Es ist bestimmt die Belastung. Bestimmt.

Anfangen möchte ich mit einem Zitat aus einem NYT-Artikel:

And in an assist to Mr. McCain _ Mr. Huckabee would love for Mr. McCain to block Mr. Romney from winning in New Hampshire _ Mr. Huckabee added that he was escalating his attacks on Mr. Romney in part because Mr. Romney had the nerve to disparage Mr. McCain, “an American hero.”

Mal abgesehen davon, dass mir noch nicht bewusst gewesen ist, dass Unterstriche wieder in Mode gekommen sind, ist dieser Absatz natürlich eine glanzvolle Vorstellung davon, was Journalismus in den USA eigentlich noch auf die Beine stellen kann. US-Bürger können gar nicht doof sein, wenn sie diesen Absatz verstanden haben und die New York Times ist schließlich eine Zeitung, die ja nun wirklich jeder liest. Ich wette die erfreuen sich jetzt, während der Wahlkampfzeit, besonders im Bible Belt besonders hoher Verkaufszahlen.

Doch kommen wir zum eigentlichen Thema. Die Republikaner kriegen, kurz vor den Fraktionswahlen (?), offensichtlich das Muffesausen. Romney legt vor, Huckabee legt nach und McCain sitzt da und lächelt. Einzig Mr. G muss sich wohl ein wenig in New York versteckt halten, für ihn gings ja in letzter Zeit eher bergab – zu den schlechter werdenden Zahlen kommen noch falsch investierte Gelder in Werbung, die keinerlei Wirkung hinterlassen hat.

Während sich also McCain und Huckabee gegen Mitt Romney positionieren – damit am Ende Huckabee in Iowa gewinnt und McCain in New Hampshire punkten kann, also alles, nur nicht Romney – touren die demokratischen Kandidaten am Wochenende recht gemütlich durch Iowa, wo sehr viele, sehr gespannt hingucken werden. Obama könnte dort zeigen, ob er wirklich das Zeug hat um gegen Clinton anzukommen, obwohl ich nicht vermute, dass sehr viele Wetten so ausgehen werden. Eine Überraschung würde allerdings dem Lager von Hillary gut tun, die agieren ziemlich arrogant derzeit. Dabei ist wahrlich noch nicht alles gewonnen.