Das Michigan-Problem

Wie sich einige der werten Leser vielleicht errinern werden, hat sich Michigan, jedenfalls die Demokratische Partei des Bundesstaates Michigan, entschieden, dass sie zu wenig Bedeutung in den Primaries zur Bestimmung des neuen Kandidaten haben. Die Sache ist nämlich, dass nach dem Super Tuesday die Wahl meist entschieden ist. Das es in diesem Jahr nicht so sein wird, wusste man offensichtlich in Michigan nicht und da die Primaries in Michigan normalerweise nach dem Super Tuesday stattfinden hat man, so ganz ohne es die Zustimmung der Democratic National Committee (DNC), die Wahlen vorgezogen.

Natürlich kam es, wie es kommen musste. Die DNC ahndete den Alleingang von Michigan mit einer harten Strafe: Die Delegierten des Staates dürfen nicht zur der Großversammlung der Demokraten im August fahren um ihre Stimme abzugeben, was wiederum dazu geführt hat, dass die Kandidaten der Demokratischen Partei erst gar nicht zur Wahl angetretten sind. Bis auf Hillary Clinton.

Und weil Mrs. Clinton derzeit noch weniger Delegiertenstimmen hat, als Mr. Obama, versucht sie einfach Michigan wieder die dem Staat zustehende Bedeutung zurück zu geben. Wie der Zufall es so will, würde sie natürlich auch (fast) alle Delegiertenstimmen bekommen, die der Staat zu vergeben hätte. So selbstlos ist die liebe Frau. Schön zusammen gefasst wird diese Situation auch vom folgenden Video.

Im übrigen versucht Mrs. Clinton die gleiche Geschichte mit Florida, die aus den gleichen Gründen disqualifiziert worden sind wie Michigan, abzuziehen. Auch hier ist sie, wie man es nicht anders erwarten würde, nur für Fairness.