murray, Alaska Shooters Supply owner. “We sold more guns (the day after the election) than I have on any one particular day in 21 years. I was crying all the way to the bank.”

    Ach ja, soviel noch. Frau Palin mag anscheinend auch echt keine Blogger.

    Foto: “sarah-palin-family-russia-background by JeffH72″

    Bye Bye “Mama Africa”

    Den Wahlsieg von Barack Obama hatte sie noch ausgiebig gefeiert, nach einem Anti-Mafia-Konzert am Sonntag in Italien brach sie zusammen und starb anschließend an einem Herzinfarkt. Die Kämpferin gegen die Apartheid wurde 76 Jahre alt – und 30 Jahre davon durfte sie nicht in ihr Heimatland Südafrika aufgrund dieses Engagements. Den Großteil dieser Zeit verbrachte sie in den USA, die sie jedoch später mit ihrem damaligen Mann Stokely Carmichael verließ, der als Anführer des Civil Rights Movement und vor allem als Black Panther-Aktivist Probleme mit den amerikanischen Behörden hatte. Nach dem Fall der Apartheid kehrte sie in das nun von Nelson Mandela regierte Südafrika zurück, der sie so umschrieb: “Her music inspired a powerful sense of hope in all of us.” She was hope before Obama.
    [youtube]http://de.youtube.com/watch?v=Pygqt0uwnuc[/youtube]

    Legacy of the Gingrich Revolution and the Era of Small Government

    “The era of big government is over”, proclaimed President Bill Clinton in his January 1996 State of the Union Address. The US thus shed its embrace of government and, amongst other things, began accumulating a net foreign debt of almost US$4 trillion.

    This self-styled “Gingrich Revolution”, named after the eponymous former Speaker of the House, emerged from the ashes of the 1995 Midterm Elections, in which the Republicans regained control of the House of Representatives for the first time in forty years. Swayed by the torrent of public opinion, President Clinton relented. The Republicans’ seminal political ideology had percolated into the mainstream.

    But suddenly, we all witnessed the events of September 11, 2001. Our faith in small government was shaken. For it was not investment bankers or corporate lawyers who would be deployed to remote corners of the Earth to fight in its aftermath. Nor were their institutions those which were called upon to rebuild nations ravaged by the ensuing conflict.

    The second harbinger was carried on the tides of Enron’s collapse. The world could no longer trust corporations and individuals to rise beyond their own interests when a greater social predicament was at stake. Even the nebulous concept of corporate social responsibility was widely argued to be nothing more than rebadged notion of heightened corporate self-interest, the sanctity of which was defiled by its inherent arbitrariness.

    The third signal that Clinton’s prophesy was wavering arrived amidst the winds of Hurricane Katrina. The Bush Administration’s diabolical response illustrated the dire need for a coordinated response, one which so abysmally failed the people of New Orleans.

    The financial markets’ meltdown has hastened the demise of the small government, unregulated market ideology. Alan Greenspan himself admitted before a congressional committee last week that his actions as Federal Reserve Chairman for the past decade may have been predicated upon a misplaced faith in the ability of financial markets to self-regulate their activities. Dick Meyer rearticulated the concept in more emphatic terms, criticising the hypocrisy and greed of the rich:

    When the interests of the very-monied class were threatened, it was damn the torpedoes of Reaganism, full bailout ahead! The more regulation the better! And why not go for just a little bit of nationalization while you’re at it?

    Prior threats to small government didn’t make the rich sweat. And as the country learned from Vietnam, the elites can stomach a lot of injustice, inequity and incompetence until their own kin (via the Vietnam-era draft) or their own wallets (today’s meltdown) are threatened.

    President-Elect Obama’s victory has signalled the final step towards negating the pre-eminence of small government. His campaign pledges to roll back the Bush tax cuts, reform healthcare, subsidise alternative energy research, and increase regulation of the financial industry gravitate towards a larger role for government institutions in his administration.

    These five events have signalled a new paradigm, one in which government will play a greater role. For individuals alone cannot resolve our problems. They require the concerted efforts of a larger administration because, borrowing a soliloquy from Sorkin’s The West Wing,:

    … government, no matter what its failures in the past and in times to come for that matter, government can be a place where people come together and where no one gets left behind.

    But change is never painless. It will require higher government spending in the order of hundreds of billions of dollars. This must eventually translate into higher taxes, most likely by means of a federal sales tax on consumer items.

    What is certain is that the Gingrich Revolution is now obsolete. The era of big government has returned. Only through a collective voice, as expressed through government institutions, can we successfully confront our most odious challenges. All our futures depend on it.

    Hello Sarah! Palim Palin Folge 1 – 1.460 Tage bis Election 2012

    Sarah Palin hat uns so viele schöne Stunden im diesjährigen US-Wahlkampf beschert, dass wir soe auf keinen Fall aus den Augen lassen wollen. Es wäre eine faire und schöne Geste von Barack Obama, wenn er sie zu seiner Sprecherin machen würde. Oder, wie bereits von mir gewünscht, zur UNO-Sonderbotschafterin. Denn auf internationalem Terrain kennt sie sich aus. Ich werde ihre Kandidatur in vier Jahren auch mit allen Kräften unterstützen. Ihr Berater und politischer Vertrauter David Lettermann teilt uns ihre Pläne für die nächste Zeit mit:

    [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=bUD7r6ke–0[/youtube]

    Damit das passiert, muss Sarah aber ersteinmal das unfaire, schändliche und politisch motivierte Mudslinging überstehen, dass nach der Niederlage über sie hereingebrochen ist. Das Flagschiff der unpatriotischen liberalen Medien – FOX News – lancierte in einem Bericht, dass Palin nicht wisse, was die NAFTA sei, und keine Ahnung habe, dass Afrika ein Kontinent ist. Das kann ja gar nicht sein – sie kann Afrika, diesen riesigen schwarzen Kontinent, doch von Alaska aus sehen.

    [youtube]http://de.youtube.com/watch?v=MWZHTJsR4Bc[/youtube]

    Diese Schmutzkampagne, so schreibt das investigative Onlineportal Wonkette, die bei der noch viel investigativeren Onlinezeitung Palmetto Scoop abschreiben, sei übrigens das Machwerk von Romney-Anhängern, die seine größte Konkurrentin für die republikanischen Vorwahlen bereits jetzt schon desavouieren wollen. Das geht ja schon gut los bei den Republikanern.

    Eis, Kaffee und Sextoys für Wähler

    “Danke fürs Wählen” sagte Ayanna, 22. Zusammen mit Kollegen verteilte sie am Dienstag an der New York University Ben & Jerrys Eiscreme an jeden der wollte, auch an Nicht-Wähler. “Aber wenn ich mich bei Ihnen fürs Wählen bedanke, vielleicht ändern sie dann ihre Meinung”, sagte sie. Jeder der darf soll wählen gehen, das bekam man hier überall zu spüren. Es gab nicht nur Eis, und bei Starbucks Kaffee als Dankeschön fürs Wählen, in den drei Filialen des Sexshops “Babeland” in New York City gibt es sogar Sexspielzeuge für Wähler geschenkt. Wahlweise bekommt man einen Masturbations-Überzug für den Mann oder ein Mini-Vibrator für die Frau- wenn man versichert, dass man gewählt hat. Wert: Zwischen 15 und 20 Dollar. Das Angebot kommt super an, in der Filiale in Soho bildete sich am Dienstagmittag eine lange Schlange. “Bereits nach wenigen Stunden waren alle Männer-Sextoys abgegeben”, verriet Mitbesitzerin Claire Cavanah, 44. Der Laden versucht, Nachschub zu bekommen, schließlich soll die Aktion noch bis nächsten Dienstag laufen.

    Jeder Becher zählt! US-Einzelhandelskette lag wieder mit Kaffee-Umfrage richtig

    60 Prozent für Obama, 40 für McCain. So hätte die Wahl am Dienstag ausgehen müssen, wenn die Amerikaner ihren Präsidenten wie ihre Kaffeebecher aussuchen würden.
    Vom ersten Oktober bis zum Wahltag am vierten November konnten Kunden in den 24-Stunden-Geschäften der amerikanischen Kette 7-Eleven wählen, ob sie ihren Kaffee im Demokraten-blauen Obama-Becher oder im Republikaner-roten McCain-Becher haben wollten. Im Internet unter 7-Election.com konnte man die Ergebnisse verfolgen, der letzte Stand lautete national 60 zu 40 für Obama, demnach noch deutlicher, als bei den Wahlumfragen.
    “Also gib deine Stimme ab, mit Milch und Zucker” ermuntert die Website von 7-Eleven die Kunden. Die Kette verkauft nach eigenen Angaben eine Million Kaffees pro Tag, laut der Zeitung “The Dallas Morning News” haben sich an den vorangegangen Kaffee-Wahl-Aktionen jeweils sechs Millionen Menschen beteiligt. Die Unentschiedenen oder nicht Wahl-Willigen bekamen ihren Kaffee aber auch während der Aktion in Senator-freien Bechern. In einer Filiale mitten in Manhattan konnte man am Donnerstag allerdings nicht wählen, dort waren die Obama-Becher schon seit Tagen ausverkauft, wie ein Mitarbeiter verriet. „Die verkaufen sich einfach besser“, sagt er. Tatsächlich standen von den McCain-Exemplaren noch recht viele bereit.

    Trinken Obama-Wähler einfach mehr Kaffee? Oder trauen sie sich eher, ihren Favoriten offen in der Hand spazieren zu tragen? Oder lassen die Becher-Wähler eine echte Prognose zu? Jedenfalls haben sie auch diesmal den Gewinner „vorausgesagt“, auch wenn das Wahlergebnis mit 52 zu 46 Prozent der Stimmen nicht ganz so eindeutig war, wie die Kaffeetrinker-Stimmen. Aber nach Angaben von 7-Eleven hat ihre Kaffee-Umfrage bereits bei den letzten beiden Präsidentschaftswahlen den Sieger vorausgesagt. 2004 stimmten die Becher-Ergebnisse bis auf wenige Zehntel mit den offiziellen Wahlergebnissen überein, 51 von hundert Kunden entschieden sich für den Bush-Becher, 49 für die Kerry-Ausgabe, so 7-Eleven. Vier Jahre zuvor seien die Kaffee-Voraussagen ähnlich genau gewesen. Joe DePinto, Präsident von 7-Eleven, sagt, dass die Firma ihre Wahl nicht für wissenschaftlich ansieht, aber “sie erreicht Amerikaner in ihren Heimatstädten, auf dem Weg zur Arbeit, einfach in ihrem täglichen Leben.”

    Wer ist Rahm Emanuel?

    Wer denkt, dass der schwierige Part für Obama vorbei ist, der irrt sich gewaltig. Der Mann hat viel vor; und ich gehe jede Wette ein, dass sein Plan auf acht und nicht auf vier Jahre ausgedehnt ist. Doch so viel versprechend Barack Obama als Persönlichkeit und Fachman auch ist, er braucht Hilfe.

    Eine der wichtigsten Personen in seinem Stab ist sein Chief of Staff. Die sehr einflussreiche Position muss vorsichtig gewählt werden; der Chief of Staff gilt in vielen Washingtoner Kreisen als die zweit mächtigste Position der Stadt.

    Eine der Kandidaten für diesen Posten ist Rahm Emanuel, derzeit noch Abgeordneter aus Chicago und ein enger Freund und Vertrauter von Barack Obama. Emanuel war schon unter Präsident Clinton ein sehr einflussreicher Berater und gilt, wie man diesem Artikel wunderbar entnehmen kann, als äußerst ehrgeizig und impulsiv:

    Friends and enemies agree that the key to Emanuel’s success is his legendary intensity. There’s the story about the time he sent a rotting fish to a pollster who had angered him. There’s the story about how his right middle finger was blown off by a Syrian tank when he was in the Israeli army. And there’s the story of how, the night after Clinton was elected, Emanuel was so angry at the president’s enemies that he stood up at a celebratory dinner with colleagues from the campaign, grabbed a steak knife and began rattling off a list of betrayers, shouting “Dead! . . . Dead! . . . Dead!” and plunging the knife into the table after every name. “When he was done, the table looked like a lunar landscape,” one campaign veteran recalls. “It was like something out of The Godfather. But that’s Rahm for you.”

    Of the three stories, only the second is a myth — Emanuel lost the finger to a meat slicer as a teenager and never served in the Israeli army. But it’s a measure of his considerable reputation as the enforcer in Clinton’s White House that so many people believe it to be true. You don’t earn the nickname “Rahmbo” being timid.

    Eine weitere Anegdote an der ich mich besonders gut erfreuen konnte war die Tatsache, dass sein Bruder Ari die exakte Vorlage für eine Figur – Ari Gold – in der Serie Entourage diente. Beide, sowohl der echte als auch der fiktive Ari sind Schauspieler-Agenten in Hollywood und äußerst markante noch dazu.

    Doch auch Rahm selbst ist in Hollywood kein Unbekannter. Er selbst war für Aaron Sorkin eine Inspiration bei der Erschaffung der Figur Josh Lyman in der fantastischen Polit-Serie The West Wing und hatte sogar einen kurzen Auftrit in der selbigen.

    Emanuel scheint derzeit Obamas Favorit zu sein. Ob er den Posten allerdings annimmt, ist derzeit noch unklar (trotz der Falschmeldung von MSNBC). Ein anderer Kandidat für die Position ist etwas anderer Natur und heisst Lawrence Summers.

    Update: Emanuel hat das Angebot angenommen und wird der nächste Chief of Staff werden.

    Das Wahlergebnis als Google Map

    Ich mag Google Maps ja sehr. Nun hat Google auch noch eine übersichtliche Election Map mit den Wahlergebnissen gebaut. Da ist jetzt viel mehr blau als noch vor vier Jahren. Und mit New Mexico und Colorado gibt es auch zwei blaue Tupfer im Herzen von Amerika. Ansonsten wie gehabt. Die Ost- und die Westküste sind demokratisch. Aber Obama hat die Gegend um die Great Lakes wieder komplett zu den Demokraten geholt – und sie auch ein bisschen ausgeweitet und Minnesota und Iowa blau eingefärbt.

    Ebenso kann man die einzelnen Bundesstaaten auswählen und dort sehen, wie die einzelnen Wahldistrike abgestimmt haben. Viele Bundesstaaten sind blau-rot getupft, einige fast ganz rot (wie Kansas, ich mein wirklich, What’s the Matter with Kansas), andere nahezu völlig blau (wie Vermont). Ein weiterer Beobachtung, die allerdings schon in den letzten Wahlen immer zu sehen war: Die großen urbanen Regionen wählen fast durchweg demokratisch, das “platte Land” hingegen republikanisch. Exemplarisch dafür die Map zu Texas: Hier holte Obama die Wahlbezirke nahe an der Grenze zu Mexiko, die traditionell demokratisch wählen, sowie alle großen Städte: Dallas, Houston, San Antonio, Austin, El Paso.

    Auch die Kongresswahlen kann man sich hier nach Auswahl über das Dropdown anschauen – und auch dort haben die Demokraten dank des allgemeinen Obama-Fiebers deutlich zugelegt.

    Und hier noch eine Map von MSNBC: